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Michel Platini
Fifa-Generalsekretärin Samoura

Stehen "100 Prozent" zu Ethik-Chefs

Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura hat Informationen zurückgewiesen, dass die Spitze der Ethikkommission des Fußball-Weltverbands abgelöst werden soll. Sie stehe "zu 100 Prozent" zum Schweizer Cornel Borbely und dem deutschen Top-Juristen Hans-Joachim Eckert, sagte die Senegalesin dem Schweizer "Tagesanzeiger" (Sonntag). "Ich verstehe nicht, wie solche Gerüchte entstehen können. Uns wurde vorgeworfen, wir hätten die Leute des Ethikkomitees nicht an den kommenden Fifa-Kongress eingeladen. Nur: Wir haben noch gar keine Einladungen verschickt." Aus Insiderkreisen hieß es zuletzt, dass die Führung der Ethikkammern beim nächsten Kongress im Mai in Bahrain ausgetauscht werden könnte. Die Kommission hatte in den vergangenen Jahren gegen über 60 Fifa-Funktionäre ermittelt und unter anderen den ehemaligen Verbandschef Joseph Blatter sowie den früheren Uefa-Boss Michel Platini zu mehrjährigen Sperren verurteilt. Intern soll Fifa-Präsident Gianni Infantino sich und seine Council-Kollegen als "Geiseln" der Kontrollgremien bezeichnet haben, was er öffentlich bestreitet. mehr

Fußball in Frankreich

Frankreich trauert um Fußball-Idol Kopa

Der französische Fußball trauert um sein Idol Raymond Kopa. Der "Napoleon des Fußballs" starb am Freitag im Alter von 85 Jahren nach langer Krankheit in einem Krankenhaus. Das teilte seine Familie mit. Kopa gilt neben Michel Platini und Zinedine Zidane als einer der größten Fußballer Frankreichs. Mit Real Madrid gewann er dreimal in Folge (1957 bis 1959) den Europacup der Landesmeister. Mit Frankreich nahm er 1954 in der Schweiz und vier Jahre später in Schweden an Weltmeisterschaften teil. Bei der WM 1958 wurde der schnelle und trickreiche Offensivspieler als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. 1956 wechselte er von Stade Reims nach einer Niederlage im Europacup-Endspiel gegen Real Madrid zu den Königlichen nach Spanien. "Ich war der erste französische Spieler, der das Land verlassen hat. Viele Leute dachten, ich sei ein Verräter", sagte Kopa damals.Die Franzosen verziehen ihm und verehrten ihn, sie liebten sein leichtfüßiges Spiel. "Fußball ein Beruf? Nein! Sobald ich das Spielfeld betrete, amüsiere ich mich und werde noch dafür bezahlt", sagte Kopa. mehr