Leichtathletik-Weltmeisterschaft
Leichtathletik-WM 2017

Keine weiteren Bestechungs-Ermittlungen gegen Katar

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF wird den Bestechungsvorwürfen gegen Katar im Rahmen der WM-Vergabe 2017 nicht weiter nachgehen. Wie die IAAF mitteilte, sei ihre Ethikkommission bei einer Voruntersuchung auf nicht mehr als Gerüchte gestoßen. Katar war damals mit seiner Bewerbung gescheitert, die WM im Jahr 2011 an London vergeben worden. Katar wird erst 2019 die Welt-Titelkämpfe ausrichten. Die Ermittler der IAAF waren nach einer Aussage des britischen Verbands-Vorsitzenden Ed Warner, dem OK-Chef der Bewerbung für 2017, aktiv geworden. Der damalige Verbands-Vize Sebastian Coe, mittlerweile IAAF-Präsident, soll zudem behauptet haben, die Katarer hätten vor der Abstimmung Umschläge mit Bargeld unter den Delegierten verteilt. Bei einer Befragung durch die Ethikkommisson soll sich Coe aber weder an entsprechende Gerüchte, noch an seine Aussage erinnert haben. mehr

Russlands Leichtathleten

Coe: Kein Zeitrahmen für Rückkehr

IAAF-Präsident Sebastian Coe (59) lässt Russlands Teilnahme an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London im kommenden Jahr offen. "Ich weiß nicht, wie der Zeitrahmen ist", sagte der Brite der Nachrichtenagentur AFP über eine Rückkehr der derzeit wegen systematischen und staatlich geschützten Dopings suspendierten Russen. Er sei "kein Isolationist von Natur aus", sagte Coe, aber gewisse Dinge müssten "gelöst" werden. Grundsätzlich will Coe Russland auf absehbare Zeit das internationale Startrecht zurückgeben. Man können einen Verband nicht verbannen und dann "das Buch zuschlagen", sagte der zweimalige Olympiasieger. Der Ausschluss der Russen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro sei aber "im besten Interesse unseres Sports" gewesen. Russlands Leichtathleten sind wegen des massiven Dopingskandals seit November 2015 international gesperrt. Am Zuckerhut durfte einzig Weitspringerin Darja Klischina starten. mehr