Monte Carlo
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Weiter Sperre für Russlands Leichtathleten

Russlands Leichtathleten bleiben weiter für internationale Wettkämpfe gesperrt. Dies entschied das Council des Weltverbandes IAAF in Monte Carlo. Der nationale Verband des Landes wurde im November 2015 nach Aufdeckung von systematischem Doping in Russland suspendiert und ein Jahr danach von den Olympischen Spielen in Rio ausgeschlossen. Ausschlaggebend für die Verlängerung des Banns wegen systematischen Dopings ist, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur die Suspendierung der russischen Kontroll-Agentur Rusada nicht aufgehoben hat. Am 5. Dezember entscheidet das Internationale Olympische Komitee über einen Ausschluss Russlands von den Winterspielen im Februar in Pyeongchang. mehr

Gala in Monte Carlo

Barshim und Thiam Welt-Leichtathleten des Jahres

Hochsprung-Weltmeister Mutaz Essa Barshim aus Katar und Siebenkampf-Weltmeisterin Nafissatou Thiam aus Belgien sind die Welt-Leichtathleten des Jahres. Auf der Gala des Weltverbandes am Freitagabend in Monte Carlo wurden die beiden Sieger von London jeweils als erste Vertreter ihrer Länder ausgezeichnet. Nachdem 2,43-m-Springer Barshim den Preis von IAAF-Präsident Sebastian Coe und Prinz Albert von Monaco erhalten hatte, sagte der 26-Jährige: "Ich bin so stolz. Das ist ein Moment der Ehre." Der Katarer ist der erste Hochspringer, der sich in dieser Wahl durchgesetzt hat. Olympiasiegerin Thiam (Bestleistung 7013 Punkte) erklärte speziell an junge Athleten: "Macht euer eigenes Ding, hört nicht so viel auf andere. Habt Spaß und ihr werdet eure Ziele erreichen." Nicht zur Wahl hatte Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter (24) gestanden. Der Offenburger hatte bei der am 16. Oktober beendeten Wahl unter IAAF-Funktionären und Fans nicht genügend Stimmen erhalten. Im vergangenen Monat war der Speerwerfer, der in diesem Jahr mit seinem deutschen Rekord (94,44 m) und WM-Gold in London auftrumpfte, noch zu Europas Leichtathlet des Jahres gekürt worden. Den Präsidenten-Award für seine Verdienste um den Sprint erhielt der in diesem Jahr zurückgetretene achtmalige Olympiasieger Usain Bolt, der selbst sechsmal Welt-Leichtathlet war. Der 31 Jahre alte Jamaikaner, Vorgänger von Barshim, erklärte über Twitter: "Diese wunderbare Auszeichnung bedeutet die Welt für mich. Sie zeigt der jüngeren Generation, dass mit harter Arbeit und Hingabe alles möglich ist." mehr

Neues Quali-System

Leichtathletik führt Weltrangliste ein

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF reformiert mit Blick auf die Weltmeisterschaften 2019 und die Olympischen Spiele 2020 sein Qualifikationssystem. Ähnlich zum Tennis wird ab der kommenden Saison eine Weltrangliste eingeführt, die über die Teilnahmeberechtigung an den globalen Großereignissen entscheiden soll. Details über das Punktesystem sowie die Wertigkeiten von Wettkämpfen wie der Diamond League oder nationalen Meetings sollen Anfang 2018 vorgestellt werden. Bisher wurden die Athleten von den nationalen Verbänden wie dem DLV auf Grundlage von zuvor bestimmten Nominierungsrichtlinien für eine Weltmeisterschaft zugelassen. Dabei sollten die Athleten nominiert werden, die Aussicht auf die bestmögliche Platzierung hatten - ausschlaggebend war dabei oft die beste Saisonleistung. Besonders für Länder wie die USA oder Jamaika, die bisher auf ein "Trial-System" setzten, könnte die neue Weltrangliste eine kleine Revolution bedeuten. Dort war es bisher so, dass die ersten Drei der nationalen Meisterschaften sich für eine WM qualifizierten, vorausgesetzt sie erfüllten die internationale Norm. Leistungen und Ergebnisse vor den Trials spielten dabei keine Rolle. mehr