Thema
Österreich
Österreichischer Filmemacher

Glawogger bei Dreharbeiten an Malaria gestorben

Der österreichische Filmemacher Michael Glawogger ist bei Dreharbeiten in Afrika an Malaria gestorben. Dies bestätigte am Mittwoch eine Sprecherin von Lotus Film der Nachrichtenagentur APA. Der 54-jährige, vielfach ausgezeichnete Regisseur hatte sich mit Dokumentarfilmen über die Globalisierung und ihre negativen Folgen einen Namen gemacht. Zu seinen bekannten Werken zählen "Megacities", "Workingman's Death" und "Whores' Glory". Glawogger war seit Dezember 2013 mit seinem Filmteam auf Weltreise, um eine neue Dokumentation zu drehen. Zuletzt war er in Liberia. Das Projekt sollte sich in eine Serie Globalisierungs-kritischer Filme einreihen. mehr

EM-Qualifikation

Basketballer in Hagen gegen Österreich

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft trägt ihr letztes Heimspiel in der Qualifikation für die EM 2015 am 24. August in Hagen aus. Das gab der Deutsche Basketball Bund (DBB) bekannt. Zuvor geht es in Trier gegen Luxemburg (17. August), der Spielort für das Duell mit Polen (20. August) steht noch nicht fest. "Gegen Österreich wollen wir ein attraktives Spiel bieten. Zuletzt haben deutsche Nationalmannschaften Österreich immer klar beherrscht, das soll natürlich auch dieses Mal so sein", sagte Bundestrainer Frank Menz. Die Sieger der sieben Qualifikationsgruppen sowie die sechs besten Tabellenzweiten erhalten ein Ticket für die Endrunde, bei der es um die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro geht. Nach derzeitigem Stand geht die EuroBasket wie geplant in der Ukraine über die Bühne. Wegen der gespannten politischen Lage könnte sich dies aber noch ändern. mehr

Österreich

Fußball-Wettskandal: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

In der Wettbetrugs-Affäre um mehrere österreichische Fußball-Profis hat die Staatsanwaltschaft Graz Anklage erhoben. Nach Angaben der Behörde vom Montag werden Namen und Inhalte der Anklage erst in den kommenden Tagen offiziell bekanntgegeben. Da die Klageschriften wegen Verdachts der Manipulation von Fußballspielen den Angeklagten bisher noch nicht zugestellt werden konnten, würden die Namen und die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Sinne eines fairen Verfahrens zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft laut der Nachrichtenagentur APA. Im Mittelpunkt der Affäre steht der ehemalige SV-Grödig-Profi Dominique Taboga, der von der österreichischen Bundesliga auf Lebenszeit gesperrt worden ist. Der 31-Jährige wird im Zusammenhang mit Spielmanipulation und Wettbetrug verdächtigt, darüber hinaus wird gegen ihn auch wegen Veruntreuung ermittelt. Taboga hatte bei der Polizei zunächst behauptet, er hätte ein Spiel manipulieren sollen, habe sich aber geweigert. Wegen des entgangenen Gewinns habe man ihn unter Androhung von Gewalt gegen sich und seine Familie erpresst. Später stellte sich heraus, dass Taboga offenbar Mitspieler zu Spielmanipulationen angestiftet haben soll. mehr

Skispringen

Österreichs Chefcoach Pointner hört auf

Die Erfolgs-Ära von Österreichs Skisprung-Chefcoach Alexander Pointner ist beendet. Er habe sich mit dem Verband nicht auf eine Verlängerung seines Vertrages einigen können, teilte Pointner am Freitag mit. "Die Auffassungsunterschiede in den Gesprächen waren zu groß. Die Art und Weise, wie dies zustande gekommen ist, war eine schmerzhafte Erfahrung für mich", sagte der 43-Jährige. Unter Pointner, der das Amt 2004 übernommen hatte, holten die ÖSV-Adler unter anderen dreimal Olympia-Gold, zehn WM-Titel und vier Weltcup-Gesamtsiege. Seit 2009 triumphierten seine Schützlinge gleich sechsmal nacheinander bei der Vierschanzentournee. Pointners Nachfolger soll zeitnah bestimmt werden. mehr

Tochter von Rechtspopulist

Ulrike Haider zieht EU-Kandidatur zurück

Die Tochter des österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider hat ihre EU-Spitzenkandidatur auf der Liste des europakritischen Bündnisses Zukunft Österreich (BZÖ) zurückgezogen. Ulrike Haider-Quercia erklärte am Dienstagabend, sie könne ihre unabhängige politische Linie trotz gegenteiliger Zusagen nicht verfolgen. Vor allem ihre pro-europäischen Positionen seien kritisiert worden. Die zweifach promovierte Juristin und Autorin war Ende Februar als Spitzenkandidatin des BZÖ präsentiert worden. Ihr Vater Jörg Haider, der 2008 bei einem Autounfall ums Leben kam, hatte das BZÖ als Abspaltung von der rechten FPÖ gegründet. Bei der Europawahl 2009 hatte die Partei 4,6 Prozent und damit ein Mandat erreicht. mehr

