Thema
Russland
Zum Tod von Boris Nemzow

Wer in Russland die Regierenden kritisiert, riskiert sein Leben

Demokratien wie autoritär geführte Regime müssen mit Kritik ihrer Bürger leben. Doch der Umgang mit den Kritikern könnte unterschiedlicher kaum sein. In Demokratien widerlegt man Kritiker gemeinhin mit Argumenten, nicht mit Attentaten. Autoritäre Regime gehen dagegen gegen den Kritiker als Person vor. Sie erzeugen Repression, sie schaffen ein Klima aus Angst und persönlicher Bedrohung. Kritik in und an solchen Regimen und ihrer Führung ist oft mit Gefahr für Leib und Leben verknüpft. mehr

Moskau

Putin kürzt den Mitarbeitern im Kreml die Gehälter

Wegen der extremen Wirtschaftskrise in Russland reduziert Kreml-Chef Wladimir Putin Mitarbeitern in der Präsidialverwaltung die Gehälter um zehn Prozent. Der 62-Jährige informierte den nationalen Sicherheitsrat über die Einschnitte, wie die Kreml-Verwaltung mitteilte. Die stark von Energieverkäufen abhängige Rohstoffmacht ist vor allem wegen des niedrigen Ölpreises massiven Sparzwängen ausgesetzt. Die Gehaltskürzungen sind Teil der Pläne, die Ausgaben im Staatshaushalt für dieses Jahr zu senken. Zudem setzten die vom Westen wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen die Wirtschaft des Landes unter Druck. mehr

Russischer Oppositionspolitiker

Putin-Kritiker Nemzow mitten in Moskau erschossen

Der russische Oppositionspolitiker und frühere Vizeregierungschef Boris Nemzow ist am Freitagabend in Moskau in der Nähe des Kremls erschossen worden. Das teilte die oberste russische Ermittlungsbehörde am Freitagabend mit. Der 55 Jahre alte Nemzow galt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der russischen Opposition. Der charismatische Politiker war einer der schärfsten Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin.  mehr

IOC

Sotschi-Winterspiele brachten 50 Millionen Dollar Überschuss

Rio de Janeiro (dpa) - Die Veranstalter der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi haben einen operativen Gewinn von umgerechnet rund 50 Millionen Dollar (44 Millionen Euro) erwirtschaftet. Das wurde bei der Sitzung des IOC-Exekutivkomitees in Rio bekannt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) beschloss bereits, seinen 20-prozentigen Überschussanteil (rund 10 Millionen Dollar) dem nationalen russischen Olympia-Komitee zu überweisen. Mit dem Geld solle unter anderem die Sportentwicklung und ein olympisches Museum in Russland unterstützt werden. Wie das IOC am Donnerstagabend (Ortszeit) weiter mitteilte, belief sich die Gesamtunterstützung des IOC für die Winterspiele auf 833 Millionen Dollar. Das seien 83 Millionen Dollar mehr gewesen als ursprünglich geschätzt. "Das Exekutivkomitee hat die Tatsache betont, dass das IOC mit 1,5 Milliarden Dollar zum Erfolg der nächsten olympischen Spiele 2016 in Rio beitragen wird", hieß es in einer Mitteilung. Das Komitee tagt noch bis Samstag in Rio. IOC-Chef Thomas Bach hatte sich diese Woche "sehr zufrieden" über die Fortschritte am Zuckerhut gezeigt. mehr

Thema

Russland

Russland zählt mit rund 144 Millionen Einwohnernauf etwa 17 Millionen Quadratkilometern zu den am dünnsten besiedelten Flächenstaaten der Welt. Russland ist „Fortsetzerstaat“ der Sowjetunion in internationalen Organisationen, Atommacht und ständiges Mitglied des Weltsicherheitsrates.