Lausanne
Snowboard

Kreuzbandriss bei Olympiasieger Podladtchikov

Snowboard-Olympiasieger Iouri Podladtchikov aus der Schweiz hat im Rahmen der WM in der spanischen Sierra Nevada einen Kreuzbandriss erlitten. Das teilte der nationale Verband Swiss-Ski am Dienstag nach einer MRT-Untersuchung mit. Der 28-Jährige zog sich die Verletzung im rechten Knie bei seinem letzten Sprung im Halfpipe-Wettbewerb am Samstag zu. Trotz des Sturzes schloss Podladtchikov als WM-Zweiter ab. Am Donnerstag wird er in der Klinik Gut in St. Moritz operiert, anschließend beginnt die Reha. Damit dürfte Podladtchikov pünktlich zu den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang zurückkehren, um seinen Titel in der Halfpipe zu verteidigen. "Wenn es einer schafft, dann Iouri", sagte Cheftrainer Pepe Regazzi. mehr

Springreiten

Heineking überraschend beim Weltcup-Finale dabei

Christian Heineking hat sich überraschend für das Weltcup-Finale der Springreiter in Omaha qualifiziert. Der 37 Jahre alte Profi arbeitet in den USA und belegte nach der letzten Etappe der Weltcup-Qualifikation am Sonntag in Ocala/Florida den vierten Platz in der US-Ostküsten-Liga. Dadurch schaffte der in Hudson Oaks lebende Mecklenburger erstmals den Sprung ins Final-Turnier Ende März. Vor Heineking hatten sich in der Westeuropa-Liga Ludger Beerbaum (Riesenbeck), Marcus Ehning (Borken), Guido Klatte (Lastrup), Markus Brinkmann (Herford) und Holger Wulschner (Groß Viegeln) qualifiziert. Bei dem Weltcup-Springen in Ocala reichte Heineking mit Caruso Platz neun. Es gewann der US-Amerikaner Todd Minikus mit Babalou vor dem ebenfalls fehlerfreien Andre Thieme (Plau am See) mit Conthendrix. Thieme hat sich nicht für das Final-Turnier qualifiziert, bei dem der Weltcupsieger ermittelt wird. mehr

Transparenz-Reformen abgelehnt

IOC-Gelder für Kenia eingefroren

Wegen mangelnder Reformen in Kenias Sport für mehr Transparenz hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Afrikanern vorerst den Geldhahn zugedreht und sämtliche Unterstützungszahlungen eingefroren. Das teilte IOC-Sprecher Emmanuel Moreau am Donnerstag einen Tag nach der Ablehnung neuer Anti-Korruptions-Reguarien durch die Generalversammlung des Nationalen Olympischen Komitees für Kenia (NOCK) mit. "Das IOC ist extrem enttäuscht vom Verlauf der Versammlung, die sich nicht angemessen mit dem Thema befasst hat", sagte Moreau weiter. Nach mehreren Skandalen rund um Kenias Mannschaftsführung bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro hatte das IOC auf mehr Transparenz in den Strukturen seiner kenianischen Mitgliedsorganisation gedrängt und bei der Erarbeitung neuer Vorschriften assistiert. Doch in zwei Anläufen lehnten die Delegierten der NOCK-Versammlung die Änderungsvorschläge ab. mehr

Leichathletik

Fredericks tritt nach Korruptionsverdacht auch von IOC-Amt zurück

Der unter Korruptionsverdacht stehende ehemalige Weltklasse-Sprinter Frankie Fredericks ist von seinem Amt als Vorsitzender der IOC-Evaluierungskommission für die Olympischen Spiele 2024 zurückgetreten. Das teilte der 49-Jährige am Dienstag in einer persönlichen Erklärung mit. Zudem kündigte er an, nicht an der Abstimmung im September in Lima teilzunehmen. Bereits am Montagabend hatte Fredericks sein Amt beim Leichtathletik-Weltverband IAAF niedergelegt. Dort arbeitete er in der IAAF-Kommission zur Aufklärung des russischen Dopingskandals. Die französische Tageszeitung Le Monde hatte am vergangenen Freitag über eine mögliche Verwicklung Fredericks in eine Bestechung vor der Olympiavergabe an Rio berichtet. Im Mittelpunkt steht die Familie des ehemaligen IAAF-Präsidenten Lamine Diack, allerdings soll auch IOC-Mitglied Fredericks 300.000 Dollar (ca. 283.000 Euro) von Diacks Sohn Papa Massata erhalten haben. Diese Zahlungen sind derzeit Gegenstand von Ermittlungen der Ethikkomission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). mehr

