Kenia - News zum Staat in Ostafrika
Kenia - News zum Staat in Ostafrika FOTO: shutterstock/ Andrzej Kubik
Kenia
London-Marathon

Keitany mit zweischnellstem Rennen der Geschichte

Die Kenianerin Mary Keitany hat den London-Marathon mit der besten je in einem reinen Frauen-Rennen gelaufenen Zeit gewonnen. Die 35-Jährige triumphierte beim wichtigsten Frühjahrs-Rennen in überragenden 2:17:01 Stunden, schneller war bislang nur die Britin Paula Radcliffe bei ihrem Weltrekord 2003 an gleicher Stelle (2:15:25). Damals hatte Radcliffe allerdings männliche Begleitung. Im Männer-Rennen bezwang Keitanys Landsmann Daniel Wanjiru in 2:05:49 Stunden den äthiopischen Favoriten Kenenisa Bekele (2:05:57) und feierte seinen ersten ganz großen Sieg über die klassischen 42,195 km. Der Weltrekord von Dennis Kimetto (Kenia/2:02:57), erzielt 2014 in Berlin, geriet nicht in Gefahr. Keitany, die nach 2011 und 2012 ihren dritten Sieg in London feierte, lag bei besten Bedingungen in der britischen Hauptstadt 30 Kilometer lang auf Weltrekord-Kurs. Radcliffe hatte allerdings bei ihrem Traumlauf 14 Jahre zuvor einen unglaublich schnellen zweiten Halbmarathon hingelegt. Die zuvor beste Zeit in einem reinen Frauen-Rennen hatte ebenfalls Radcliffe mit 2:17:42 Stunden 2005 in London erzielt. Zweite wurde am Sonntag in 2:17:56 Stunden die Äthiopierin Tirunesh Dibaba, die als erst dritte Frau nach Radcliffe und Keitany unter der 2:18-Marke blieb. Platz drei ging an ihre Landsfrau Asefelech Mergia (2:23:08). mehr

Leichtathletik

Marathon-Olympiasiegerin Sumgong positiv auf Epo getestet

Der Leichtathletik droht der nächste prominente Dopingfall: Marathon-Olympiasiegerin Jemima Sumgong aus Kenia ist positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Weltverband IAAF. "Wir können bestätigen, dass in dieser Woche ein Verfahren gegen Jemima Sumgong wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regularien eingeleitet wurde", teilte die IAAF mit. Bei der 32-Jährigen, die 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro als erste Kenianerin Marathon-Gold geholt hatte, sei eine unangemeldete Kontrolle positiv auf Epo ausgefallen. Sumgong hatte im vergangenen Jahr zudem den traditionsreichen London-Marathon gewonnen und war auch für die Auflage in diesem Jahr (23. April) gemeldet. Die Kontrolle von Sumgong sei Bestandteil eines speziellen Testprogramms für Top-Marathonläufer gewesen, teilte die IAAF weiter mit. Unterstützt wird dieses Programm durch die World Marathon Majors (WMM), den Zusammenschluss der Straßen-Marathons in Boston, London, Berlin, Tokio, Chicago und New York. WMM-Generaldirektor Tim Hadzima zeigte sich nach dem Ergebnis der A-Probe "erschüttert", erklärte aber: "Wenn sich das bestätigt, gibt es einen Hinweis darauf, dass wir im Kampf gegen Doping Boden gewinnen." mehr

Leichtathletik

Jepkosgei verbessert in Prag Halbmarathon-Weltrekord

Die kenianische Läuferin Joyciline Jepkosgei hat in Prag den Halbmarathon-Weltrekord auf 64:52 Minuten gesteigert. Die 23-Jährige war am Samstag bei ihrem Sieg in der tschechischen Hauptstadt 14 Sekunden schneller als die bisherige Rekordhalterin Peres Jepchirchir aus Kenia. Jepchirchir hatte ihre Bestmarke über die 21,1 Kilometer erst am 10. Februar in Ras al Khaimah aufgestellt. Jepkosgei unterbot auf dem Weg zu ihrem Rekord auch die Bestmarken über zehn, 15 und 20 Kilometer. Die Zehn-Kilometer-Marke passierte sie nach 30:05 Minuten und war damit 16 Sekunden schneller als die britische Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe im Jahr 2003. mehr

Kenia

Tergat fordert bei NOK-Wahl Keino heraus

Im Kampf um die Macht in Kenias Nationalem Olympischen Komitee (NOCK) will der ehemalige Leichtathlet Paul Tergat (47) den bisherigen Präsidenten Kipchoge Keino (77) herausfordern. Tergat, Silbermedaillengewinner über 10.000 m bei den Olympischen Spielen 1996 und 2000, gab am Donnerstag seine Kandidatur für die anstehenden Wahlen am 5. Mai bekannt. "Mein Ziel ist es, ein starkes Gefühl des Zusammenhalts zu schaffen", sagte Tergat, ehemaliger Weltrekordhalter im Marathon. Keino steht seit 1999 an der Spitze des skandalumwitterten NOCK. Es wird erwartet, dass der zweimalige Olympiasieger erneut zur Wahl antritt. Erst am Dienstag hatte der Verband angekündigt, nach den Wahlen eine neue Satzung zu verabschieden, die moderne Grundsätze der Führung und der Korruptionsbekämpfung berücksichtigt. Wegen zweier zuvor gescheiterter Reformversuche hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) in der ersten März-Hälfte seine Unterstützungsgelder für das Land bis auf Weiteres eingefroren. mehr

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