Kuba
Persönlich

Raúl Castro . . . lässt sich vom Papst begeistern

Papst Franziskus (78) hat einen neuen Fan. Nach einer Privataudienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche im Vatikan gab sich Kubas kommunistischer Staatschef Raúl Castro ganz euphorisch. "Kein Witz, wenn der Papst weiter so redet, dann fange ich früher oder später wieder an zu beten und trete wieder der katholischen Kirche bei", meinte der Mann von der karibischen Zuckerinsel. Er habe alle Franziskus-Reden gelesen, schwadronierte der in seiner politischen Wolle tief rot gefärbte Kubaner. Castro (83), Jesuitenschüler und aus grauer Vorzeit mit kirchlichen Gewohnheiten vertraut, sagte nach dem rund einstündigen Treffen mit dem Papst: "Ich habe ihm gesagt: Ich habe mehr Messen gehört als Sie." Die Audienz für US-Präsident Barack Obama im März 2014 hatte dagegen "nur" rund 50 Minuten gedauert. mehr

Moskau

Raketenteile sollen ins Meer fallen

Trümmer des abstürzenden russischen Raumfrachters Progress M-27M fallen aktuellen Berechnungen zufolge wohl am 9. Mai in den Atlantik 1600 Kilometer östlich von Kuba und wären damit vermutlich keine Gefahr für Menschen. Sollte der mehr als sieben Tonnen schwere Transporter seine Bahn wie kalkuliert beibehalten, verglüht der Großteil des Raumschiffs in ein paar Tagen in der Erdatmosphäre. Das berichteten Medien in Moskau. Bauteile aus Titan oder Edelstahl werden nicht schmelzen. Der Transporter mit Nachschub für die Internationale Raumstation ISS hatte nach dem Start die vorgesehene Umlaufbahn verfehlt. mehr

Krefeld

Unesco Jazz Day: Das Prinzip Stucky hat die Frische verloren

Zum 4. International Jazz Day, der jährlich am 30. April von der Unesco ausgerufen ist, hatten der Jazzklub Krefeld und das Kulturbüro in die Burg Linn geladen. Vor ausverkauftem Rittersaal eröffnete das Uri Gincel Trio den Abend. Pianist Gincel aus Israel, der Däne Andreas Lang am Kontrabass und der Schlagzeuger Moritz Baumgärtner aus Baden fanden sich 2009 in Berlin. Handwerklich hochkarätig und mit der richtigen Balance zwischen professioneller Souveränität und glühender Leidenschaft, zeigten sie ein solides Verständnis von Bebop, hatten zudem begriffen, was Blues ist, und verarbeiteten mit ansteckender Spielfreude auch Inspirationen aus levantinischer Folklore, Chanson, Musical, aus Kuba und von Claude Debussy. Auch ein Titel von Lisa Bassenge, zusammengestrickt aus dem alten "St. James Infirmary" und dem Rare-Bird-Hit "Sympathy", war dabei. Die Band indes verdiente sich den stürmischen Applaus und die Zugabe redlichst. mehr

Rekordfahrt

Roger Klüh will mit dem Motorboot nach Kuba düsen

Unternehmer und Ex-DEG-Profi Roger Klüh hat einen Termin für seine Rekord-Motorboot-Fahrt nach Kuba bekanntgegeben: Am 1. August will er sich den lange verfolgten Traum erfüllen und mit dem legendären, 2750 PS starken Sportboot "Apache Star" die rund 160 Kilometer durchs offene Meer von Key West im US-Bundesstaat Florida bis nach Havanna fahren. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde will der Sohn von Gebäudereinigungs-Unternehmer Josef Klüh auf der Fahrt einen Weltrekord aufstellen. mehr

Persönlich

Fidel Castro . . . liebte ein Leben im Luxus

An Fidel Castro scheiden sich die Geister. Die einen halten den kubanischen Revolutionsführer für einen selbstlosen Freiheitskämpfer, für die anderen ist er ein selbstsüchtiger Tyrann. Castro sieht das eindeutig anders. Er gibt sich gern als bescheidener Asket. Sein Gehalt gab er in seiner Biografie mit 750 Pesos an, das entspricht etwa 28 Euro. "Geld motiviert mich nicht; materieller Besitz motiviert mich nicht, genauso wenig wie das Streben nach Ruhm", soll der 88-Jährige einmal gesagt haben. mehr

Annäherung beider Länder

NBA veranstaltet Basketball-Event in Kuba

Nach der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den USA und Kuba leistet die Basketball-Profiliga NBA einen Beitrag zur Annäherung beider Länder. In Zusammenarbeit mit dem Weltverband FIBA veranstaltet die NBA Ende April ein Entwicklungsprogamm in dem Karibikstaat. Zur NBA-Delegation zählen die früheren Top-Spieler Steve Nash und Dikembe Mutombo. Die USA hatten die diplomatischen Beziehungen zum kommunistischen Land 1961 als Reaktion auf die kubanische Revolution zwei Jahre zuvor abgebrochen. Nach mehr als einem halben Jahrhundert ohne diplomatische Beziehungen hatte US-Präsident Barack Obama im Dezember eine grundlegende Neuausrichtung der Politik der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba angekündigt. mehr