Lausanne
WM-Qualifikation

Burkina Faso zieht gegen Neuansetzung vor CAS

Der Fußball-Verband von Burkina Faso hat gegen die Neuansetzung der WM-Qualifikationspartie der Afrika-Zone in der Gruppe D zwischen Südafrika und Senegal Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt. Das bestätigte der CAS am Dienstag. Das oberste Sportgericht legte aber noch keinen Termin fest, wann über den Fall entschieden wird. Die Begegnung war am 12. November 2016 mit einem 2:1-Sieg Südafrikas zu Ende gegangen. Schiedsrichter Joseph Lamptey aus Ghana sprach Südafrika in der 43. Minute einen äußerst umstrittenen Handelfmeter zu. Der Weltverband Fifa sperrte ihn am 20. März lebenslang, der CAS hatte die Sperre bestätigt. Die Fifa hatte erklärt, dass Lamptey "unerlaubt Einfluss auf den Ausgang des Spiels" genommen und damit gegen Artikel 69 Absatz 1 des Disziplinar-Kodex verstoßen habe. Der Weltverband verfolge eine Null-Toleranz-Politik in Sachen Spielmanipulation, hieß es in der Erklärung. mehr

Punktabzug bestätigt

Fußball-WM 2018 wohl ohne Bolivien

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat einen Einspruch Boliviens gegen den Abzug von vier Punkten in der WM-Qualifikation abgelehnt. Der CAS bestätigte die Entscheidung des Fußball-Weltverbands FIFA, wie der Gerichtshof am Dienstag in Lausanne mitteilte. Bolivien hat damit so gut wie keine Chance mehr auf eine Teilnahme an der WM in Russland im kommenden Jahr. In zwei Spielen hatte Bolivien vergangenes Jahr den Verteidiger Nelson Cabrera eingewechselt. Er wurde in Paraguay geboren und besitzt erst seit einem Jahr die bolivianische Staatsbürgerschaft. Er hatte zudem 2007 schon ein Spiel für die Nationalmannschaft Paraguays bestritten und wäre damit nicht spielberechtigt gewesen. Die ursprünglich mit 2:0 gewonnene Partie gegen Peru und das 0:0 gegen Chile Anfang September 2016 wurden jeweils als 0:3-Niederlage gegen Bolivien gewertet. Bolivien bleibt damit Neunter und vor Venezuela Vorletzter nach 14 von 18 Spieltagen. Bei zwölf Punkten Rückstand auf den Fünften Argentinien und dem deutlich schlechteren Torverhältnis hat Bolivien kaum noch Chancen auf die WM-Teilnahme. mehr

Leichtathletik

CAS bestätigt Sperre gegen drei Topfunktionäre

Drei ehemalige Spitzenfunktionäre des Leichtathletik-Weltverbands IAAF bleiben wegen ihrer Verwicklung in einen Dopingskandal lebenslang gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies am Montag die Berufung von Ex-IAAF-Schatzmeister Valentin Balachnitschjow, der zugleich Präsident des russischen Verbandes war, Russlands früherem Cheftrainer Alexej Melnikow und dem früheren Marketingbeauftragten Papa Massata Diack gegen die Sanktionen ab. Das Urteil bleibe aufgrund der vorliegenden Beweise in Kraft, teilte der CAS mit. Die Sperren stehen im Zusammenhang mit dem vertuschten Dopingfall der russischen Marathonläuferin Lilija Schobuchowa. Sie soll sich den Start bei den Olympischen Spielen 2012 in London mit 450 000 Dollar erkauft haben, um eine drohende Doping-Sperre zu vermeiden. Der Senegalese Diack ist Sohn des früheren IAAF-Präsidenten Lamine Diack. Beide sind wegen weiterer Vergehen auch im Visier der französischen Justiz. IAAF-Chef Sebastian Coe begrüßte die Entscheidung des CAS. "Das heutige Urteil sendet eine klare Botschaft, dass alle, die unseren Sport korrumpieren, zur Rechenschaft gezogen werden", sagte der Brite. mehr

Leichtathletik

CAS sperrt russische Dreispringerin Pjatych

Der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne hat die russische Dreispringerin Anna Pjatych wegen Dopings mit einer Sperre von vier Jahren rückwirkend ab dem 15. Dezember 2016 belegt. Dies teilte der CAS am Freitag mit. Die oberste Justizbehörde im Sport sieht es als erwiesen an, dass die 36-Jährige das verbotene anabole Steroid Turinabol zur Leistungssteigerung benutzt hat. Alle Ergebnisse von Anna Pjatych bei der WM 2007 im japanischen Osaka, wo sie Vierte geworden war, sowie zwischen dem 6. Juli 2013 und dem 15. Dezember 2016 wurden ihr aberkannt. Zudem muss sie ihr in diesem Zeitraum erhaltenes Preisgeld zurückzahlen. Die viermalige russische Meisterin hatte ihre sportlich beste Phase 2005 und 2006, als sie jeweils Bronze bei der WM in Helsinki und der EM in Göteborg gewann. Dort hatte sie mit 15,02 m ihre persönliche Bestleistung aufgestellt. mehr

Tischtennis-Weltrangliste

Ovtcharov bleibt erster Verfolger der Chinesen

Deutschlands bester Tischtennis-Spieler Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) bleibt in der Weltrangliste erster Verfolger der Chinesen. Im August-Ranking des Weltverbandes ITTF belegt der zweimalige Europameister unverändert die vierte Position. Der ehemalige Weltranglistenerste Timo Boll (Düsseldorf) fiel im Vergleich zum Vormonat dagegen um einen Platz zurück und ist nun Siebter. Angeführt wird die Liste weiterhin vom chinesischen Top-Trio Ma Long, Fan Zhendong und Xu Xin. Beste deutsche Spielerin bleibt Han Ying. In der Weltrangliste der Frauen wird die Berlinerin nach wie vor auf Platz neun geführt. mehr