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Mexiko
Düsseldorf

Düsseldorfs Daimler-Mitarbeiter fürchten Jobabbau

Im Mercedes-Werk in Düsseldorf könnte es erstmals zu einem Stellenabbau kommen. Der Autobauer prüfe derzeit, Transporter vom Typ Sprinter für den US-Markt in Übersee statt in NRW produzieren zu lassen, heißt es aus dem Betriebsrat. "Bei uns herrscht deshalb die Befürchtung, etliche hundert Arbeitsplätze könnten wegfallen", sagte ein Mitglied der Arbeitnehmervertretung in Düsseldorf. Zurzeit ist jedes achte Fahrzeug aus der Produktion in Düsseldorf für die USA beziehungsweise Kanada oder Mexiko bestimmt. Der Markt wächst überproportional. "Die USA sind mittlerweile nach Deutschland der zweitgrößte Absatzmarkt für unsere Sprinter. Grundsätzlich geht es uns darum, die Position des Sprinters auch in wichtigen Wachstumsmärkten weiter auszubauen", sagte Werksleiter Martin Kelterer im Gespräch mit unserer Zeitung. Gleichzeitig ist der Import von Nutzfahrzeugen in die USA schwierig, da das Land eine 25-prozentige Einfuhrsteuer erhebt. Damit dieser Schutzzoll umgangen werden kann, werden die Fahrzeuge nach dem Bau in Düsseldorf demontiert und in den USA wieder zusammengebaut, was kostspielig ist. Im vergangenen Jahr wurden ungefähr 23 000 Fahrzeuge nach Nordamerika geliefert. mehr

Mexiko

Luftwaffe fliegt Touristen aus Hurrikan-Region aus

Nach dem Durchzug des Hurrikans "Odile" im Westen Mexikos richten die Streitkräfte eine Luftbrücke für 30.000 gestrandete Touristen ein. Flugzeuge der Luftwaffe und der Marine sollen die Urlauber ab Dienstag aus San José del Cabo in der Region Baja California Sur ausfliegen, wie die Behörden am Montag (Ortszeit) mitteilten. Gebracht werden sollen sie nach Tijuana an der US-Grenze und Mazatlán im Bundesstaat Sinaloa. "Odile" war der schwerste Sturm der vergangenen Jahre in der Region. Wegen des langen Wochenendes vor dem mexikanischen Nationalfeiertag am Dienstag waren viele Touristen in der Region. Mit der Luftbrücke sollen die 26.000 ausländischen und 4000 mexikanischen Urlauber nun schnell in Sicherheit gebracht werden.   mehr

Drei Niederlagen

Deutsche Ringer vor WM-Aus

Drei deutsche Ringer stehen am fünften Tag der Weltmeisterschaften in Taschkent/Usbekistan nach Niederlagen vor dem Aus. Zwar gewann Nadine Weinauge (Furtwangen) in der Klasse bis 63 kg ihren ersten Kampf gegen Wendy Martinez (Mexiko) mit 7:3, das Achtelfinal-Duell mit der Polin Monika Michalik verlor sie aber 0:3. Weinauge darf damit nur dann in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen, wenn Michalik das Finale erreicht. Gleiches gilt für Florian Neumaier (Mühlenbach), der im griechisch-römischen Stil in der Klasse bis 75 kg gegen Laszlo Szabo (Ungarn) 0:4 verlor, sowie Ramsin Azizsir (Hof). Letzterer musste sich in der Klasse bis 85 kg Vizeweltmeister Saman Tahmasebi (Aberbaidschan) 2:3 geschlagen geben. "In dem Kampf gegen Tahmasebi hat Ramsin dennoch bewiesen, dass er vom Leistungsvermögen her in der Spitze angekommen ist", sagte Jannis Zamanduridis, Sportdirektor des Deutsche Ringer-Bundes (DRB). mehr

WM-Achtelfinalisten

Mexiko und Chile trennen sich torlos

Die beiden WM-Achtelfinalisten Mexiko und Chile haben sich in ihrem ersten Länderspiel nach der Endrunde in Brasilien torlos getrennt. Vor 67 175 Zuschauern im ausverkauften Levi's Stadium, der neuen Heimat des Football-Teams San Francisco 49ers besaßen die Mexikaner am Samstag (Ortszeit) die besseren Torchancen, konnten aber den chilenischen Keeper Claudio Bravo nicht überwinden. Die Chilenen, die im WM-Achtelfinale im Elfmeterschießen an Gastgeber Brasilien gescheitert waren, traten mit ihren WM-Spielern an. Der mexikanische Trainer Miguel Herrera nahm dagegen große Änderungen vor und beließ in seinem Kader nur noch zehn Akteure, die auch in Brasilien dabei waren. Die Lateinamerikaner waren bei der WM unglücklich an den Niederlanden gescheitert (1:2). In einem weiteren Länderspiel kam Ecuador zu einem 4:0 gegen Bolivien in Fort Lauderdale. Es war das erste Spiel unter Interimscoach Sixto Vizuete, nachdem Reinaldo Rueda nach dem WM-Aus in der Vorrunde aufgehört hatte. mehr

Ex-Weltfußballer

Ronaldinho wechselt nach Mexiko zum FC Querétaro

Der frühere Weltfußballer Ronaldinho wechselt nach Mexiko zum FC Querétaro. Das teilte der Verein am Freitag (Ortszeit) auf seiner Internetseite mit. Der 34 Jahre alte ehemalige brasilianische Nationalspieler hatte Ende Juli seinen Vertrag bei Atlético Mineiro vorzeitig beendet und war zuletzt mit verschiedenen Clubs in Verbindung gebracht worden. Spekuliert wurde unter anderem über einen Wechsel in die neu gegründete Indian Super League (ISL). Über die finanziellen Konditionen des Transfers machte der Tabellen-Achte der ersten mexikanischen Liga keine Angaben. Ronaldinho spielte in Europa für den FC Barcelona und AC Mailand, kerte 2011 nach Brasilien zurück und wechselte 2012 von Flamengo (Rio) zu Atlético. Mit dem Club gewann er 2013 die Copa Libertadores, die südamerikanische Version der europäischen Champions League. Für die Fußball-WM 2010 in Südafrika und in diesem Jahr in Brasilien war der Weltmeister von 2002 und zweifache Weltfußballer (2004/2005) nicht berücksichtigt worden. mehr