Lettland
Riga

Deutscher Student in Riga tot aufgefunden

In Lettland hat die Polizei die Leiche eines seit Januar vermissten deutschen Architekturstudenten aus Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) gefunden. Die Leiche des 23-Jährigen, der zu einem Austauschsemester in Riga war, sei am Freitagabend in einem Kanal des Flusses Daugava entdeckt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Anzeichen für ein Verbrechen gebe es nicht. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Der Student war zuletzt im Januar nahe der Altstadt von Riga gesehen worden. mehr

EM-Qualifikation

Zwei Bundesliga-Profis stehen im tschechischen Kader

Theodor Gebre Selassie von Werder Bremen kehrt nach einjähriger Pause in den Kreis der tschechischen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Der Abwehrspieler ist von Trainer Pavel Vrba für das EM-Qualifikationsspiel gegen Lettland berufen worden. "Theo hat in Bremen gezeigt, dass er auch sehr offensiv spielen kann", sagte Vrba einer Verbandsmitteilung zufolge. Das Spiel findet am 28. März in Prag statt. In der 19-köpfigen Auswahl ist diesmal auch Mittelfeldspieler Adam Hlousek vom VfB Stuttgart vertreten. Selassie und Hlousek hatten zuletzt im 2:2-Länderspiel gegen Norwegen im März 2014 für ihr Heimatland gespielt. mehr

Skeleton-WM

Grotheer und Jungk bleiben ohne Medaille

Deutschlands junge Skeleton-Piloten haben bei der Heim-WM in Winterberg eine Überraschung verpasst und die Titelkämpfe ohne Medaille beendet. Der 22-jährige Christopher Grotheer (Oberhof) belegte als bester Deutscher den fünften Rang direkt vor Axel Jungk (24/Riesa). Top-Favorit Martins Dukurs (Lettland/3:34,23) fuhr souverän zu seinem dritten WM-Titel, der Seriensieger des Gesamtweltcups holte sich den Pokal damit von Olympiasieger Alexander Tretjakow zurück. Der Russe belegte mit 0,69 Sekunden Rückstand Rang zwei. Tomass Dukurs (Lettland/+1,52) wurde ungefährdet Dritter. Grotheers Rückstand auf den drei Jahre älteren Bruder des Weltmeisters betrug am Ende 0,78 Sekunden, Jungk lag ein weiteres Zehntel dahinter. Kilian von Schleinitz wurde Neunter, Debütant Martin Rosenberger (beide Königssee) musste sich mit dem 16. Platz begnügen. Eine Medaille wäre ein großer Erfolg gewesen, der deutsche Skeletonsport befindet sich nach den schwachen Ergebnissen der vergangenen Jahre im personellen Umbruch. mehr

Sigulda

DDR-Hymne bei der Rodel-WM

"Auferstanden aus Ruinen" für die deutschen Weltmeister - die DDR-Hymne bei der Siegerehrung der Doppelsitzer hatte am Samstagabend für ungläubige Blicke in Sigulda (Lettland) gesorgt. "Da ging erst mal ein Raunen durch die Menge, es war etwas komisch, wir waren auch ein bisschen perplex", sagte Tobias Arlt (Königsee) lachend. Der Olympiasieger hatte mit seinem langjährigen Partner Tobias Wendl (Berchtesgaden) den Titel verteidigt: "Aber die Leute haben sich entschuldigt, das passt schon alles." Nach etwa 30 Sekunden fiel der Fehlgriff auf, und es wurde noch die richtige Hymne gespielt. "Ich habe mit dem lettischen Verbandspräsidenten gesprochen, denen war das furchtbar peinlich. Wir sehen das ein bisschen als Nostalgie", sagte Josef Fendt, der deutsche Präsident des Rodel-Weltverbandes (Fil). mehr

