Papst Benedikt XVI.
Persönlich

Georg Ratzinger . . . bereut und entschuldigt sich

Das Wichtigste sind und bleiben die Opfer: die 547 Regensburger Chorsänger, die körperliche und sexuelle Gewalt erleiden mussten. Dann gibt es die Täter. Und schließlich die, die wegschauten oder in den Übergriffen vielleicht nur unschöne Erziehungsmethoden sahen, gegen die einzuschreiten es jedenfalls keinen Anlass zu geben schien. So kommt man in dieser katastrophalen Geschichte auch zu Georg Ratzinger. Von 1964 bis 1994 war der Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Domkapellmeister und somit Chef der Regensburger Domspatzen. Drei Jahrzehnte, in denen sich unglaubliches Leid für so viele junge Menschen abspielte. Es ist schwer zu glauben, dass Georg Ratzinger von all dem kaum etwas gewusst haben soll. Auch der gestern veröffentlichte Abschlussbericht hält fest, dass er mitschuldig gewesen sei - durch sein Wegschauen und sein fehlendes Handeln. Das ist mehr als bloß eine Pflichtverletzung. Weil erst die Passivität die Taten über einen so großen Zeitraum möglich werden ließ. Ähnliche Vorwürfe gelten auch dem früheren Regensburger Bischof, Gerhard Ludwig Kardinal Müller. mehr

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