Schweiz
Fremdprämien-Skandal

Zwei Schweizer Profis für 12 Spiele gesperrt

In der ersten Schweizer Fußball-Liga sind zwei Profis mit Sperren von jeweils zwölf Spielen belegt worden. Die Disziplinarkommission der Schweizer Liga (SFL) sieht es als erwiesen an, dass die beiden Spieler Patrick Rossini und Igor Djuric vom FC Lugano in der abgelaufenen Zweitliga-Saison gegen das sogenannte Fremdprämien-Verbot verstoßen haben. Wie die Liga am Freitag mitteilte, müssen beide zudem eine Strafe von umgerechnet 7500 Euro zahlen. Lugano hatte sich im Aufstiegsrennen gegen Servette Genf durchgesetzt. Rossini und Djuric sollen laut Liga-Angaben im letzten Saisonspiel der Genfer den gegnerischen Spielern aus Schaffhausen eine Siegprämie angeboten haben. Schaffhausen gewann die Partie gegen Servette mit 2:1, anschließend sollen 20 000 Euro an Schaffhauser Profis geflossen sein. Die Liga verurteilte deshalb die Schaffhauser Mirko Facchinetti und Antonio Dos Santos ebenfalls zu Geldstrafen. "Ihnen wird zur Last gelegt, das reglementwidrige Vorgehen der Lugano-Spieler aktiv unterstützt zu haben", heißt es in dem Schreiben der Liga. Laut Artikel 135, Absatz 1 des Wettspiel-Reglementes des Schweizerischen Fußballverbandes ist es Spielern untersagt, Prämien auszuschütten. Das darf nur der Verein. mehr

Julio Rocha

Nicaragua beantragt Auslieferung von Fifa-Funktionär

Nicaragua hat einen Auslieferungsantrag für den in der Schweiz inhaftierten Fifa-Entwicklungsmanager Julio Rocha gestellt. Er solle in Nicaragua vor Gericht gestellt werden, teilte das Außenministerium in Managua am Donnerstag mit. Rocha war unter den sieben Funktionären des Weltfußballverbands, die Ende Mai auf Ersuchen der USA vor dem FIFA-Kongress in Zürich festgenommen worden waren. Auch die Vereinigten Staaten haben die Auslieferung der Verdächtigen beantragt. Die US-Behörden ermitteln wegen Korruption in Höhe von mehr als 100 Millionen US-Dollar. Im Gegenzug sollen die Funktionäre den mutmaßlichen Schmiergeld-Zahlern Medien-, Vermarktungs- und Sponsoringrechte zugeschanzt haben. Nach Einschätzung der Ermittler wurden die Straftaten in den USA abgesprochen und vorbereitet. mehr

Ski alpin

Zwangspause für Weltmeister Küng

Ski-Weltmeister Patrick Küng (31) aus der Schweiz muss auf Anraten seiner Ärzte eine Trainingspause von sechs bis acht Wochen einlegen. Wie der Schweizer Skiverband mitteilte, laboriert der Goldmedaillen-Gewinner in der Abfahrt bei der WM im Februar in Vail-Beaver Creek/US-Bundesstaat Colorado an einer Verletzung der Patellasehne im linken Knie. Trotz der Zwangspause ist Küng optimistisch, beim Saisonbeginn der Abfahrer Ende November im kanadischen Lake Louise an den Start gehen zu können. mehr