Sexuelle Belästigung
Stadtmitte

Mann will Frau verteidigen und wird verletzt

Erheblich verletzt wurde ein Augenzeuge, der im Mai frühmorgens einer Frau am Bus-Fernbahnhof nach einer sexuellen Belästigung helfen wollte. Mit Schnittwunden an Kopf und Rücken kam der Helfer kurz danach in eine Klinik. Die Schuld daran wollte ein angeklagter Flaschensammler (30) gestern vorm Amtsgericht aber nicht übernehmen. Er habe sich im Kokainrausch nur gewehrt. Den Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung haben die Richter nun abgebrochen. Ein Psychiater soll klären, ob der Angeklagte schuldfähig war. mehr

Leverkusen

Beim Frauenschutzprojekt "Luisa" machen 15 Kneipen in der Stadt mit

Frauen und Männer treffen sich vielerorts gerne in Kneipen, Clubs und Diskotheken, um zu feiern. Was Frauen aber in den wenigsten Fällen mögen: anzügliche Blicke, vermeintlich zufällige Berührungen oder sogar sexuelle Belästigungen. Allein: Sich aus einer solchen Situation zu befreien, fällt mancher Frau schwer. Deshalb hat die Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt, Frauennotruf Leverkusen, das Projekt "Luisa ist hier" nun auch in Leverkusen eingeführt. Damit ist die Stadt die zehnte in Deutschland, die mitmacht, in 15 weiteren ist es geplant. mehr

US-Nationalpark

Strafen für Yellowstone-Mitarbeiter wegen sexueller Belästigung

Wegen der sexuellen Belästigung von Mitarbeiterinnen sollen zehn Angestellte im Yellowstone-Nationalpark bestraft werden. Das sagte Parkleiter Dan Wenk . Die Strafen sollten bis zum 1. August oder kurz danach vorgeschlagen werden und könnten eine Suspendierung oder Entlassung bedeuten. Die Mitarbeiter könnten Berufung einlegen, bevor die Strafen endgültig seien. Im vergangenen Jahr war eine Untersuchung zum Yellowstone aufgenommen worden. Damals hatte ein Parkangestellter gegenüber dem örtlichen Magazin "The Montana Pioneer" und Mitgliedern des Kongresses geklagt, dass ein "Männerclub"-Umfeld die Ausbeutung und Misshandlung von weiblichen Angestellten gefördert habe. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden vor mehr als vier Monaten an Parkbeauftragte weitergegeben. mehr

Fechtzentrum

Prozess um sexuelle Belästigung inTauberbischofsheim vertagt

Der Prozess vor dem Heilbronner Arbeitsgericht im Fall eines wegen Belästigungsvorwürfen gekündigten Fechttrainers am Stützpunkt Tauberbischofsheim ist am Donnerstag vertagt worden. Wann die gerichtliche Auseinandersetzung fortgeführt wird, ist noch nicht bekannt. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte berichtet, mehrere Sportlerinnen am Fechtzentrum seien von dem Trainer zwischen 2003 und 2016 belästigt worden. Dem Trainer war vom Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) gekündigt worden, dagegen war dieser juristisch vorgegangen. Der Fecht-Club Tauberbischofsheim hatte Mitte April eine fünfköpfige, unabhängige Task Force zur Untersuchung der Vorwürfe eingesetzt. Wann diese erste Ergebnisse vorstellen wird, ist noch nicht bekannt. mehr