Liu Xiaobo gestorben - News zum Friedensnobelpreis-Träger aus China
Liu Xiaobo gestorben - News zum Friedensnobelpreis-Träger aus China FOTO: ap
Liu Xiaobo
Persönlich

Liu Xia . . . ist spurlos verschwunden

Wenn die ungeliebte Pflicht rief, dann brauchte sie zumindest zweierlei: Men- tholzigaretten und eine Tasse Tee. So gestaltete Liu Xia die Pressegespräche mit Journalisten - am liebsten in Peking, im Teehaus ihres Wohnviertels. An diesem Lieblingsort fiel vor sieben Jahren auch einer ihrer berühmtesten Sätze: "Ich wollte nie etwas mit Politik zu tun haben, jetzt mache ich nichts anderes!", sagte Liu Xia damals, wenige Tage bevor ihr Ehemann Liu Xiaobo den Friedensnobelpreis erhielt. mehr

Peking

Deutsche Ärzte sollen Liu Xiaobo helfen

Der Gesundheitszustand des in China unter Arrest stehenden Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo hat sich nach Angaben seiner Ärzte und Freunde verschlechtert. Seine Familie wurde informiert, rund um die Uhr im Krankenhaus bereitzustehen, schrieb Wu Yangwei, ein Freund Lius, auf Twitter. Der 61 Jahre alte Bürgerrechtler leidet unter Leberkrebs im Endstadium und wurde aus dem Gefängnis ins Krankenhaus der nordostchinesischen Stadt Shenyang verlegt. Am Mittwoch hatte die Staatsführung mitgeteilt, führende Leberkrebs-Experten aus Deutschland und den USA eingeladen zu haben, um sich dem Ärzte-Team Lius anzuschließen. Ihm war "Bewährung aus medizinischen Gründen" gewährt worden. China lehnt jedoch eine Ausreise des Schwerkranken mit seiner Frau für eine Klinikbehandlung im Ausland ab. mehr