Nach Sperre

Ehemaliger Fifa-Funktionär Mayne-Nicholls zieht vor den CAS

Der Chilene Harold Mayne-Nicholls, einst Vorsitzender der Fifa-Evaluierungs-Kommission für die WM-Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar, zieht wegen der an ihm verhängten Dreijahressperre vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Das teilte das oberste Sportgericht am Donnerstag mit. Mayne-Nicholls, früherer Präsident des chilenischen Fußball-Verbandes, war erstinstanzlich für sieben Jahre für alle nationalen und internationalen Fußballtätigkeiten gesperrt worden, da er im Rahmen seiner früheren Tätigkeit für den Weltverband Fifa unter anderem Geschenke angenommen und sich zudem weitere Vorteile verschafft haben soll. Diese Strafe reduzierte die Fifa-Berufungskommission später auf drei Jahre. Mayne-Nicholls fordert nun eine Annullierung der Sperre. mehr

Punktabzug

Bolivianischer Fußballverband zieht vor den CAS

Der Fußballverband aus Bolivien, BFF, zieht wegen des Punktabzugs in der Qualifikation zu WM 2018 vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Das teilte das oberste Sportgericht am Donnerstag mit. Der BFF war vom Weltverband Fifa wegen des Einsatzes des nicht spielberechtigten Profis Nelson Cabrera bestraft worden. Die Fifa hatte die mit 2:0 gewonnene Partie gegen Peru und das 0:0 gegen Chile Anfang September jeweils als 0:3-Niederlage gegen Bolivien gewertet. Cabrera hatte 2007 schon ein Spiel für die Nationalmannschaft Paraguays bestritten. Der bolivianische Verband müsse zudem 12.000 Schweizer Franken (rund 11.200 Euro) Strafe zahlen, hatte die Fifa-Disziplinarkommission geurteilt. Mit einem Einspruch beim Fifa-Berufungsausschuss war der BFF bereits gescheitert. Bolivien hat als Vorletzter der WM-Qualifikation in Südamerika kaum noch Chancen auf ein Ticket für die Endrunde 2018. mehr

Ex-Fifa-Generalsekretär

Valcke zieht wegen Zehn-Jahres-Sperre vor CAS

Der ehemalige Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke hat beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen seine Zehn-Jahres-Sperre durch den Fußball-Weltverband eingelegt. Dies teilte das in Lausanne ansässige höchste Sportgericht am Dienstag mit. Da aber zunächst schriftliche Stellungnahmen angefordert wurden und auch eine Anhörung geplant ist, dürften bis zu einem Urteil noch Monate vergehen. Die Fifa-Berufungskommission hatte die Verurteilung von Valcke im vorigen Juli grundsätzlich bestätigt, die Sperre der Fifa-Ethikkommission aber von zwölf auf zehn Jahre reduziert. Der Franzose soll außerdem 100.000 Schweizer Franken zahlen. Valcke wurde im Januar 2007 Fifa-Generalsekretär, nachdem er Monate zuvor wegen eines für den Weltverband kostspieligen Managementfehlers entlassen worden war. Ihm wurde vorgeworfen, als Generalsekretär TV-Rechte für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 in der Karibik zu Preisen weit unter dem Markwert veräußern zu wollen. Ungereimtheiten gab es auch um Ticketdeals für die WM 2014 sowie angebliche Vergünstigungen für Familienmitglieder Valckes zu Lasten der Fifa. mehr

Springreiten

Brinkmann erhält Platz beim Weltcup-Finale

Markus Brinkmann darf beim Weltcup-Finale der Springreiter in Omaha starten. Der 36 Jahre alte Amateur aus Herford erhält nach Angaben von Weltcup-Direktor John Roche einen der beiden Nachrückerplätze für das Final-Turnier Ende März in den USA. Brinkmann ist der fünfte deutsche Reiter mit Startberechtigung. Zuvor hatten sich Ludger Beerbaum (Riesenbeck), Marcus Ehning (Borken), Guido Klatte (Lastrup) und Holger Wulschner (Groß Viegeln) qualifiziert. Die besten 18 Reiter der Westeuropa-Liga erhalten einen Startplatz. Brinkmann lag nach der letzten Westeuropa-Station am Sonntag in Göteborg auf Rang 19 und rückt nun ebenso nach wie der auf Platz 20 liegende Niederländer Maikel van der Vleuten. Das Finale verpasst haben hingegen die ehemaligen Weltcup-Sieger Christian Ahlmann und Daniel Deußer. mehr

IOC

Auswertung des McLaren-Berichts braucht mehr Zeit

Die Konsequenzen aus dem McLaren-Bericht zum Doping in Russland und mögliche Bestrafungen von Athleten werden offenbar mehr Zeit in Anspruch nehmen als bisher gedacht. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) mitteilte, hätte ein Treffen der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) mit den internationalen Verbänden gezeigt, dass es noch eine Reihe von offenen Fragen gebe. Bei dem Treffen in Lausanne habe die Wada erklärt, "dass in vielen Fällen die vorgelegten Beweise für die erfolgreiche Bearbeitung der Fälle nicht ausreichen", teilte IOC-Generaldirektor Christophe de Kepper mit. "Aus diesen Gründen wird der Prozess noch einige Zeit dauern, aber ich kann versichern, dass wir immer noch entschlossen sind, diese Fälle so schnell wie möglich abzuschließen", sagte de Kepper. mehr