Michail Saakaschwili
Georgien

Justiz erlässt Haftbefehl gegen Ex-Präsident Saakaschwili

Die georgische Justiz hat gegen den in den USA lebenden Ex-Präsidenten Michail Saakaschwili einen Haftbefehl wegen Amtsmissbrauchs erlassen. Das Stadtgericht in Tiflis gab in der Nacht zum Samstag einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt. Ermittler werfen Saakaschwili sowie weiteren Politikern vor, bei der blutigen Auflösung einer Oppositionskundgebung in der Hauptstadt 2007 ihre Befugnisse überschritten zu haben. Saakaschwili nannte die Vorwürfe in einer in New York aufgezeichneten Videobotschaft politisch motiviert. mehr

Georgien

Margwelaschwili als Präsident vereidigt

Der Philosoph und frühere Universitätsrektor Georgi Margwelaschwili ist am Sonntag als neuer Präsident Georgiens vereidigt worden. Der 44-Jährige folgt auf Michail Saakaschwili, der das Land fast zehn Jahre lang regiert und dabei an die USA und die Europäische Union angenähert hat. Margwelaschwili kündigte an, die Verbindungen zum Westen auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene weiter zu stärken. Kritiker bemängeln die geringe politische Erfahrung des neuen Präsidenten und werfen ihm vor, eine Marionette von Multimilliardär Bidsina Iwanischwili zu sein.  mehr

Tiflis

Georgiens Präsident zahlt Botox-Spritzen aus der Staatskasse

Finanzspritze einmal anders: Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hat sich angeblich Botox zur Verjüngung für Tausende Euro aus dem Budget der Südkaukasusrepublik injizieren lassen. Das sagte die Parlamentsabgeordnete Irina Imerlischwili von der Regierungskoalition "Georgischer Traum". Die Eingriffe in einer New Yorker Klinik im Februar 2009 und im September 2011 hätten insgesamt 11 400 US-Dollar gekostet. Der umstrittene Staatschef soll auch für mehr als 9000 Dollar aus dem Haushalt der verarmten Ex-Sowjetrepublik ein Aktbild gekauft haben. Michail Saakaschwili steht bereits wegen seines Luxuslebens mit Schlankheitskuren in Österreich und Sausen in Dubai in der Kritik. mehr

Nach Boykottdrohung

Georgien nimmt doch an Olympia 2014 teil

Nach Boykottdrohungen wegen eines scharfen Streits mit Russland lässt Georgien seine Athleten nun doch bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi antreten. Das Nationale Olympische Komitee (NOK) der Südkaukasusrepublik habe einstimmig für eine Teilnahme an den Spielen im russischen Schwarzmeerort gestimmt, berichteten Medien am Donnerstag. NOK-Chef Leri Chabelow sagte, er sei froh, dass die bereits laufenden Vorbereitungen der Athleten auf Sotschi nicht vergeblich seien. Georgien hatte die diplomatischen Beziehungen mit Russland nach einem blutigen Krieg um die von Tiflis abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien im August 2008 abgebrochen. Auch deshalb drohte Präsident Michail Saakaschwili immer wieder mit einem Boykott der Spiele im nahe gelegenen Sotschi. Seit dem Sieg seines Widersachers Bidsina Iwanischwili bei der Parlamentswahl im Herbst 2012 nähern sich Tiflis und Moskau aber langsam wieder an. mehr