Leichtathletik-Weltmeisterschaft
Leichtathletik

Vier Marathon-Stars sagen WM-Start für Kenia ab

Vier Marathon-Stars um Olympiasieger Eliud Kipchoge haben Kenias Nationalteam einen Korb gegeben und ihren Start bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London (4. bis 13. August) abgesagt. Kipchoge war nach dem knapp verfehlten ersten Marathon unter zwei Stunden zwar nominiert worden, erklärte nun aber seinen Verzicht, da er nach dem spektakulären Rennen Anfang Mai in Monza Ruhe brauche. Auch der frühere Weltrekordler Wilson Kipsang zog sich aus dem Aufgebot zurück und plant nun offenbar einen Start beim Berlin-Marathon am 24. September. Bei den Frauen sagten die dreimalige London-Siegerin Mary Keitany und die frühere Halbmarathon-Weltrekordlerin Florence Kiplagat ab. Auch sie werden wohl einen deutlich lukrativeren Stadt-Marathon im Herbst vorziehen. Olympiasiegerin Jemima Sumgong ist nach einem positiven Dopingtest außen vor. In London sollen Boston-Sieger Geoffrey Kirui, Daniel Wanjiru und Gedion Kipketer das Männer-Rennen der WM bestreiten. Bei den Frauen setzt Kenia nun auf die zweimalige Weltmeisterin Edna Kiplagat, Vizeweltmeisterin Helah Kiprop und Flomena Cheyech. mehr

Marathonläuferin

Heinig sichert sich WM-Ticket

Marathonläuferin Katharina Heinig hat sich für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August in London qualifiziert. Die 27-Jährige von der LG Eintracht Frankfurt rannte am Sonntag in Berlin im Rahmen des 25-Kilometer-Laufes die Halbmarathondistanz in 1:13:04 Stunden. Damit blieb sie genau elf Sekunden unter der Zeit, die der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) als Leistungsnachweis festgesetzt hatte. "Ich freue mich riesig, das war eine Punktlandung", sagte Katharina Heinig, deren Mutter Katrin Dörre-Heinig einst eine Weltklasse-Läuferin war und 1988 in Seoul Olympia-Bronze gewonnen hatte. Beim Berlin-Marathon 2016 hatte Katharina Heinig mit 2:28:34 Stunden die WM-Norm unterboten, der Leistungsnachweis stand aber noch aus. Neben Heinig hat Fate Tola (Braunschweig), die in Frankfurt/Main in 2:25:42 Zweite geworden war und in Hannover in 2:27:48 Stunden siegte, das WM-Ticket sicher. Bei den Männern hat sich bislang kein Deutscher für London qualifizieren können. mehr

Leichtathletik

US-Hürden-Olympiasiegerin Rollins für ein Jahr gesperrt

Wegen drei verpasster Doping-Tests ist Hürden-Olympiasiegerin Brianna Rollins aus den USA rückwirkend für ein Jahr gesperrt worden. Das teilte die US-Anti-Doping-Agentur USADA am Donnerstag (Ortszeit) mit. Ihre Goldmedaille aus Rio darf die 25-Jährige jedoch behalten, weil sie den dritten Test erst am 27. September verpasst hatte und damit nach Olympia. Rollins hatte dort über 100 Meter Hürden vor ihren Teamgefährtinnen Nia Ali und Kristi Castlin gewonnen, die deutsche Europameisterin Cindy Roleder war im Finale Fünfte. Durch die Sperre wird Rollins die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Sommer in London verpassen. "Ich übernehme die volle Verantwortung für meine Fehler", erklärte Rollins. Sie sei enttäuscht, die anstehende Freiluftsaison zu verpassen. Grund sei ihre Verwirrung darüber, wie das Computer-Programm zur Angabe des Aufenthaltsortes arbeite. In einer Mitteilung ihrer Anwälte hieß es, das Programm habe am 27. April, dem 13. und 27. September jeweils sowohl ihren Heimatort als auch Orte angegeben, wo sie sich zu Wettkämpfen aufhielt. Rollins sei im vorigen Jahr achtmal im Training und insgesamt mindestens 16 Mal getestet worden, keine Probe war positiv. Eine dreiköpfiges Sportgericht räumte ein, der Fall sei schwierig, weil eine ernste Strafe gegen eine brillante Athletin verhängt worden sei, die nicht verdächtigt werde, verbotene Substanzen zu nutzen. mehr

Leichtathletik

Budapest bewirbt sich angeblich um WM 2023

Nach dem vorzeitigen Rückzug um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2024 will sich die ungarische Hauptstadt Budapest offenbar über einen Umweg als möglicher Gastgeber für die Zukunft in Stellung bringen. Wie der Branchendienst insidethegames.biz berichtet, will Budapest die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2023 ausrichten. "Die Regierung hat auch nach dem Rückzug unserer Bewerbung bestätigt, dass jede geplante Sportstätte gebaut wird", sagte Balázs Fürjes, Vorsitzender des Budapester Olympia-Organisationskomitees: "Das kann für eine Bewerbung 2028 oder 2032 relevant werden." Márton Gyulai vom ungarischen Leichtathletik-Verband MASZ erklärte: "Es ist nur sinnvoll, die geplante Infrastruktur zu nutzen." Budapest war 1998 Gastgeber der Leichtathletik-Europameisterschaft. Am 22. Februar hatte Budapest seine Olympia-Bewerbung für 2024 zurückgezogen. Grund war der stetig wachsende Widerstand aus der Bevölkerung. Einem möglichen Bürgerreferendum wollten sich die Organisatoren nicht stellen, nachdem sich in Umfragen eine klare Mehrheit in Budapest gegen Olympia ausgesprochen hatte. Die Entscheidung um den Gastgeber für 2024 fällt zwischen Los Angeles und Paris. mehr

5,90 Meter

Schwede Duplantis verbessert U20-Weltrekord mit dem Stab

Der schwedische Stabhochsprung-Teenager Armand Duplantis hat sich mit 5,90 Metern zum heißen Medaillenkandidaten für die Leichtathletik-WM im Sommer in London aufgeschwungen. Im Rahmen der Texas Relays in Austin verbesserte der 17-Jährige am Samstag (Ortszeit) seinen eigenen U20-Weltrekord gleich um acht Zentimeter. Bereits im März hatte Duplantis mit 5,82 Metern aufhorchen lassen. Die 5,90 Meter sind zugleich Jahresweltbestleistung. Außerdem verbesserte der junge Schwede den 14 Jahre alten nationalen Stabhochsprung-Rekord von Oscar Janson um drei Zentimeter. Für eine weitere Weltklasse-Leistung sorgte in Austin der griechische Speerwerfer Ioannis Kiriazis. Der 21 Jahre alte Student an der Texas University gewann die Konkurrenz mit 88,01 Metern. Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena steigt erst am 5. Mai beim Diamond-League- Auftaktmeeting in die Saison ein. mehr

Leichtathletik

Fraser-Pryce verpasst WM wegen Schwangerschaft

Jamaikas Sprint-Star Shelly-Ann Fraser-Pryce ist schwanger und wird aller Voraussicht nach die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London (5. bis 13. August) verpassen. Die zweimalige 100-m-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin verkündete die frohe Botschaft am Mittwoch via Instagram. "Ein neues Kapitel wartet. Hallo, Mutterfreuden!", schrieb die 30-Jährige. Fraser-Pryce gab zwar keinen zu erwartenden Geburtstermin an, bis zum WM-Auftakt sind es allerdings weniger als fünf Monate. mehr