Ökostrom
Stichwort

Desaster

Eine Studie der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW) zeigt, dass die Ökostrom-Umlage zur Finanzierung der Energiewende offenbar nicht das leistet, was sie soll. Das System sei viel zu ineffizient, ein regelrechtes "Desaster", sagt VBW-Präsident Alfred Gaffal. Von Windkraftanlagen und Bioreaktoren verstand man im Frankreich des 16. Jahrhunderts wenig, ein "désastre" kannte man aber schon. Zusammengesetzt aus den Worten für "weg von" und "Stern, Gestirn" bedeutete es ursprünglich "böses Geschick", etwas, das unter einem schlechten Stern steht. Der strahlende Stern war die Ökostrom-Umlage für den Energiewandel ja ohnehin nicht. Gegenvorschlag: Manager von Energiekonzernen zum Sternsingen für die Steuerkasse verpflichten, bis sie genügend grünen Strom liefern. bur mehr

Düsseldorf

Ökostrom-Umlage sinkt im Jahr 2018 um 1,3 Prozent

Die Umlage zur Förderung des Ökostroms (EEG-Umlage) fällt im kommenden Jahr etwas geringer aus. 2018 betrage sie 6,792 Cent je Kilowattstunde nach zuletzt 6,88 Cent, teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW mit. Der Rückgang um 1,3 Prozent sei unter anderem einem für Schwankungen angelegten Polster zu verdanken, das nicht ausgeschöpft wurde. Die Umlage sinkt erst zum zweiten Mal seit der Einführung im Jahr 1998. Nur im Jahr 2014 hatte es ebenfalls einen Rückgang gegeben. Die Kostensenkung ist allerdings so gering, dass sich Haushaltskunden kaum Hoffnungen auf fallende Strompreise machen können. Die Umlage macht gut ein Fünftel des Tarifs für Haushaltskunden aus. mehr