Prag
Im Alter von 88 Jahren

Tschechisches Eishockey-Idol Bubnik verstorben

Das tschechische Eishockey-Idol Augustin Bubnik ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Der Weltmeister von 1949 und Silbermedaillengewinner der Olympischen Winterspiele 1948 in St. Moritz starb nach Angaben der Familie am Dienstag nach langer Krankheit. Vor der WM 1950 war Bubnik mit zwölf Teamkollegen der tschechoslowakischen Nationalmannschaft wegen Spionage und Hochverrats vom kommunistischen Regime verhaftet worden. Unter Folter arbeiteten die Spieler in einer berüchtigten Uran-Mine in St. Joachimsthal. 1955 waren Bubnik und seine Mitspieler trotz ihrer 14-jährigen Haftstrafen in Folge einer Amnestie begnadigt worden - nach dem Tod der tschechoslowakischen und sowjetischen Diktatoren Klement Gottwald and Joseph Stalin. Bubnik setzte seine Karriere fort, wurde jedoch aus der Nationalmannschaft verbannt. Nach seinem Karriereende arbeitete er unter anderem von 1966 bis 1969 als Nationaltrainer Finnlands und wurde sowohl im skandinavischen Staat als auch in Tschechien in die Hall of Fame aufgenommen. 2010 kandidierte er erfolglos für das Parlament seines Heimatlandes. mehr

Tennis

Kvitova hofft auf Comeback bei den French Open

Die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (27) hofft knapp vier Monate nach ihrer bei einer Messerattacke erlittenen Handverletzung auf ein baldiges Comeback. Der tschechische Tennis-Star peilt einen Start bei den French Open (28. Mai bis 11. Juni) an, das teilte Kvitova am Montagabend via Instagram mit. "Mein Name wird morgen auf der Startliste für Roland Garros erscheinen", schrieb Kvitova: "Ich habe gute Fortschritte in meiner Reha gemacht und will mir jede Möglichkeit offen halten, an einem meiner Lieblingsturniere teilzunehmen. Leider bedeutet das aber nicht zwingend, dass ich in Paris schon spielen kann. Es liegt noch ein weiter Weg vor mir." Linkshänderin Kvitova war Ende Dezember in ihrem Appartement im tschechischen Prostejov überfallen und an der Schlaghand verletzt worden. Die fünfmalige Fed-Cup-Siegerin wurde anschließend vier Stunden lang operiert, dabei wurden Schädigungen an fünf Sehnen und zwei Nervensträngen behoben. mehr

Leichtathletik

Jepkosgei verbessert in Prag Halbmarathon-Weltrekord

Die kenianische Läuferin Joyciline Jepkosgei hat in Prag den Halbmarathon-Weltrekord auf 64:52 Minuten gesteigert. Die 23-Jährige war am Samstag bei ihrem Sieg in der tschechischen Hauptstadt 14 Sekunden schneller als die bisherige Rekordhalterin Peres Jepchirchir aus Kenia. Jepchirchir hatte ihre Bestmarke über die 21,1 Kilometer erst am 10. Februar in Ras al Khaimah aufgestellt. Jepkosgei unterbot auf dem Weg zu ihrem Rekord auch die Bestmarken über zehn, 15 und 20 Kilometer. Die Zehn-Kilometer-Marke passierte sie nach 30:05 Minuten und war damit 16 Sekunden schneller als die britische Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe im Jahr 2003. mehr

NHL

New-Jersey-Star Elias beendet Karriere

Der von Verletzungen geplagte tschechische Eishockeystar Patrick Elias hat seine mehr als 20-jährige Karriere bei den New Jersey Devils in der Profiliga NHL beendet. Sein 1250. und bis dato letztes Spiel in einer regulären NHL-Saison hatte der 40-Jährige im April 2016 bestritten, seitdem plagt er sich mit einer Knieverletzung herum. "Ich bin stolz darauf, dass ich die ganze Zeit nur für einen Klub gespielt habe", sagte Elias. Der linke Flügelstürmer kam in den 1250 Spielen für die Devils seit seiner Verpflichtung 1994 auf 408 Tore und 617 Assists. In weiteren 162 Play-off-Begegnungen erzielte er 45 Tore und legte 80 Treffer auf. Mit New Jersey gewann Elias 2000 und 2003 den Stanley Cup. Mit der tschechischen Nationalmannschaft holte Patrick Elias bei den Winterspielen 2006 in Turin an der Seite von Superstar Jaromir Jagr ebenso Bronze wie bei der WM 1998 und 2011. mehr

Ski alpin

Ex-Weltmeisterin Strachova beendet Karriere

Die ehemalige Slalom-Weltmeisterin Sarka Strachova beendet ihre Karriere. "Ich bin selbst überrascht, wie emotional das für mich ist", sagte die 32 Jahre alte Tschechin laut der Agentur CTK am Dienstag. Strachova war 2007 im schwedischen Are Weltmeisterin geworden. Die letzte ihrer insgesamt vier WM-Medaillen holte sie vor zwei Jahren mit Bronze in den USA. Seit ihrem ersten Weltcup-Rennen im Dezember 2002 holte Strachova bei 236 Starts zwei Siege und insgesamt 17 Podestplätze. Das letzte Top-drei-Resultat ihrer Karriere gelang ihr vor gut zwei Wochen im vorletzten Slalom der Saison mit Platz zwei in Squaw Valley. mehr

Ex-Dortmunder

Tomas Rosicky an Achillessehne operiert

Der frühere Dortmunder Tomas Rosicky fällt für den Rest der tschechischen Fußball-Saison aus. Der 36-Jährige habe sich am Montag einer Operation an der Achillessehne unterzogen, teilte sein jetziger Verein Sparta Prag mit. Der Eingriff sei ohne Komplikationen verlaufen. Mit der Rückkehr des Routiniers ins Training werde in der Sommerpause gerechnet. "Solange es noch eine Hoffnung gibt, muss man kämpfen", sagte Rosicky. Weil sich die Beschwerden nicht gebessert hätten, sei die Operation die einzige Möglichkeit gewesen. Seit seiner Rückkehr zu Sparta im vorigen August nach zehn Jahren beim FC Arsenal war der "Mittelfeld-Mozart" genannte Fußball-Profi nur 19 Minuten im Einsatz. Von 2001 bis 2006 stand der Tscheche bei Borussia Dortmund unter Vertrag. mehr

Torwart

Cech zum neunten Mal tschechischer Fußballer des Jahres

Torwart Petr Cech ist zum neunten Mal zum tschechischen Fußballer des Jahres gewählt worden. Der 34-Jährige verwies Vladimir Darida von Hertha BSC auf den zweiten Platz. Er hoffe, dass er noch mindestens eine so gute Saison vor sich habe, sagte der Arsenal-Keeper. Cech hatte sich am Samstag bei der 1:3-Niederlage gegen West Bromwich Albion an der Wade verletzt und dürfte einige Zeit ausfallen. "Ich denke, es ist eine Frage mehrerer Wochen, aber es ist schwer abzuschätzen, solange man nicht die Größe der Verletzung kennt", sagte er bei der Verleihungsgala am Montagabend auf der Prager Burg. Beste Fußballerin des Jahres wurde Lucie Vonkova (25), die für den FF USV Jena in der deutschen Bundesliga spielt. mehr