Thema
Russland
Hoffnung auf Pipeline-Deal

Russland erlässt Nordkorea zehn Milliarden Dollar Schulden

Russland erlässt Nordkorea fast zehn Milliarden Dollar Schulden und hofft so auf Erleichterungen beim Bau einer Gaspipeline durch den kommunistischen Staat nach Südkorea. Die russische Staatsduma ratifizierte am Freitag eine entsprechende Vereinbarung aus dem Jahr 2012. Danach betrugen die Schulden Nordkoreas, die noch aus der Zeit der Sowjetunion stammen, im September 2012 mehr als 10,9 Milliarden Dollar. Rund eine Milliarde Dollar davon soll Nordkorea innerhalb der kommenden 20 Jahre ratenweise zurückzahlen. Der stellvertretende russische Finanzminister Sergej Stortschak sagte mehreren Medien, die Gelder könnten für die Finanzierung gemeinsamer Projekte wie den Bau einer Gaspipeline oder einer Bahnstrecke nach Südkorea genutzt werden. Russland sucht zunehmend Abnehmer für Gas und Öl in Asien, weil seine wichtigen Kunden in Europa ihre Abhängigkeit von russischen Lieferungen verringern wollen. Der russische Staatskonzern Gazprom hegt schon lange den Plan, eine Gasleitung durch Nordkorea nach Südkorea zu bauen. Doch die beiden koreanischen Staaten sind faktisch noch im Kriegszustand. Ihre gemeinsame Grenze ist eine der am schärfsten bewachten der Welt. mehr

Eishockey

Hamburger Oppenheimer und Flaake reisen zum Nationalteam

Die Stürmer Thomas Oppenheimer und Jerome Flaake stoßen in der kommenden Woche zum deutschen Eishockey-Nationalteam. Bundestrainer Pat Cortina nannte beide Angreifer der Hamburg Freezers als Ergänzungen für den vorläufigen WM-Kader nach den Testspielpleiten in Finnland (0:3/2:3). Vor den beiden Tests gegen Russland am 24. und 26. April müssen zudem drei Spieler den aktuellen Kader verlassen. Wer dies sein wird, wollte Cortina noch nicht sagen. Am Dienstag trifft sich das Nationalteam in Landshut, um sich weiter auf die WM vom 9. bis 25. Mai in Weißrussland vorzubereiten. "Nächste Woche wollen wir neben dem Taktik-Feinschliff auch das Zusammenspiel noch weiter verbessern", kündigte Cortina an. Gegen Russland muss er neben etlichen Verletzten auch noch auf die Spieler der Kölner Haie und des ERC Ingolstadt verzichten, die in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) derzeit den deutschen Meister ausspielen. mehr

Kiew

Trotz Gipfel-Einigung: Ukraine setzt Einsatz im Osten fort

In der Ost-Ukraine ist auch nach der Einigung bei den Genfer Gesprächen kein Ende der Krise in Sicht. Die prorussischen Separatisten stellten Bedingungen für ihre Entwaffnung: Der Militäreinsatz der Regierung müsse beendet werden. Kiew setzte die Aktion jedoch fort. "Wie lange die Anti-Terror-Operation dauern wird, hängt davon ab, wie lange Terroristen in unserem Land bleiben", sagte eine Sprecherin der Staatssicherheit. Im mehrheitlich russischsprachigen Gebiet Donezk sind weiter staatliche Gebäude besetzt. Kiew stellte erneut eine Verfassungsreform zur Stärkung der russischen Sprache in Aussicht. mehr