Marcel Reich-Ranicki
Berlin

Wohlwollen für "Literarisches Quartett"

Die Neuauflage des ZDF-Klassikers "Literarisches Quartett" hat bei Fernsehkritikern relativ viel Wohlwollen gefunden. "Das Spiel ist ganz das Alte geblieben, und es läuft", urteilte "Spiegel Online" am Samstag. "Es macht streckenweise großen Spaß, den vier Juroren bei ihrem Gehakel zuzusehen (...)", meinte die "Süddeutsche Zeitung". Die "Neue Zürcher Zeitung" fand die am Freitagabend ausgestrahlte Aufzeichnung hingegen "furchterregend brav, erbarmungslos langweilig und umwerfend humorlos". Das "Literarische Quartett" ist nach fast 14 Jahren Pause wieder zu sehen. Am Freitag schalteten um 23 Uhr 1,07 Millionen Literaturfreunde ein (6,8 Prozent). mehr

Kolumne Neu In Der Stadtbibliothek

Die Lebensgeschichte Marcel Reich-Ranickis

Wer die 1999 erschienene Autobiographie des bedeutendsten Literaturkritikers nach dem Zweiten Weltkrieg ("Mein Leben") gelesen oder deren eindrucksvolle Verfilmung im deutschen Fernsehen gesehen hat, der mag die heutige Buch-Empfehlung überspringen. Wer aber beides nicht gelesen oder gesehen hat, dem sei die jetzt erschienene Neuauflage der Reich-Ranicki-Biographie Uwe Wittstocks, die durchgreifend aktualisiert und erweitert wurde, nachdrücklich empfohlen. Denn das Leben des 1920 in Polen geborenen und im September 2013 in Frankfurt verstorbenen "Kritiker-Papstes" ist so dramatisch wie exemplarisch - und es ist allemal wert, im Detail nachgelesen zu werden. mehr