Lausanne
Sportgerichtshof CAS

Drei deutsche Schiedsrichter berufen

Das Council des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) hat 24 neue Schiedsrichter berufen. Darunter sind die deutschen Juristen Axel Heck (Berlin), Sven Nagel (Leipzig) und Norbert Wühler (Coppet/Schweiz), teilte der in Lausanne ansässige CAS am Donnerstag mit. Damit stehen nun 18 Deutsche auf der Liste der insgesamt 369 Schiedsrichter aus aller Welt. Laut CAS wurde 2016 mehr als 600 Schiedsgerichtsverfahren registriert, mehr als jemals zuvor. mehr

Springreiten

Deußer neue Nummer eins der Weltrangliste

Der Mannschafts-Olympiadritte Daniel Deußer ist die neue Nummer eins der Springreiter-Weltrangliste. Der gebürtige Wiesbadener, der seit vier Jahren im belgischen Wolvertem lebt, löste seinen Teamkollegen Christian Ahlmann (Marl) an der Spitze des Rankings ab. Dritter ist der Amerikaner Kent Farrington. Auch in der Dressur und in der Vielseitigkeit geben die deutschen Reiter den Ton an. In der Dressur belegen die Mannschafts-Olympiasiegerinnen Isabell Werth, Kristina Bröring-Sprehe und Dorothee Schneider die Plätze eins bis drei. In der Vielseitigkeit führt der dreimalige Olympiasieger Michael Jung vor dem Amerikaner Phillip Dutton und dem Australier Christopher Burton. mehr

US-Missbrauchsvorwürfe

Turn-Weltverband "sehr besorgt"

Angesichts der Medienberichte über Hunderte von Fällen sexuellen Missbrauchs an jungen Kunstturnerinnen und Kunstturnern in den USA hat sich der Turn-Weltverband FIG "sehr besorgt" gezeigt. "Wie auch bei der Dopingproblematik, betreibt die FIG auch bezüglichen sexuellen Missbrauchs eine Politik der 'Null-Toleranz'", erklärte der designierte FIG-Präsident Morinari Watanabe, der den aktuellen Amtsinhaber Bruno Grandi zu Beginn der kommenden Woche ablösen wird. Darüber hinaus werde man, so der Japaner weiter, eine Arbeitsgruppe zur Beobachtung der Fortschritte bei der Aufarbeitung der Vorwürfe in den USA einsetzen. Gegebenenfalls behalte man sich weitere Maßnahmen vor. mehr

Leichtathletik

Russischer Trainer Mochnew für zehn Jahre gesperrt

Der russische Leichtathletik-Läufertrainer Wladimir Mochnew ist vom Internationalen Sportgerichtshof CAS mit Wirkung vom 23. Dezember für zehn Jahre gesperrt worden. Dem früheren Betreuer von Whistleblower Julia Stepanowa wird unerlaubter Besitz, Missbrauch und fortgesetzter Handel mit Dopingsubstanzen vorgeworfen. Mochnew ist eine der Schlüsselfiguren im russischen Dopingskandal. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte alle russischen Leichtathleten für die Olympischen Spiele in Rio gesperrt. Nur Weitspringerin Darja Klischina durfte dank eine Ausnahmegenehmigung starten, da sie lange im Ausland gelebt hat und dort nicht dem russischen Doping-Kontrollsystem unterstand. Anfang Dezember hatte die IAAF den Ausschluss des russischen Verbandes RUSAF bis auf Weiteres bestätigt. mehr

Schwimm-Weltmeister

Marco Koch siegt auch in Lausanne

Schwimm-Weltmeister Marco Koch ist derzeit über seine Spezialstrecke 200 Meter Brust nicht zu schlagen. Beim Swimcup in Lausanne siegte der Darmstädter zehn Tage nach seinem Erfolg bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften im kanadischen Windsor erneut. In 2:04,03 Minuten verwies er am zweiten Tag des Meetings die Konkurrenz mit deutlichem Vorsprung klar auf die Plätze. Tags zuvor hatte Marco Koch die halb so lange Distanz in 57,30 Sekunden ebenfalls für sich entschieden und belegte über 100 Meter Lagen in 53,18 Sekunden den zweiten Platz. Ebenfalls zu einem Sieg kam am Sonntag Philip Heintz. Der WM-Zweite von Windsor gewann über seine Spezialstrecke 200 Meter Lagen in guten 1:53,84 Minuten. Über 100 Meter Schmetterling belegte der Heidelberger hinter dem Franzosen Mehdy Metella (51,29) in 51,77 Sekunden Platz zwei. Tags zuvor hatte Heintz bereits die 200 Meter Schmetterling (1:54,25) für sich entschieden. Für den einzigen Podestplatz der deutschen Frauen sorgte die Darmstädterin Reva Foos mit Rang zwei über 400 Meter Freistil in 4:08,60 Minuten. Schneller war nur die Ungarin Katinka Hosszu (4:03,84). mehr