Hans-Werner Sinn
Ökonom

Sinn warnt vor der Sprengkraft des Euro

Vom Schreiben versteht Hans-Werner Sinn etwas. In seinem neuesten Buch "Der Euro. Von der Friedensidee zum Zankapfel" fasst der frühere Präsident des Münchner Ifo-Instituts noch einmal alle seine Argumente gegen die europäische Gemeinschaftswährung in flüssiger Sprache auch für Laien zusammen. Der deutsche Spitzenökonom ist wohl der prominenteste Kritiker des Euro. Und wer gebündelt die wirtschaftlichen und politischen Verwerfungen seit der Einführung der Gemeinschaftswährung lesen will, liegt bei Sinn richtig. mehr

Was Sinn im Sinn hat

Hans-Werner Sinn ist Ökonom, nicht Bundeskanzler. Deshalb ist es seine Pflicht, volkswirtschaftlich riskante Entwicklungen anzusprechen, auch wenn dies politisch unliebsam erscheint. Dazu gehört die Feststellung, dass ein nicht zu verachtender Teil des Wachstums 2016 steigenden Staatsausgaben zu verdanken ist. Die einfache Weisheit: Gibt der Staat an einer Stelle mehr Geld aus, muss er an einer anderen sparen, oder er muss die Steuern erhöhen, oder er muss sich das Geld leihen. Geliehenes muss man zurückzahlen, das trifft nachfolgende Generationen. Eine einfache Botschaft, die der Ökonom Sinn ins Gedächtnis gerufen hat. Nichts anderes hatte er im Sinn. mehr

München

Ifo-Präsident: Probleme der Euro-Zone nur übertüncht

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn erwartet für 2016 ein kräftiges Wachstum der deutschen Wirtschaft, sieht aber zwei große Risiken: einen stärkeren Einbruch der chinesischen Wirtschaft und eine neue Krise in der Eurozone, "wo die Probleme nur übertüncht wurden", sagte Sinn. Frankreich und die südeuropäischen Länder verschleppten überfällige Strukturreformen, mit Rückendeckung durch die Europäische Zentralbank. "Frankreich und Südeuropa stecken in einer chronischen Krise, die Massenarbeitslosigkeit führt zu politischer Radikalisierung, und das gefährdet den Zusammenhalt Europas", so Sinn. mehr