Thema
Papst Franziskus
Keramik

Papst verzichtet auf edles Villeroy-Geschirr

München (epd/rtr) Papst Franziskus verzichtet im Unterschied zu seinen Vorgängern auf edles Kaffee- und Tafelgeschirr aus dem Haus Villeroy & Boch. Der Keramikhersteller habe versucht, diese Tradition fortzusetzen, sagte Aufsichtsratschef Wendelin von Boch-Galhau, der Papst wolle aber kein Geschirr. Der Unternehmer führt dies auf die "große Bescheidenheit" des Papstes zurück. Trotz der päpstlichen Absage konnte der Keramikhersteller im ersten Halbjahr seinen Umsatz und Gewinn steigern. Vorstandschef Frank Göring bekräftigte daher gestern seine Jahresziele. Er peilt 2014 ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent an. Im ersten Halbjahr stiegen die Erlöse der Firma um 3,4 Prozent auf 372,1 Millionen Euro. mehr

Geschenk von Messi und Co

Papst Franziskus bekommt Nationaltrikot

Papst Franziskus darf sich auf ein handsigniertes Trikot von Vizeweltmeister Argentinien freuen. Mit einem Lächeln präsentierten Kapitän Lionel Messi und Maxi Rodriguez am Mittwoch bei Twitter ein Shirt in himmelblau und weiß gestreift mit der Nummer 11. "Das ist das Geschenk unserer Mannschaft an unseren Papst Franziskus", erklärte Rodriguez. Das argentinische Oberhaupt der katholischen Kirche ist Fußball-Anhänger. Ein Foto von einer Audienz der Mannschaft bei Papst Franziskus hatte in riesigem Format im WM-Camp der Südamerikaner im brasilianischen in Belo Horizonte gehangen. mehr

Vatikanstadt

Die beiden Päpste verzichten auf Live-Bilder

Papst Franziskus (77), ein Argentinier, und sein in Bayern geborener Vorgänger Benedikt XVI. haben erst am Montagmorgen erfahren, wer das Finale gewonnen hatte. "Ich habe Benedikt eingeladen, das Spiel anzuschauen, er hat es aber genau wie Papst Franziskus vorgezogen, sich am nächsten Tag lieber über das Ergebnis informieren zu lassen", sagte Erzbischof Georg Gänswein. Der Privatsekretär von Benedikt XVI. hat sich das Finale zu Hause im Kloster Mater Ecclesiae angesehen. Papst Benedikt (87) sei vorher zu Bett gegangen. mehr

Köln/Rom

Papst Franziskus ernennt Woelki zum Kölner Erzbischof

Papst Franziskus hat den Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki zum neuen Erzbischof von Köln ernannt. Dies gab die katholische Kirche gestern zeitgleich in Rom und Köln bekannt. Der gebürtige Kölner ist seit knapp drei Jahren Erzbischof von Berlin. Der 57-jährige Kardinal wird Nachfolger von Joachim Kardinal Meisner (80), der Ende Februar in den Ruhestand ging. Woelki wird am 20. September in einem feierlichen Gottesdienst im Kölner Dom in sein neues Amt eingeführt, wie das Erzbistum Köln mitteilte. Woelki sprach in einer ersten Stellungnahme von einer großen Ehre und Verantwortung, die mit dem Kölner Amt verbunden sei. mehr

Woelki - ein Hirte im Geiste des Papstes

Hätte sich Papst Franziskus einen Erzbischof nach seiner Vorliebe schnitzen können, vielleicht wäre dann eine Figur entstanden, die Rainer Maria Woelki sehr ähnlich sähe. Weil der neue Erzbischof von Köln in Berlin zeigen konnte, dass Seelsorge mit Demut zu tun hat, seelsorgerisches Wirken bei den Armen beginnt und der Glaube sich erst im einfachen Leben tief entfaltet. Woelki ist kein Heiliger, und er ist auch kein Liberaler; aber seine Tagesarbeit im glaubensfernen Berlin ist mehr als nur eine Geste gewesen. mehr

Stichwort

Kardinalsrat

Der Kardinalsrat ist ein achtköpfiges Beratergremium zur Kurien-Reform, das von Papst Franziskus am 13. April vergangenen Jahres eingerichtet wurde. Gestern tagte die als K-8 bekannte Gruppe zum fünften Mal. In dieser Woche soll es nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi um Vorschläge für die Zusammenlegung einzelner Kurienbehörden gehen. Thema dürfte bei der bis Freitag andauernden Tagung auch die Neuordnung der Finanzstrukturen im Vatikan sein. Eine Teilnahme des Kardinalstaatssekretärs Pietro Parolin gilt als wahrscheinlich. Am Samstag findet eine Sitzung des vatikanischen Wirtschaftsrates unter Leitung des Kardinals Reinhard Marx statt, der auch der K-8-Gruppe angehört. Spekulationen zufolge könnte es einen Wechsel an der Spitze der Vatikanbank IOR geben. mehr