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Lausanne
Russische Marathonläuferin

CAS bestätigt vierjährige Sperre gegen Majorowa

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die vierjährige Dopingsperre gegen die russische Marathonläuferin Albina Majorowa (39) bis Sommer 2020 bestätigt. Ihre erzielten Ergebnisse zwischen dem 14. März und dem 28. Juni 2016 werden gestrichen, nachdem Majorowa positiv auf Testosteron getestet worden war. Das gab der russische Leichtathletik-Verband RusAF bekannt. Majorowa war bei den Olympischen Spielen 2012 in London Neunte im Marathon geworden. Russlands Leichtathleten sind wegen systematischen Dopings weiter für internationale Wettbewerbe gesperrt. Derzeit gestattet der Weltverband IAAF zwölf Athleten, unter neutraler Flagge zu starten. mehr

Doping

Russin Tschernowa verliert Siebenkampf-Bronze von 2008

Die russische Siebenkämpferin Tatjana Tschernowa muss ihre olympische Bronzemedaille von 2008 zurückgeben. Nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vom Montag wurde bei der Leichtathletin bei Nachtests von Proben der Sommerspiele in Peking die verbotene Substanz Turinabol festgestellt. Die heute 29-Jährige wurde nachträglich für die Spiele vor neun Jahren in China disqualifiziert. Tschernowa war bei dem Wettkampf in Peking zunächst Vierte geworden. Da die zweitplatzierte Ludmilla Blonska aus der Ukraine kurz danach ebenfalls des Dopings überführt und disqualifiziert wurde, rutschte die Russin hinter der ukrainischen Olympiasiegerin Natalia Dobrynska und der Amerikanerin Hyleas Fountain auf den Bronzerang. Nun könnte die Britin Kelly Sotherton Bronze bekommen. mehr

Spanien

Atlético geht vor Sportgerichtshof CAS gegen Transferverbot vor

Der spanische Spitzenclub Atlético Madrid hat sich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Transfersperre durch den Fußball-Weltverband FIFA gewehrt. Vereins-Offizielle legten am Montag vor dem CAS in Lausanne ihre Argumente gegen das Verbot dar. Eine Entscheidung sei jedoch nicht zeitnah zu erwarten, hieß es vom CAS. Die FIFA und Atlético hatten sich zuvor geeinigt, um ein Urteil bis Juni vor Beginn der Transferperiode zu bitten. Die FIFA hatte gegen Champions-League-Halbfinalist Atlético und den spanischen Rekordmeister Real Madrid Transfersperren für je zwei Wechselperioden ausgesprochen. Als Grund hatte die FIFA "Verstöße im Zusammenhang mit dem internationalen Transfer und der Registrierung von Spielern unter 18 Jahren" angegeben. Im Januar hatten beide Vereine bereits keine neuen Spieler verpflichten können. Die Sperre für Real Madrid hatte der CAS bereits im Dezember reduziert. mehr

Doping

CAS sperrt Russen-Chefcoach Melnikow lebenslang

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den früheren russischen Leichtathletik-Cheftrainer Alexei Melnikow lebenslang gesperrt. Melnikow gehörte neben dem ehemaligen Verbandspräsidenten Walentin Balachnitschew und Chefmediziner Sergej Portugalow zu den zentralen Figuren im russischen Doping- und Korruptionsskandal. Der CAS bestätigte damit die lebenslange Sperre, die der Leichtathletik-Weltverband IAAF gegen Melnikow verhängt hatte. Zuletzt hatte der Gerichtshof bereits Portugalow auf Lebenszeit aus dem Verkehr gezogen. Balachnitschew war von der IAAF ebenfalls lebenslang gesperrt worden. Der CAS sprach zudem gegen den russischen Trainer Wladimir Kasarin wegen Besitz und Handels mit Dopingmitteln eine lebenslange Sperre aus. Der russische Geher Stanislaw Emeljanow, dem bereits der EM-Titel 2010 über 20 km aberkannt worden war, wurde wegen Dopings für acht Jahre gesperrt. 800-m-Läuferin Jekaterina Poistogowa wurde wegen Dopings rückwirkend ab August 2015 für zwei Jahre gesperrt, ihre Ergebnisse ab Oktober 2014 wurden gestrichen. Damit darf die 26-Jährige, die sich in einer ARD-Dokumentation zum Gebrauch von Dopingmitteln bekannt hatte, wohl ihre Bronzemedaille von Olympia 2012 behalten. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte für Poistogowa eine lebenslange Sperre empfohlen. mehr

