Leichtathletik-Weltmeisterschaft
Leichtathletik

Kugelstoßer Storl mit Aufwärtstrend

Kugelstoßer David Storl (Leipzig) kommt zwei Monate vor der Leichtathletik-WM in London (4. bis 13. August) immer besser in Form. Nachdem der 26-Jährige am Freitagabend mit 21,31 m in Osterode eine neue Saisonbestleistung gestoßen hatte, legte Storl am Samstag in Stettin noch einmal 21,18 m nach und schlug dabei auch den polnischen Hallen-Europameister Konrad Bukowiecki. Dabei präsentierte sich Ex-Weltmeister Storl auch technisch auf hohem Niveau. Mit seinen 21,31 m liegt der Europameister derzeit auf Rang neun in der Welt. Am vorherigen Freitag hatte Storl in Schönebeck mit 21,06 m erstmals in dieser Saison die 21-Meter-Marke geknackt. mehr

Zehnkampf

Warner siegt in Götzis – Freimuth Dritter

Vize-Weltmeister Damian Warner aus Kanada hat den Zehnkampf beim Traditionsmeeting in Götzis gewonnen. Der Olympia-Dritte setzte sich am Sonntag in Österreich mit 8591 Punkten durch. Die deutschen Asse Rico Freimuth und Mathias Brugger knackten die Norm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August in London (8100 Punkte). Der WM-Dritte Freimuth aus Halle/Saale kam mit 8365 Punkten auf den dritten Platz. Der Ulmer Brugger wurde Sechster mit 8294 Punkten. Auf Rang zwei hinter Warner landete der Niederländer Eelco Sintnicolaas (8539). Beim zweiten Qualifikations-Wettkampf am 24. und 25. Juni in Ratingen wollen auch der derzeit verletzte Olympia-Vierte Kai Kazmirek von der LG Rhein-Wied und der erkrankte Arthur Abele aus Ulm im Kampf um die drei deutschen WM-Tickets eingreifen. mehr

Siebenkampf

Carolin Schäfer Zweite in Götzis

Nach dem besten Siebenkampf ihrer Karriere gehört Carolin Schäfer zu den Topfavoritinnen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August in London. Die 25-jährige Frankfurterin musste sich am Sonntag beim Traditionsmeeting in Götzis/Österreich mit 6836 Punkten nur Olympiasiegerin Nafissatou Thiam aus Belgien geschlagen geben, die auf 7013 Zähler kam. Schäfers Clubkollegin Claudia Salman-Rath knackte als Fünfte mit zuvor nie erreichten 6580 Punkten ebenfalls locker die WM-Norm (6200). Dritte wurde Laura Ikauniece-Admidina aus Lettland mit 6815 Punkten. Schäfer stellte in gleich fünf Disziplinen persönliche Bestleistungen auf und verbesserte ihr bislang bestes Gesamtergebnis von 6547 Punkten deutlich. Zittern musste die Olympia-Fünfte im Weitsprung, wo sie nach zwei ungültigen Versuchen dann aber auf 6,57 Meter hinausflog. Salman-Rath gelang hier mit 6,86 Metern nicht nur die Tagesbestweite, sie überbot sogar die WM-Norm für die Spezialistinnen in der Sandgrube. Jennifer Oeser aus Leverkusen hatte den Wettkampf am Samstag wegen Rückenbeschwerden vorzeitig beendet. mehr

Leichtathletik

Zehnkämpfer Freimuth Sechster bei Halbzeit in Götzis

Zehnkämpfer Rico Freimuth liegt nach dem ersten Tag beim traditionellen Meeting im österreichischen Götzis auf Rang sechs. Der WM-Dritte von 2015 aus Halle/Saale hält dennoch Kurs auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August in London. Er sammelte in fünf Disziplinen 4289 Punkte, nur einen einzigen Zähler dahinter liegt der Ulmer Mathias Brugger. Die Führung übernahm erwartungsgemäß Vize-Weltmeister Damian Warner mit 4532 Zählern vor seinem kanadischen Landsmann Pierce Lepage (4379). Der Olympia-Dritte Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) fehlte wegen einer Sprunggelenkverletzung ebenso wie der erkrankte Routinier Arthur Abele aus Ulm. Die beiden wollen sich am 24./25. Juni in Ratingen für die WM qualifizieren. In Ashton Eaton (USA), dem Weltrekordler und Olympiasieger von 2012 und 2016, ist der herausragende Zehnkämpfer der vergangenen Jahre 2016 zurückgetreten. mehr

