Mazedonien
Nach Buhrufen der Fans

Israels Kapitän Zahavi tritt ab

Die israelische Nationalmannschaft muss nach einer heftigen Kontroverse künftig ohne ihren bisherigen Kapitän Eran Zahavi auskommen. Der 30-Jährige erklärte einen Tag vor dem WM-Qualifikationsspiel in Italien (Dienstag, 20.45 Uhr/Live-Ticker) seinen Rücktritt aus der Landesauswahl. Auslöser waren Buhrufe der israelischen Fans während der Heim-Niederlage am Samstag in Haifa gegen Mazedonien (0:1) gewesen. Als Reaktion auf diese Unmutsbekundungen warf Zahavi wütend seine Kapitänsbinde auf den Boden, der nationale Verband reagierte darauf wiederum mit der vorläufigen Suspendierung des 39-maligen Nationalspielers. Zahavi will nun aber gar nicht mehr für sein Land auflaufen. "Ich ertrage es nicht mehr", sagte er der israelischen Zeitung Yedioth Ahronoth: "Unser Land weiß nicht, wie es seine besten Sportler behandelt, daher trete ich lieber zurück. Ich finde es unglaublich, dass die Fans ihre Mannschaft ausbuhen. Ich wollte auf dem Platz nicht so heftig reagieren, aber es ist passiert." Israels Sportministerin Miri Regev warf Zahavi vor, auf den "Werten, die wir unserer Jugend beibringen wollen, herumgetrampelt" zu haben. Zahavi, der für Guangzhou R&F in China aktiv ist, war zweimal Israels Fußballer des Jahres und dreimal Torschützenkönig der heimischen Liga gewesen. mehr

"Nicht in der Favoritenrolle"

Füchse stapeln vor Klub-WM tief

Auch als zweimaliger Sieger sieht sich Handball-Bundesligist Füchse Berlin für die am Freitag in Katars Hauptstadt Doha startende Klub-Weltmeisterschaft nicht als Favorit. "Das wäre vermessen. Wir wissen die Erfolge einzuordnen", sagte Manager Bob Hanning. Er will bewusst keinen Druck aufbauen. "Damit sind wir in den letzten Jahren gut gefahren", begründete er. Besonders mit Champions-League-Sieger Vardar Skopje aus Mazedonien und dem FC Barcelona wartet beim so genannten IHF Super Globe harte Konkurrenz. Die Füchse starten am Freitag (16.00 Uhr) gegen Esporte Clube Pinheiros. "Die Brasilianer haben gezeigt, dass sie in den letzten Jahren aufgeholt haben", warnt der Sportliche Leiter Volker Zerbe. Aber zwei Spiele in zwei Tagen bereiten den Füchse-Verantwortlichen Kopfzerbrechen. "Für uns ist das bei dieser Personaldecke ein Problem", sagte Zerbe. Denn mit Nationalspieler Paul Drux (Knieprobleme) und Linksaußen Bjarki Elisson (Muskelbündelriss) sind zwei Profis daheim geblieben. Zudem waren zuletzt Spielmacher Petar Nenadic, Steffen Fäth und Fabian Wiede angeschlagen. mehr

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