Monte Carlo
Leichtathletik-WM

Russland bleibt suspendiert

Die Suspendierung des russischen Leichtathletik-Verbandes (RUSAF) wird nicht vor den Weltmeisterschaften im August in London aufgehoben. Dies teilte der Weltverband IAAF am Montagabend nach einer Councilsitzung in Monte Carlo mit. Die Aufhebung des im November 2015 verhängten Banns gegen Russland wegen systematischen Dopings hänge davon ab, wann die Nationale Anti-Doping-Agentur des Landes (RUSADA) wieder unabhängig und korrekt arbeiten werde. "Die RUSADA soll bis Mai zum Teil wieder funktionsfähig sein, aber erst im November wieder voll arbeiten können", sagte Rune Andersen, der Leiter der IAAF-Task-Force. In Russland seien seit der Aufdeckung des umfassenden Dopings zwar Fortschritte gemacht worden, aber es müssten noch einige "Meilensteine" erreicht werden. Die IAAF will aber russische Athleten, die den Nachweis von unabhängigen Doping-Tests in den vergangenen Monaten erbringen können, zumindest unter neutraler Fahne bei internationalen Titelkämpfen an den Start gehen lassen. 33 russischen Leichtathleten sollen bereits den Antrag zur Zulassung für die Europameisterschaften im März in Belgrad gestellt haben. Ohne jegliche Einschränkungen dürfen ab sofort russische U15-Leichtathleten wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen. mehr

Motorsport

Weltmeister Ogier übernimmt Führung bei Rallye Monte Carlo

Titelverteidiger Sébastien Ogier (Frankreich/Ford) hat am dritten Tag der Rallye Monte Carlo die Führung übernommen. Nach 13 Wertungsprüfungen lag der viermalige Weltmeister, der nach dem Rückzug von VW zur neuen Saison zum Privatteam M-Sport gewechselt war, beim ersten WM-Lauf 47,1 Sekunden vor seinem estnischen Markenkollegen Ott Tänak. Dritter war der finnische Toyota-Pilot Jari-Matti Latvala (2:20 Minuten zurück). Große Einbußen musste der bislang führende Belgier Thierry Neuville (Hyundai) hinnehmen, der nach einem Schaden bei der letzten Prüfung 32:04 Minuten verlor und auf Platz 15 zurückfiel. Am Sonntag beenden die letzten vier Wertungsprüfungen den WM-Lauf im Fürstentum, der zu Beginn vom Tod eines Zuschauers überschattet worden war. Während der ersten Wertungsprüfung war am Donnerstagabend der neuseeländische Fahrer Hayden Paddon (Hyundai) von der Strecke abgekommen und gegen eine Felswand geprallt. Dabei wurde ein Fan so schwer verletzt, dass er in einem Krankenhaus in Nizza starb. Das Auto von Paddon wurde aus dem Wettbewerb genommen. mehr

Rallye Monte Carlo

Neuville behauptet die Führung

Der Belgier Thierry Neuville hat seine Führung bei der Rallye Monte Carlo am zweiten Tag behauptet. Nach der achten Wertungsprüfung des ersten WM-Laufes, der vom Tod eines Zuschauers überschattet wird, liegt der Hyundai-Pilot 45,1 Sekunden vor Weltmeister Sébastien Ogier. Der Franzose ist nach dem Rückzug von Volkswagen erstmals im Ford am Start. Nur 0,3 Sekunden dahinter folgt Ott Tänak aus Estland (Ford). Während der ersten Wertungsprüfung war am Donnerstagabend der neuseeländische Fahrer Hayden Paddon (Hyundai) von der Strecke abgekommen und gegen eine Felswand geprallt. Dabei wurde ein Fan so schwer verletzt, dass er in einem Krankenhaus in Nizza starb. Das Auto von Paddon wurde aus dem Wettbewerb genommen. Die traditionsreiche Rallye Monte Carlo wird am Samstag mit fünf weiteren von insgesamt 17 Wertungsprüfungen fortgesetzt. mehr

Leichtathletik

IAAF-Reformen für Prezelj existenziell wichtig

Für den Athletensprecher des Leichtathletik- Weltverbandes IAAF sind die geplanten umfangreichen Reformen existenziell für die Zukunft. "Wir können nicht die Nummer eins im Sport in der Welt werden, wenn wir die Reformen nicht machen", sagte Rozle Prezelj am Samstag zu Beginn des IAAF-Sonderkongresses in Monte Carlo. "Heute ist der Tag, an dem ohne Eigeninteressen das getan werden muss, was richtig und für die sauberen Athleten wichtig ist", forderte der Slowene. Die IAAF will eine Reform-Satzung mit einer neuen Verbandsstruktur verabschieden. Damit sollen Machtmissbrauch und Betrug verhindert werden. Der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack hatte sich mutmaßlich unter anderem durch die Vertuschung von Doping-Proben finanziell bereichert. Erschüttert hatte den Weltverband zudem der Skandal um systematisches Doping in Russland, der zur Suspendierung des Landes und zum Ausschluss von den Olympischen Spielen in Rio führte. mehr