Tischtennis

Boll in der Weltrangliste leicht verbessert

Rekordeuropameister Timo Boll hat sich in der vorletzten Weltrangliste vor der Tischtennis-WM in seiner Wahlheimat Düsseldorf (29. Mai bis 5. Juni) leicht verbessert. Die frühere Nummer eins rückte in der April-Wertung vom zwölften auf den elften Platz vor. Bester Deutscher bleibt der zweimalige Europameister Dimitrij Ovtcharov (Orenburg/Hameln) auf Rang sechs. Spitzenreiter ist ebenfalls unverändert Weltmeister und Olympiasieger Ma Long. Bei den Damen verlor die deutsche Spitzenspielerin Han Ying (Tarnobrzeg) einen Platz und wird nur noch auf Rang sieben geführt. In der von Weltmeisterin Ding Ning (China) angeführten Rangliste gehören die Berlinerinnen Shan Xiaona auf Position 13 und Petrissa Solja zwei Plätze dahinter auch noch zu den Top 15. mehr

Olympia 2008

Drei weitere Athleten des Dopings überführt

Drei weitere Medaillengewinner sind vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bei Nachtests der Proben der Sommerspiele 2008 in Peking und 2012 in London des Dopings überführt und disqualifiziert worden. Der Bekannteste des Trios ist der usbekische Freistilringer Artur Taymasow. Der 37-Jährige hatte in Peking in der Klasse bis 120 kg zum zweiten Mal nacheinander Olympiagold gewonnen. In London folgte Gold Nummer drei. Beim Sieg in China wurde Taymasow dank neuer Nachweismethoden nun die Einnahme von Turinabol, Anabolika-Klassiker aus der früheren DDR, und Stanozolol – das Anabolikum erlangte 1988 durch den Fall Ben Johnson traurige Berühmtheit - nachgewiesen. Taymasow wurde das Gold vom IOC wieder aberkannt, er muss seine Medaille ebenso zurückgeben wie sein Ringer-Kollege Wasyl Fedoryschyn. Der 36-Jährige aus der Ukraine hatte in Peking 2008 Silber in der Freistilklasse bis 60 kg gewonnen. In der Probe wurde Turinabol entdeckt, ebenso bei Swetlana Zakurajewa. Die 29 Jahre alte russische Gewichtheberin war 2012 in London in der Klasse bis 63 kg Zweite geworden. mehr

Springreiten

Weltcup-Sieger Ward übernimmt Führung in der Weltrangliste

Weltcup-Sieger McLain Ward hat drei Tage nach seinem Erfolg in Omaha die Führung in der Weltrangliste der Springreiter übernommen. Der 41 Jahre alte US-Amerikaner liegt in dem am Mittwoch veröffentlichte Ranking des Weltverbandes FEI vor seinem Landsmann Kent Farrington. Der bisher führende Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) fiel auf Rang drei zurück und liegt direkt vor Christian Ahlmann aus Marl. Weitere deutsche Springeiter in den Top Ten sind Marcus Ehning (Borken) und Ludger Beerbaum (Riesenbeck) auf den Plätzen acht und zehn. In der der Dressur-Weltrangliste führt weiter Isabell Werth aus Rheinberg. In der Vielseitigkeit lieg Michael Jung (Horb) vorne. mehr

Naturkatastrophe

IOC spendet 600.000 Dollar für Flutopfer in Peru

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den Opfern der verheerenden Flutkatastrophe in Peru 600.000 Dollar (562.000 Euro) gespendet. Das gab das IOC am Dienstag bekannt. "Die Olympische Bewegung steht bereit, Peru beim Wiederaufbau zu helfen", schrieb IOC-Präsident Thomas Bach in einem Brief an Perus Präsident Pedro Pablo Kuczynski. Das IOC erwägt derzeit, seine für September in Perus Hauptstadt Lima geplante Session wegen der Naturkatastrophe in eine andere Stadt zu verlegen. Auf der Session sollen die Olympischen Spiele 2024 vergeben werden. Der IOC-Gesandte Alejandro Blanco, der die Situation in Peru beobachtet, erklärte am Dienstag, dass er sich für eine Austragung der Session in Lima aussprechen werde. In Peru hatten die Fluten durch anhaltend starke Regenfälle in den vergangenen Tagen etwa 100 Todesopfer gefordert. Bis zu 700.000 Menschen sind unmittelbar von der Katastrophe betroffen. mehr

Doping

Vier weitere russische Sportler bei Olympia in London überführt

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat bei Nachtests der Sommerspiele 2012 in London vier weitere russische Athleten des Dopings überführt und disqualifiziert. Dazu gehört auch der Gewichtheber Chadschimurat Akkajew, ehemaliger Weltmeister und Olympiazweiter von Athen 2004. Akkajew, bereits 2005 positiv getestet, hatte schon seine Bronzemedaille von Peking 2008 abgeben müssen. In London war er letztendlich offiziell wegen einer Rückenverletzung nicht an den Start gegangen. Darüber hinaus wurden auch die Hammerwerferinnen Maria Bespalowa (Platz elf) und Gulfija Chanafejewa (16) sowie die Dreispringerin Wiktoria Waljukewitsch (8) positiv getestet. Bespalowa ist derzeit wegen Dopings gesperrt, Chanafejewa war wenige Tage vor den Spielen in Peking suspendiert und anschließend zwei Jahre und neun Monate gesperrt worden. mehr