NS-Raubkunst
München/Salzburg

Cornelius Gurlitt lieh Bilder 1954 nach Essen aus

Nach dem Fund weiterer Bilder des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt in seinem Haus in Salzburg gibt es offenbar keine weiteren Anfragen möglicher Erben von NS-Raubkunst. Das sagte sein Sprecher: "Es waren Bilder, die im besseren und welche, die in schlechterem Zustand waren." Die "Süddeutsche Zeitung" und die "FAZ" berichten von einer Ausstellung im Museum Folkwang in Essen im Jahr 1954: Gurlitts Vater Hildebrand Gurlitt, einer der Kunsthändler Adolf Hitlers, hatte demnach Werke von Monet, Gauguin oder Renoir an das Museum ausgeliehen. mehr

Berlin

NS-Raubkunst: Mittel verdoppeln und Suche bündeln

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) will zum Auftakt ihrer Amtszeit ein Zeichen setzen und ein Zentrum für die Suche nach NS-Raubkunst schaffen. Die Bundesmittel sollen verdoppelt werden, kündigte Grütters im Bundestag an. "Ich finde es schlicht unerträglich, dass sich immer noch Nazi-Raubkunst in deutschen Museen befindet", sagte sie. Die Stellen zur Klärung der Herkunft umstrittener Bilder leisteten hervorragende Arbeit, es fehle aber ein erkennbarer Ansprechpartner. "Darum sollen die Aktivitäten von Bund, Ländern und Kommunen in den Bereichen Provenienzforschung und Restitution, also auch tatsächliche Rückgabe, gebündelt und nachhaltig ausgebaut werden." mehr

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