Skeleton

Jungk hält Rang drei in der Gesamtwertung

Skeleton-Pilot Axel Jungk hat seinen Debüt-Winter im Weltcup auf dem starken dritten Platz abgeschlossen. Beim Saisonfinale im russischen Sotschi reichte dazu ein sechster Rang. Gesamtsieger Martins Dukurs (Lettland) musste sich in der Olympiastadt dem Russen Alexander Tretjakow geschlagen geben, Yun Sungbin (Südkorea) belegte Rang drei. In ihrem jeweils ersten Weltcuprennen belegten Dominic Rady und Michael Zachrau die Plätze 14 und 15. Die beiden 20-Jährigen waren zum Saisonfinale für Christopher Grotheer und Kilian von Schleinitz  in den deutschen Kader gerückt, die zeitgleich bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Altenberg antraten. Grotheer holte dort zeitgleich mit dem Russen Nikita Tregubow den Titel. mehr

Supercup

Basketballer testen gegen Türkei, Lettland und Polen

Die deutschen Basketballer proben beim Supercup in Hamburg den Ernstfall: Für die wichtige Standortbestimmung mit Blick auf die Europameisterschaft im September (5. bis 20. September) hat sich der Deutsche Basketball Bund (DBB) mit der Türkei, Lettland und Polen starke Gegner eingeladen. Die 27. Ausgabe des Vierländerturniers wird vom 21. bis 23. August in der Inselparkhalle ausgetragen. "Der Supercup hat auch in diesem Jahr eine enorm hohe Bedeutung für uns. Zwei Wochen vor der Eurobasket testen wir gegen ganz starke Gegner, das ist eine ganz wichtige Standortbestimmung", sagte Bundestrainer Chris Fleming, der weiter auf eine EM-Teilnahme der NBA-Profis Dirk Nowitzki, Chris Kaman und Dennis Schröder hofft. "Ich habe mit allen gesprochen und sie sind sehr interessiert", sagte Fleming. Nun gelte es abzuwarten, wie lange die Saison der deutschen Stars in Nordamerika werde. Beim Turnier in Hamburg trifft Flemings Team am 21. August zunächst auf Lettland. Einen Tag später steht für die DBB-Auswahl ein Duell mit Polen an, ehe zum Abschluss mit den ambitionierten Türken der schwerste Gegner wartet. mehr

Basketball

Supercup erstmals in Hamburg

Der Basketball-Supercup findet in diesem Jahr erstmals in Hamburg statt. Gut zwei Wochen vor dem Auftakt der Europameisterschaft überprüft die Nationalmannschaft der Männer vom 21. bis 23. August in der Inselpark-Halle im Stadtteil Wilhelmsburg gegen Polen, die Türkei und Lettland ihre Form. "Zwei Wochen vor der EM testen wir gegen ganz starke Gegner. Das ist eine ganz wichtige Standortbestimmung", sagte Bundestrainer Chris Fleming am Dienstag in der Hansestadt. Vor der EM-Vorrunde, die die deutsche Mannschaft in Berlin spielen wird, will Fleming mit seiner stärksten Formation in der Hansestadt antreten. Sollten sich die NBA-Profis Dirk Nowitzki, Chris Kaman und Dennis Schröder dafür entscheiden, an der EM vom 5. bis 20. September teilzunehmen, würden sie auch in der 3500 Zuschauer fassenden Halle auf der Elbinsel spielen. Sämtliche Gruppenspiele der Nationalmannschaft bei der EM werden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bei ARD und ZDF übertragen. mehr

Thema

Lettland

Ein halbes Jahrhundert stand Lettland unter Sowjetherrschaft, bevor der kleine baltische Staat 1990 seine Unabhängigkeit erklärte, die 1991 umgesetzt wurde. Bis heute ist Russland jedoch ein wichtiger Handelspartner geblieben. Politisch hat sich das Zwei-Millionen-Einwohner-Land jedoch von seinem großen Nachbarn distanziert. Seit 2004 ist der mittlere der drei baltischen Staaten Mitglied der Europäischen Union. Zum Jahreswechsel übernimmt das kleine Land im Nordosten Europas erstmals die EU-Ratspräsidentschaft. In der ersten Hälfte 2015 führt Regierungschefin Laimdota Straujuma von Riga aus die Geschäfte der 28 EU-Mitgliedstaaten. Lettland, das die Präsidentschaft von Italien übernimmt, will dabei für ein "wettbewerbsfähiges, digitales und engagiertes Europa" eintreten.