Melbourne
Tennis

Nadal lässt Rotterdam aus

Australian-Open-Finalist Rafael Nadal gönnt seinem Körper nach den jüngsten Strapazen eine längere Pause. Nach seiner Endspielniederlage in Melbourne gegen den Schweizer Roger Federer lässt der 30-Jährige das ATP-Turnier in Rotterdam (ab 13. Februar) aus. Zuvor hatte Nadal bereits seine Teilnahme an der Erstrundenpartie der Spanier im Davis Cup gegen Kroatien (3:2) abgesagt. "Es tut mir leid, dass ich nicht imstande sein werde zu spielen, aber die Australian Open haben viel Kraft gekostet", sagte Nadal. In der Vergangenheit hatte er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Im Vorjahr plagte ihn unter anderem eine langwierige Blessur am Handgelenk, die ihn die Wimbledon-Teilnahme kostete. "Meine Ärzte bestehen darauf, dass ich es ruhig angehe und mich genügend ausruhe, bevor ich wieder spiele, um neue Verletzungen zu vermeiden", sagte Nadal. Der neunmalige French-Open-Sieger soll beim Sandplatzturnier im mexikanischen Acapulco (ab 27. Februar) wieder antreten können. mehr

Davis Cup

Frankreich und Australien weiter – Argentinien verkürzt

Das argentinische Tennis-Team hat in der ersten Runde des Davis Cups gegen Italien auf 1:2 verkürzt. Carlos Berlocq und Leonardo Mayer gewannen am Samstag in Buenos Aires für den Titelverteidiger das Doppel gegen Simone Bolelli und Fabio Fognini in einer dramatischen Partie mit 6:3, 6:3, 4:6, 2:6, 7:6 (9:7). Nach 4:08 Stunden verwandelten die Argentinier, die auf ihren Topspieler Juan Martin del Potro verzichten müssen, ihren sechsten Matchball. Der Gewinner des Duells trifft im Viertelfinale auf den Sieger der Begegnung Deutschland gegen Belgien. Dort liegt das deutsche Team nach dem zweiten Tag mit 1:2 zurück. Frankreich, Australien und Serbien haben dagegen schon vor den abschließenden Einzeln am Sonntag das Viertelfinale erreicht. mehr

Leichtathletik

Bolt führt Mixed-Staffel zum Sieg

7000 Zuschauer kamen am Samstag zur Premiere ins Lakeside Stadion in Melbourne, um den größten Leichtathleten der Gegenwart zu sehen - und kamen auf ihre Kosten. Der Jamaikaner Usain Bolt, Kapitän seiner "Bolt Allstars", führte im neuen Wettbewerb "Nitro Athletics" unter großem Jubel eine Mixed-Staffel zum Sieg. "Das hat eine Menge Spaß gemacht, es war ein guter Start", sagte der nach dem Entzug der Staffel-Goldmedaille von Peking 2008 nunmehr achtmalige Olympiasieger. Bolt, der in Australien seine Abschiedstournee beginnt, war an Position zwei nach seinem Landsmann Asafa Powell gelaufen. Der neue Teamwettbewerb soll laut der Veranstalter nicht weniger als der Beginn einer "neuen Ära" in der Leichtathletik sein. Dabei treten die "Bolt Allstars" gegen England, Australien, China, Japan, und Neuseeland an. Jede Mannschaft besteht aus jeweils zwölf Frauen und Männern. In den Kategorien "Teamwork, Kraft, Technik und Ausdauer" kämpfen Bolt und Co. am Samstag, Donnerstag (9. Februar) und im Finale nächste Woche (11. Februar) um Punkte. Das Besondere: Neben traditionellen Disziplinen stehen auch komplett neue Wettbewerbe auf dem Programm. Es gibt Hürden- und Medley-Staffeln, ein Meilen-Rennen, in dem jede Runde der Letzte ausscheidet, oder Zielwurf mit dem Speer. Aber es geht auch um Strategie und Taktik, so kann beispielsweise der Teamkapitän ein "Power Play" wählen, dann verdoppelt sich in dieser Disziplin die erreichte Punktzahl, für Fehlstarts werden Zähler abgezogen, außerdem tragen die Athleten Mikrofone. mehr