Jom Kippur 2017 - News zum höchsten jüdischen Feiertag
Jom Kippur 2017 - News zum höchsten jüdischen Feiertag FOTO: dapd, Michael Gottschalk
Jom Kippur
Serie Denkanstoss

Buß- und Bettag - ein vergessener Feiertag?

Am 18. November begehen Protestanten einen, wie ich finde, immer noch wichtigen Feiertag. Der Buß- und Bettag ist aus dem öffentlichen Bewusstsein weitgehend verschwunden. Wurzel und Urbild dafür ist der "Jom Kippur", der "Tag der Sühne" oder auch "Versöhnungstag" im Judentum. Wer sich am Jom Kippur in Israel aufhält, erlebt staunend, wie eine moderne Gesellschaft ihre alltäglichen Vollzüge unterbricht und auch das öffentliche Leben weitgehend still steht. Sogar das Fernsehprogramm wird eingestellt. Es liegt eine eindrucksvolle Ruhe über dem Land, die beinahe zum Nachdenken über sich selbst zwingt. Die Diktatur der Permanenz ist unterbrochen. mehr

Berlin

Mitglied des Zentralrats der Juden bedroht

In Berlin ist erneut ein Mitglied der jüdischen Gemeinschaft attackiert worden. Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, wurde nach dem Besuch einer Synagoge von einem Mann bedroht und verunglimpft. "Offensichtlich fühlte sich der Täter provoziert durch ein sichtbares jüdisches Gebetsbuch", erklärte Kramer gestern zu dem Vorfall, der sich bereits am Mittwoch zugetragen hatte. Es war der höchste jüdische Feiertag, Jom Kippur. Als der Täter ihn anpöbelte, erklärte ihm Kramer, dass er eine Pistole dabeihabe, und schob seine Jacke beiseite, um dem Angreifer die Waffe zu zeigen. Damit habe er verhindern wollen, dass die Situation eskaliere, sagte Kramer. Erst Ende August war ein Rabbiner in Berlin angegriffen worden. mehr

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