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Portugal
Bank

Führungswechsel bei Portugals Krisen-Bank

Lissabon (dpa) Die vor sechs Wochen aus der Milliarden-Rettung der Großbank BES hervorgegangene Novo Banco kommt nicht zur Ruhe. Der bisherige Präsident der Novo Banco, Vítor Bento, trat am Samstag zurück. Als Nachfolger sei Eduardo Stock da Cunha auserkoren worden, berichteten die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf die Notenbank. Bento hatte seinen Posten zusammen mit anderen Führungskräften geräumt geräumt, weil die Zentralbank gegen dessen Willen auf einen schnellen Verkauf der Bank gedrängt habe. mehr

Entscheidung "gemeinsam getroffen"

Paulo Bento nicht mehr Nationaltrainer von Portugal

Die Fußball-Nationalelf von Portugal hat vorerst keinen Trainer mehr. Der bisherige Coach Paulo Bento sei nicht mehr im Amt, teilte der portugiesische Nationalverband FPF am Donnerstag in Lissabon mit. Die Entscheidung sei von beiden Seiten "gemeinsam getroffen" worden, hieß es. Zum Nachfolger des 45-Jährigen, der seinen Posten seit fast genau vier Jahren innehatte, wurde vorerst nichts bekannt. Eine "Lösung" solle schon bald bekanntgegeben werden, so der Verband. Am Sonntag hatte Portugal im ersten Spiel der Qualifikation zur EURO 2016 in Aveiro eine 0:1-Heimschlappe gegen Albanien erlitten. mehr

Motorsport

Drei Tote bei Rallye im Norden Portugals

Eine internationale Motorsport-Veranstaltung in Portugal ist von einer Tragödie überschattet worden. Mindestens drei Zuschauer wurden bei einem Rallye-Sprint-Rennen im nordportugiesischen Guimarães getötet, als ein Fahrzeug von der Strecke abkam und in eine Zuschauergruppe raste. Es gebe auch zwei Schwerverletzte, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Lusa. Einer der beiden sei mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden. Drei Zuschauer seien leicht verletzt worden, hieß es. Der Unfall geschah den Angaben zufolge am Sonntagnachmittag zu Beginn des Rennens, das sofort abgebrochen wurde. mehr

Persönlich

Luis de Guindos . . . soll "Mister Euro" werden

Die Berufung zum Finanz- und Wirtschaftsminister Spaniens 2011 galt als Überraschung. Der Ökonom Luis de Guindos arbeitete in der Privatwirtschaft und gehörte nicht zum engsten Zirkel um den neuen konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Umstritten war die Berufung allemal. Denn der Technokrat de Guindos arbeitete von 2006 an bei der US-Investmentbank Lehman Brothers, die zwei Jahre später mit ihrer Insolvenz die größte Wirtschafts- und Finanzkrise des Globus nach dem Zweiten Weltkrieg auslöste. Doch obwohl die Rolle de Guindos' als Direktor der Bank für Spanien und Portugal nie ganz geklärt wurde, fand der gelernte Volkswirt nach der Pleite bei der renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers schnell eine neue Stelle. mehr