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Lettland
Eishockey-WM 2017

Gastgeber Deutschland geht Kanada aus dem Weg

Gastgeber Deutschland bleibt bei der Eishockey-WM 2017 in der Vorrunde ein Duell mit Weltmeister Kanada erspart. Die Gegner des Teams von Bundestrainer Marco Sturm bei den Spielen der Gruppe A in Köln heißen Russland, USA, Schweden, Slowakei, Lettland, Dänemark und Italien. Das ergab die Auslosung am Dienstag. In der Gruppe B treten in Paris Co-Gastgeber Frankreich, Kanada, Vizeweltmeister Finnland, Tschechien, die Schweiz, Weißrussland, Norwegen und Slowenien gegeneinander an. Der Spielplan wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) war bei der gerade zu Ende gegangenen WM in Russland nach einer starken Turnierleistung im Viertelfinale am Gastgeber und Rekordweltmeister gescheitert (1:4). Im kommenden Jahr wollen die Organisatoren mindestens 600.000 Fans in die Arenen in Köln (18.500) und Paris (14.500) locken. "Die brauchen wir für das Budget, das ist unser Ziel", sagte DEB-Präsident Franz Reindl. mehr

Beachvolleyball

Böckermann/Flüggen im Finale der Antalya Open

Das Beachvolleyball-Duo Markus Böckermann/Lars Flüggen greift bei den Antalya Open nach seinem dritten Turniersieg auf der World Tour. Die beiden Hamburger bezwangen im Halbfinale die Griechen Kotsilianos/Nikos Zoupanis 2:0 (21:16, 21:17) und treffen im Endspiel am Sonntagnachmittag (15.45 Uhr) auf Aleksandrs Samoilovs/Janis Smedins (Lettland) oder Grzegorz Fijalek/Mariusz Prudel (Polen). "Mein Knie fühlt sich gut an, es ist großartig, dass wir es ins Finale geschafft haben", sagte Flüggen, der jüngst nach einer Knie-OP fünf Wochen pausieren musste. Das Duo sammelte in der Türkei wertvolle Punkte im Kampf um die Olympia-Qualifikation. Mit 4610 Zählern liegen die beiden 200 Punkte vor den ebenfalls noch auf ein Rio-Ticket hoffenden Berlinern Jonathan Erdmann/Kay Matysik, ein Finalsieg würde ihnen 50 weitere Punkte einbringen. Erdmann/Matysik waren im Viertelfinale gegen Kotsilianos/Zoupanis (0:2) ausgeschieden und beendeten das Turnier damit auf Rang fünf. Vier für die Olympia-Wertung relevante Wettbewerbe stehen noch aus. Am Samstag hatten Laura Ludwig/Kira Walkenhorst mit ihrem vierten Turniersieg auf der Tour ihr Olympia-Ticket gebucht. Das Duo aus Hamburg gewann im Endspiel gegen Riika Lehtonen/Taru Lahti (Finnland) 2:0 (23:21, 21:16). Rang drei holten zum dritten Mal in dieser Saison Katrin Holtwick/Ilka Semmler, sie halten das Rennen um das zweite Rio-Ticket spannend. Die Essenerinnen, die im Halbfinale 0:2 gegen Ludwig/Walkenhorst verloren hatten, besiegten im kleinen Finale Ana Gallay/Georgina Klug (Argentinien) mit 2:0 (21:18, 21:16) und verkürzten den Rückstand im Olympia-Ranking auf Karla Borger/Britta Büthe (Stuttgart), die im Viertelfinale gegen Lehtonen/Lahti knapp mit 1:2 (21:16, 21:23, 14:16) unterlagen, auf 150 Punkte. mehr

Thema

Lettland

Ein halbes Jahrhundert stand Lettland unter Sowjetherrschaft, bevor der kleine baltische Staat 1990 seine Unabhängigkeit erklärte, die 1991 umgesetzt wurde. Bis heute ist Russland jedoch ein wichtiger Handelspartner geblieben. Politisch hat sich das Zwei-Millionen-Einwohner-Land jedoch von seinem großen Nachbarn distanziert. Seit 2004 ist der mittlere der drei baltischen Staaten Mitglied der Europäischen Union. Zum Jahreswechsel übernimmt das kleine Land im Nordosten Europas erstmals die EU-Ratspräsidentschaft. In der ersten Hälfte 2015 führt Regierungschefin Laimdota Straujuma von Riga aus die Geschäfte der 28 EU-Mitgliedstaaten. Lettland, das die Präsidentschaft von Italien übernimmt, will dabei für ein "wettbewerbsfähiges, digitales und engagiertes Europa" eintreten.