Nairobi
Olympia

Kenias Chef de Mission weist Diebstähle von 230.000 Euro zurück

Kenias Chef de Mission für die Olympischen Spiele hat den Diebstahl von rund 230 000 Euro bestritten. Stephen Arap Soi wies am Mittwoch die Anklage in allen fünf Punkten vor einem Gericht in der Hauptstadt Nairobi zurück, wie örtliche Medien berichteten. Die Staatsanwaltschaft wirft Soi vor, auf dem Weg von Nairobi zu den Spielen in Rio de Janeiro die Ausfuhr von mehr als 23 Millionen Kenianische Schilling (mehr als 200.000 Euro) nicht deklariert zu haben. Zudem soll er umgerechnet rund 16.000 Euro aus der Kasse des Kenianischen Olympischen Komitees (Nock) entwendet zu haben, die eigentlich für die Unterkunft der kenianischen Athleten in Rio vorgesehen waren. Zwei weitere hochrangige Funktionäre mussten sich ebenfalls vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, die von der Sportmarke Nike gestifteten Sportausrüstungen nicht in den Lagerbestand aufgenommen zu haben. Die nächste Anhörung soll am 24. Oktober stattfinden. mehr

Kenias Olympiachef

Keino gerät immer mehr unter Druck

Kenias Laufsport-Ikone Kipchoge Keino gerät als Präsident des Nationalen Olympischen Komitees seines Landes NOCK immer mehr unter Druck. Die Anschuldigungen gegen vier seiner Stellvertreter wegen angeblicher Misswirtschaft machen auch dem zweimaligen Olympiasieger zu schaffen. Drei seiner engsten Mitarbeiter einschließlich Generalsekretär Francis Paul mussten sich in dieser Woche vor Gericht verantworten. Kenias Teamchef Stephen Soi steht dieser Gang noch bevor. Es geht um Amtsmissbrauch und Diebstahl. Athleten soll Sportbekleidung vorenthalten und entwendet worden sein. Der 75 Jahre alte Keino selbst soll noch nicht verhört worden sein, er habe bislang eine polizeiliche Vorladung ignoriert, hieß es. "Kip Keino mag nicht speziell in die dunklen Geschäfte seiner Stellvertreter involviert gewesen sein, aber er ist umgeben von Menschen, die sein Büro für persönliche Bereicherung genutzt haben", zitierte die Nachrichtenagentur AFP einen langjährigen Mitarbeiter von Keino. Seit den Spielen in Rio ist die olympische Führung Kenias in die Kritik geraten. In der vergangenen Woche hatte Sportminister Hassan Wario die Auflösung des NOCK verkündet. Das Büro des NOCK wurde von der Polizei geschlossen. mehr

Verdacht der Doping-Beihilfe

Kenianischer Leichtathletik-Funktionär festgenommen

Der wegen des Verdachts der Beihilfe zum Doping von den Olympischen Spielen abgezogene kenianische Leichtathletik-Funktionär Michael Rotich ist bei seiner Rückkehr am Flughafen in Nairobi festgenommen worden. Der ehemalige Delegationsleiter der Leichtathleten soll auf Anordnung des Gerichts für die kommenden sieben Tagen inhaftiert werden, die Ermittlungen gegen ihn leitet die Anti-Drogen-Abteilung der kenianischen Polizei. In einem Beitrag der ARD-Dopingredaktion und der Sunday Times bot Rotich vor versteckter Kamera an, den Zeitpunkt von Kontrollen an betroffene Sportler zu verraten. Für die Vorwarnungen verlangte er einen Betrag von 10.000 Pfund (gut 15.000 Euro). Nach der Ausstrahlung hatte ihn der kenianische Leichtathletik-Verband AK von den Olympischen Spielen zurückgezogen. mehr