Husni Mubarak
Persönlich

Abdel Fattah al Sisi . . . ist in Berlin ein umstrittener Gast

Zwischen Berlin und Kairo herrschte mehr als zwei Jahre Eiszeit. Im Sommer 2013 hatte Abdel Fattah al Sisi (60), damals Armeechef Ägyptens, den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi (63) aus dem Amt geputscht. Ägypten wird seither nicht demokratischer, sondern autoritärer. Trotzdem begrüßten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) den umstrittenen Gast, der wirtschaftliche Interessen hat, in Berlin. Das führte gleich zu einem Eklat. Eine Gegnerin des ägyptischen al Sisi-Regimes bat darum, eine Frage stellen zu können. Als diese nicht mehr zugelassen wurde, schrie sie, al Sisi sei ein Mörder und wurde abgeführt. Die ägyptische Presse-Delegation schrie daraufhin: "Es lebe Ägypten." mehr

Ägypten

Gericht verbietet Ultras-Gruppierungen

Ein Gericht in Kairo hat am Samstag alle Vereinigungen von Fußball-Ultras im Land verboten und ihre Auflösung angeordnet. Das Gericht folgte einem Antrag von Murtada Mansur, dem Präsidenten des Top-Klubs Zamalek Kairo. Das berichtete die regierungsnahe Internetseite "ahram.org". Mansur war eng mit dem Regime des 2011 zurückgetretenen Langzeitherrschers Husni Mubarak verflochten. Er pflegt eine tiefe Feindschaft zu den Zamalek-Ultras, den White Knights.  Die Ultra-Szene in Ägypten ist stark politisiert. Blutige Ausschreitungen wie in Port Said im Februar 2012 mit über 70 Toten und in Kairo im letzten Februar mit 22 Toten lassen sich nicht nur mit brutal ausgetragenen Rivalitäten zwischen Fan-Gemeinden erklären. So unterstützten die White Knights und andere Ultras die Revolution von 2011, die Mubaraks Abgang erzwang. Mansur war wiederum einer der Unterstützer jener bewaffneten Gruppen, die am 2. Februar 2011 auf Kamelen und Pferden die Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz angriff. mehr