Lettland
Auch Rieder noch nicht da

Eishockey-Olympia-Qualifikation ohne Reul

Deutschlands Eishockey-Nationalteam muss die Olympia-Qualifikation in Riga (1. bis 4. September) ohne Abwehrspieler Denis Reul bestreiten. Der Spieler der Adler Mannheim fällt aufgrund einer Armverletzung aus. Die hatte sich der 27-Jährige beim Champions-League-Sieg der Mannheimer am Sonntag gegen Tappara Tampere (4:1) zugezogen. Damit muss Bundestrainer Marco Sturm nur noch zwei Spieler aus seinem vorläufigen Kader für das Qualifikationsturnier in Lettland streichen. Dort trifft Deutschland in der kommenden Woche auf Außenseiter Japan, Österreich und die Gastgeber. Der Sieger qualifiziert sich für Olympia 2018 im südkoreanischen Pyeongchang. Derzeit bereitet sich das Team in Mannheim auf das Turnier vor. Noch nicht dabei ist auch NHL-Profi Tobias Rieder, bei dem nach dem Auslaufen seines Vertrags bei den Arizona Coyotes noch Versicherungsfragen zu klären sind. Die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi hatte der Deutsche Eishockey-Bunde (DEB) unter Sturms Vorgänger Pat Cortina erstmals überhaupt verpasst. mehr

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Ein halbes Jahrhundert stand Lettland unter Sowjetherrschaft, bevor der kleine baltische Staat 1990 seine Unabhängigkeit erklärte, die 1991 umgesetzt wurde. Bis heute ist Russland jedoch ein wichtiger Handelspartner geblieben. Politisch hat sich das Zwei-Millionen-Einwohner-Land jedoch von seinem großen Nachbarn distanziert. Seit 2004 ist der mittlere der drei baltischen Staaten Mitglied der Europäischen Union. Zum Jahreswechsel übernimmt das kleine Land im Nordosten Europas erstmals die EU-Ratspräsidentschaft. In der ersten Hälfte 2015 führt Regierungschefin Laimdota Straujuma von Riga aus die Geschäfte der 28 EU-Mitgliedstaaten. Lettland, das die Präsidentschaft von Italien übernimmt, will dabei für ein "wettbewerbsfähiges, digitales und engagiertes Europa" eintreten.