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Hintergründe unklar

Erneut Menschenrechtler in Kolumbien ermordet

In Kolumbien ist erneut ein Menschenrechtler getötet worden. Wie die Tageszeitung "El Tiempo" am Montag (Onlineausgabe) berichtete, drangen unbekannte Bewaffnete am frühen Montagmorgen in die Wohnung des Opfers in Puerto Asis in der Unruheregion Putumayo ein und gaben mehrere Schüsse auf den Menschenrechtler ab. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen 48-jährigen Mann, der sich für die sozialen Belange in der Gemeinde eingesetzt hatte. In der Region sind nach kolumbianischen Medienberichten abtrünnige Kämpfer der inzwischen entwaffneten Guerilla-Organisation FARC ebenso präsent wie Armee-Einheiten und bewaffnete paramilitärische Banden. Wer für das Attentat verantwortlich ist, ist bislang nicht bekannt. In Kolumbien kamen seit der Unterzeichnung des Friedensvertrags mit der FARC Ende vergangenen Jahres mehr als 100 Menschenrechtler bei Attentaten ums Leben. mehr

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Es wirkt doch schon wirklich unfreiwillig komisch, wenn Menschen wie US-Präsident Donald Trump und sein philippinischer Kollege Rodrigo Duterte über die Bedeutung von Menschenrechten sprechen. "Die Menschenrechte und die Würde des menschlichen Lebens sind essenziell", betonten sie gestern in einer gemeinsamen Erklärung in Manila. Diese Mahnung könnten die beiden ruhig auch öfters auf sich selbst beziehen: Der US-Präsident beleidigt auf Twitter gerne mal politische Gegner, die er nicht mag und die ihm Paroli bieten. Sein Kollege Duterte lässt Drogenhändler und -konsumenten auf offener Straße erschießen. Laut Schätzungen bislang 13.000 Menschen. Von einem vorherigen Gerichtsverfahren ganz zu schweigen. Dann müsste er sich ja an die Menschenrechte halten. se mehr