Leichtathletik

Dutkiewicz flitzt in 12,61 Sekunden über die Hürden

Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz ist bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim eine persönliche Bestzeit gerannt. Die Dritte der Hallen-EM aus Wattenscheid siegte am Samstag in der Weltklassezeit von 12,61 Sekunden. Unter der Norm für die Leichtathletik-WM im August in London von 12,98 Sekunden blieben über 100 Meter Hürden auch die Sindelfingerin Nadine Hildebrand in 12,81 und die Mannheimerin Ricarda Lobe in 12,91 Sekunden. Über 100 Meter glänzte Tatjana Pinto aus Paderborn bei zu starkem Rückenwind (+ 2,6 Meter/Sekunden) mit 10,96 Sekunden. Ihre Nationalmannschafts-Kolleginnen Lisa Mayer (Wetzlar/11,02) und Gina Lückenkemper (Dortmund/11,04) landeten dahinter. mehr

Leichtathletik

Vier Marathon-Stars sagen WM-Start für Kenia ab

Vier Marathon-Stars um Olympiasieger Eliud Kipchoge haben Kenias Nationalteam einen Korb gegeben und ihren Start bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London (4. bis 13. August) abgesagt. Kipchoge war nach dem knapp verfehlten ersten Marathon unter zwei Stunden zwar nominiert worden, erklärte nun aber seinen Verzicht, da er nach dem spektakulären Rennen Anfang Mai in Monza Ruhe brauche. Auch der frühere Weltrekordler Wilson Kipsang zog sich aus dem Aufgebot zurück und plant nun offenbar einen Start beim Berlin-Marathon am 24. September. Bei den Frauen sagten die dreimalige London-Siegerin Mary Keitany und die frühere Halbmarathon-Weltrekordlerin Florence Kiplagat ab. Auch sie werden wohl einen deutlich lukrativeren Stadt-Marathon im Herbst vorziehen. Olympiasiegerin Jemima Sumgong ist nach einem positiven Dopingtest außen vor. In London sollen Boston-Sieger Geoffrey Kirui, Daniel Wanjiru und Gedion Kipketer das Männer-Rennen der WM bestreiten. Bei den Frauen setzt Kenia nun auf die zweimalige Weltmeisterin Edna Kiplagat, Vizeweltmeisterin Helah Kiprop und Flomena Cheyech. mehr

Marathonläuferin

Heinig sichert sich WM-Ticket

Marathonläuferin Katharina Heinig hat sich für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August in London qualifiziert. Die 27-Jährige von der LG Eintracht Frankfurt rannte am Sonntag in Berlin im Rahmen des 25-Kilometer-Laufes die Halbmarathondistanz in 1:13:04 Stunden. Damit blieb sie genau elf Sekunden unter der Zeit, die der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) als Leistungsnachweis festgesetzt hatte. "Ich freue mich riesig, das war eine Punktlandung", sagte Katharina Heinig, deren Mutter Katrin Dörre-Heinig einst eine Weltklasse-Läuferin war und 1988 in Seoul Olympia-Bronze gewonnen hatte. Beim Berlin-Marathon 2016 hatte Katharina Heinig mit 2:28:34 Stunden die WM-Norm unterboten, der Leistungsnachweis stand aber noch aus. Neben Heinig hat Fate Tola (Braunschweig), die in Frankfurt/Main in 2:25:42 Zweite geworden war und in Hannover in 2:27:48 Stunden siegte, das WM-Ticket sicher. Bei den Männern hat sich bislang kein Deutscher für London qualifizieren können. mehr