Oslo
Hertha-Profi

Skjelbred beendet Karriereende in Norwegens Nationalteam

Hertha-Profi Per Ciljan Skjelbred beendet seine Karriere in der norwegischen Nationalmannschaft. "Ich habe nicht länger die Motivation, die nötig ist, um in der Nationalelf zu spielen, und Lust, meinen beiden schönen Kindern den Vorrang zu geben", sagte der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler laut einer Mitteilung des norwegischen Fußballverbands am Mittwoch. Skjelbred steht seit 2014 beim Bundesligisten Hertha BSC in Berlin unter Vertrag. Im selben Jahr wurde er Kapitän der norwegischen Nationalmannschaft. "Jetzt, wo es einen neuen Trainer gibt, fühle ich, dass es der passende Moment ist, mein Trikot einem der neuen, jüngeren Kerle zu übergeben, die an die Tür der Nationalmannschaft klopfen", sagte Skjelbred. Anfang des Monats war bekannt geworden, dass der Schwede Lars Lagerbäck künftig die Norweger trainiert. Mit der isländischen Nationalmannschaft war Lagerbäck bei der Fußball-EM in Frankreich im vergangenen Sommer sensationell bis ins Viertelfinale gekommen und hatte England aus dem Turnier geworfen. mehr

Norwegische Ski-Langläuferin

Anti-Doping-Agentur akzeptiert Urteil gegen Johaug

Die norwegische Anti-Doping-Agentur will keine Berufung gegen das Urteil gegen Ski-Langläuferin Therese Johaug einlegen. Die Norwegerin war nach einem positiven Dopingtest im Herbst für 13 Monate gesperrt worden. Die Anti-Doping-Agentur hatte eine Strafe von 14 Monaten gefordert. Ein Monat weniger sei aber "nicht von großer Wichtigkeit", hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag. Ein Ausschuss des norwegischen Sportverbands hatte das Urteil gegen die mehrfache Weltmeisterin am vergangenen Freitag gefällt. Johaug hatte eine Lippencreme gegen Sonnenbrand benutzt, die das Steroid Clostebol enthalten hatte. In einer Anhörung betonte sie, das Mittel unwissentlich genommen zu haben, das ihr ein Arzt besorgt hatte. Der Ausschuss hielt ihr Verhalten für unachtsam. Die 28-Jährige hatte bereits am Mittwoch angekündigt, nicht gegen das Urteil vorgehen zu wollen, obwohl sie es für ungerecht halte. Sie wolle sich nun auf ihr Training konzentrieren. Die Sperre gilt rückwirkend vom 18. Oktober 2016. Damit kann Johaug an den Olympischen Winterspielen in Südkorea 2018 teilnehmen. mehr

Norwegen macht Rückzieher

Keine gemeinsame Fußball-EM im Norden

Der norwegische Fußballverband hat sich von der Idee einer gemeinsamen Bewerbung der nordischen Länder um die Ausrichtung einer Fußball-EM verabschiedet und wird damit kein Konkurrent für Deutschland. "Wir haben nicht die Stadien dafür", sagte Verbandschef Terje Svendsen der norwegischen Nachrichtenagentur NTB am Donnerstag. "Es wäre sehr kostenintensiv. Die nordischen Länder haben zusammen nur zwei, drei Stadien, die die Anforderungen der Europäischen Fußball-Union Uefa erfüllen." In Dänemark ist der Fußballverband (DBU) noch nicht bereit, die Pläne nach der Absage aus Norwegen ganz zu verwerfen. "Jetzt müssen wir beurteilen, ob es eine Chance auf Erden gibt, die Anforderungen zu erfüllen. Es sieht gelinde gesagt kompliziert aus", sagte DBU-Chef Jesper Møller der Nachrichtenagentur Ritzau. "Vielleicht können wir uns um eine andere Endrunde bewerben. Wir haben früher schon einmal über eine WM für U20-Spieler - entweder für Männer oder Frauen - gesprochen." Die nordischen Länder - Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island - hatten sich seit dem vergangenen Frühjahr mehrfach getroffen, um die Chancen einer gemeinsamen Bewerbung für die EM 2024 oder 2028 auszuloten. Neben Deutschland hat bislang die Türkei ihre Bewerbung für die Euro in sieben Jahren angekündigt. mehr

Biathlon

Umsteigerin Herrmann kehrt nach WM in den Weltcup zurück

Biathlon-Umsteigerin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) kehrt nach der WM in Hochfilzen noch in diesem Winter in den Weltcup zurück. Die 28-Jährige soll ab Anfang März im letzten Saisondrittel bei den Rennen der Skijäger in Pyeongchang, Kontiolahti und Oslo zum Einsatz kommen, da Franziska Preuß (Haag) ihre Saison nach gesundheitlichen Problemen vorzeitig beenden muss. Das berichten die Freie Presse und die Sächsische Zeitung. Damit ist ein Start der ehemaligen Langläuferin Herrmann bei der nordischen Ski-WM in Lahti (22. Februar bis 5. März) vom Tisch. Herrmann hatte in den vergangenen Monaten mit einem Start in der Frauenstaffel geliebäugelt, allerdings fehlte ihr die verbandsinterne Norm. Erst im Frühjahr 2016 war die Sächsin zu den Skijägern gewechselt. Herrmanns bestes Weltcup-Resultat ist ein 18. Platz im Sprint von Pokljuka. Zuletzt war sie im zweitklassigen IBU-Cup aktiv und feierte dort bereits Siege. Die 22-jährige Preuß hatte wegen Infekten hingegen bereits auf mehrere Weltcups sowie die WM in Hochfilzen verzichten müssen und soll sich nun in Ruhe vollständig auskurieren. mehr