Thema
Japan
Asien-Cup

Japan mit sieben Bundesliga-Profis

Insgesamt sieben Profis aus der Bundesliga stehen im 23-köpfigen Aufgebot der japanischen Fußball-Nationalmannschaft für den Asien-Cup in Australien (9. bis 31. Januar). Der mexikanische Coach Javier Aguirre nominierte für das Turnier Shinji Kagawa (Borussia Dortmund), Atsuto Uchida (Schalke 04), Gotoku Sakai (VfB Stuttgart) Makoto Hasebe, Takashi Inui (beide Eintracht Frankfurt), Hiroshi Kiyotake (Hannover 96) und Shinji Okazaki (FSV Mainz 05). In den Gruppenspielen trifft Japan auf Jordanien, den Irak und Palästina, das am 12. Januar in Newcastle Auftaktgegner der Blue Samurai ist. mehr

Tokio

Japans Regierungschef gewinnt Parlamentswahl

Japans rechtskonservativem Regierungschef Shinzo Abe ist der erhoffte Befreiungsschlag bei den vorgezogenen Neuwahlen gelungen. Nach Berichten japanischer Medien hat sich Abes Liberaldemokratische Partei (LDP) gestern mit ihrem kleineren Koalitionspartner Komeito die Mehrheit im Unterhaus gesichert. Nach den Prognosen dürften sie auf eine Zweidrittelmehrheit von mehr als 300 der 475 Sitze kommen. Der seit zwei Jahren amtierende Abe hatte die Wahl um zwei Jahre vorgezogen, um seine "Abenomics" genannte Wirtschaftspolitik absegnen zu lassen. mehr

Warnung aus Japan

Wenn die Japaner an diesem Sonntag ein neues Parlament wählen, wird der bisherige Premierminister Shinzo Abe wohl erneut eine satte Mehrheit bekommen. Zu verdanken hätte er das der heillos zerstrittenen Opposition. Denn mit seiner Politik ist Abe krachend gescheitert. Mit einer Mischung aus Konjunkturprogrammen auf Pump und einer extrem lockeren Geldpolitik hatte Abe versucht, die lahmende Wirtschaft anzukurbeln. Doch nach Anfangserfolgen ist Japan wieder in die Rezession gerutscht. Das, was Japan wirklich geholfen hätte, nämlich strukturelle Reformen, hat Abe nicht angepackt: Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, mehr Frauen in Spitzenjobs, mehr Einwanderung, mehr Wettbewerb, mehr Deregulierung. mehr

Düsseldorf

Japanisches Gipfeltreffen bei Thomas Geisel

Die obersten Vertreter der japanischen Gemeinde in Düsseldorf waren gestern zu den traditionellen "4+4-Gesprächen" im Rathaus. Bei der Gesprächsreihe treffen sich seit rund drei Jahrzehnten jedes Jahr Spitzen aus dem Rathaus und der etwa 7000 Japaner, die in der Landeshauptstadt leben. Dabei stehen die Zusammenarbeit sowie die Unterstützung japanischer Unternehmen und der drittgrößten Gemeinde Europas im Zentrum. "Düsseldorf ist der größte und wichtigste Standort für japanische Unternehmen auf dem europäischen Kontinent", betonte Oberbürgermeister Thomas Geisel. Solche Gespräche seien "wichtige Bestandteile unseres vertrauensvollen Verhältnisses". mehr

Galopp

Jockey Andrasch Starke reitet erneut in Japan

Andrasch Starke, Deutschlands bester Jockey, wird die ersten Monate der Saison 2015 erneut in Japan reiten. Ende Januar wird Starke sein Japan-Gastspiel beginnen und bis zum 1. April dort aktiv sein. Am Dienstag unterzog er sich in Köln einer Operation, bei der Metall aus seiner Schulter entfernt wurde. Starke war im Mai in Japan schwer gestürzt und hatte sich dabei einen Schlüsselbeinbruch und einen Lungenriss zugezogen. Bei der anschließenden Operation hatte es Komplikationen gegeben, Starkes Arm wies starke Lähmungserscheinungen auf. Die Karriere war gefährdet, erst am 3. Oktober gab er sein Comeback. mehr

Tokio

Rezession in Japan verschärft sich vor Neuwahlen

Vor der anstehenden Neuwahl hat sich die Rezession in Japan verschärft. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt schrumpfte im dritten Quartal um 1,9 Prozent, wie die Regierung mitteilte. Dass die Investitionen der Firmen um 0,4 Prozent zurückgingen, gilt als Alarmsignal und zugleich als eine Spätfolge der im April eingeführten Mehrwertsteuererhöhung. Ministerpräsident Shinzo Abe will die für 2015 geplante zweite Stufe der Erhöhung verschieben. Die vorgezogene Wahl am nächsten Sonntag soll ihm dafür die Unterstützung der Bürger sichern. Eigentlich wären Wahlen erst 2016 fällig gewesen. Abe sieht jedoch weiter eine Mischung aus extrem lockerer Geldpolitik, schuldenfinanzierten Konjunkturspritzen und Reformen als einzigen Weg aus der Deflation. mehr