Unglück in Österreich

Lawine tötet Tourengeher aus München

Trotz großer Lawinengefahr hat ein 60-jähriger Tourengeher in Österreich das Tiefschnee-Abenteuer gesucht und dabei sein Leben verloren. Beim Befahren einer steilen Rinne auf dem Gamskogel im Salzburger Pongau wurde der Münchner am Sonntag in etwa 2000 Metern Höhe verschüttet. Seine Leiche wurde am Montag fast zwei Meter unter der Schneeoberfläche gefunden. Wegen des Neuschnees von rund einem Meter herrschte am Sonntag auf der fünfstufigen Skala die Lawinenwarnstufe 4. Der Tourengeher hatte sich ohne spezielle Ausrüstung in das abseitige Gelände gewagt. Er galt als ortskundig, da er in dem Gebiet einen Zweitwohnsitz hatte. mehr

Fußball

Salzburg mit Trainer Schmidt österreichischer Meister

Red Bull Salzburg mit dem deutschen Trainer Roger Schmidt und Sportdirektor Ralf Rangnick ist erneut Fußball-Meister in Österreich. Mit einem 5:0 (2:0)-Heimerfolg über Wiener Neustadt machten die Salzburger am Sonntag den fünften Titel der Red-Bull-Ära nach 2007, 2009, 2010 und 2012 perfekt. Das Meisterstück schon in der 28. Runde ist neuer Liga-Rekord in der Alpenrepublik. Nach Ansicht vieler Beobachter hat keiner der fünf Salzburger Liga-Triumphe so viel Gewicht wie dieser, weil der Getränkekonzern in seiner Fußballsparte endlich zu einer Linie gefunden hat. Nach dem Einstieg von Milliardär Dietrich Mateschitz waren zunächst Startrainer wie Giovanni Trapattoni und dessen "Co." Lothar Matthäus oder Huub Stevens verpflichtet worden. Zudem kamen fast 80 namhafte oder weniger bekannte Legionäre. mehr

Zehn Siege in Folge

Schmidts Salzburger wollen noch mehr Rekorde

Red Bull Salzburg wandelt auf dem Weg zur österreichischen Fußball-Meisterschaft auf den Spuren des deutschen Champions Bayern München. Durch ihren zehnten Sieg in Folge mit 3:1 beim SV Ried stellte die Mannschaft des deutschen Trainers Roger Schmidt am 26. Spieltag einen Liga-Rekord auf, nachdem Salzburg in der vorherigen Runde die 16 Jahre alte Bestmarke von Sturm Graz eingestellt hatte. Nach dem Erfolg in Ried kann Schmidts Team schon am nächsten Spieltag und damit so früh wie kein Klub vorher in der Alpenrepublik den Titelgewinn perfekt machen. Derzeit steht der entsprechende Rekord von Graz aus dem Jahr 1998 bei 29 Spieltagen. Darüber hinaus hat Salzburg in den verbleibenden zehn Durchgängen bis Saisonschluss gute Aussichten auf zwei weitere Bestmarken. Bei momentan 88 Treffern fehlen dem Tabellenführer zu Rapid Wiens 28 Jahre altem Rekord von 101 Saisontoren nur noch 13 Treffer, und Austria Wiens erst ein Jahr alter Punkterekord von 82 Zählern ist für Salzburg bei bislang 61 Punkten ebenfalls in Reichweite. mehr

Fußball-Wettskandal

Österreicher Taboga dachte offenbar an Suizid

Der lebenslang gesperrte österreichische Fußballprofi Dominique Taboga hat kurz vor seiner Verhaftung wegen der Verwicklung in einen Wettskandal offenbar an einen Suizid gedacht. "Ich habe einen Abschiedsbrief verfasst, meiner Frau übergeben und mich von ihr und den Kindern verabschiedet. Ich habe schon abgeschlossen gehabt", sagte Taboga bei seinem ersten öffentlichen Interview am Donnerstagabend auf Servus TV. Seine Frau habe ihn "da rausgeholt" und aufgefordert, reinen Tisch zu machen. Taboga wird im Zusammenhang mit Spielmanipulation und Wettbetrug verdächtigt, darüber hinaus wird gegen ihn auch wegen Veruntreuung ermittelt. Der 31-Jährige hatte bei der Polizei zunächst behauptet, er hätte ein Spiel manipulieren sollen, habe sich aber geweigert. Bei seiner Aussage habe er übertrieben, aber "zu 80 Prozent hat meine Aussage gestimmt", ergänzte Taboga, der nach eigenen Angaben zwischen 70.000 und 80.000 Euro für Manipulationen von der Wettmafia erhalten, durch Erpressungen aber über 100.000 Euro zurückgezahlt habe. mehr