Thema
Sizilien
Lampedusa

Kritik an Sparpolitik nach Flüchtlingsdrama in Italien

Nach dem Kälte-Tod von mindestens 29 Flüchtlingen vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ist die EU-Flüchtlingspolitik erneut in die Kritik geraten. In der Nacht zu Montag war es im Kanal von Sizilien zu dem mutmaßlich ersten Flüchtlingsunglück in diesem Jahr gekommen. Nach einem SOS-Ruf erreichten zwei Schiffe der italienischen Küstenwache nach stundenlanger Fahrt drei Schlauchboote in Seenot. Sie navigierten etwa 160 Kilometer weit entfernt von der Insel im Meer. Sieben Flüchtlinge sollen zu diesem Zeitpunkt bereits erfroren sein. Auf dem Weg nach Lampedusa, wo die Rettungsboote erst am Montagabend ankamen, starben nach übereinstimmenden Berichten 22 Menschen an Unterkühlung. mehr

Reiseabende bei Droste Reisen

Vom musikreichen Verona über die zypressengesäumten Alleen der Toskana bis hin zur Sonneninsel Sizilien stellt Droste Reisen am Dienstag, 24. Februar, ab 18.30 Uhr den RP-Lesern sein aktuelles Italienprogramm vor. Eine Woche später, 3. März, geht es auf Entdeckungsreise durch die USA. Im Mittelpunkt steht eine 22-tägige Reise von New York nach San Francisco im Herbst 2015. Interessenten können sich bis Montag, 16. Februar, unter Tel. 0211 8 60 51 30 oder info@droste-reisen.de anmelden. Der Eintritt kostet vier Euro. Die Informationsabende finden in den Räumen von Droste Reisen am Martin Luther Platz 26 (Schadow Arkaden, Eingang 3. Etage) statt. mehr

Schlag gegen Cosa Nostra

Güter im Wert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt

Italiens Polizei ist ein Schlag gegen den Clan des meistgesuchten Mafia-Bosses gelungen. Güter im Wert von mehr als 20 Millionen Euro seien sichergestellt worden, die von Mafiosi um den Superboss Matteo Messina Denaro kontrolliert worden seien, teilten die Behörden am Montag mit. Denaro gilt als Kopf der Cosa Nostra in Sizilien und ist seit mehr als 20 Jahren auf der Flucht. Der Mann, bekannt auch als Frauenheld und Sportwagenliebhaber, gehört zu den meistgesuchten Männern der Welt und wurde in Abwesenheit für mehrere Morde verurteilt. Zu den beschlagnahmten Gütern gehören unter anderem Autos, Bankkonten, Baufirmen, Agrarland und Warenhäuser. mehr

Mittelmeer

Italien rettet am Wochenende 2500 Migranten

Italienische Marine und Küstenwache haben am vergangenen Wochenende mehr als 2500 Bootsflüchtlinge gerettet. Wie die Marine am Montag mitteilte, haben mehrere Marineschiffe die Migranten seit Freitag zwischen Nordafrika uns Sizilien von einer Reihe von Booten aufgebracht. Die Flüchtlinge werden nach Apulien und Kampanien gebracht, mehr als die Hälfte von ihnen nach Taranto. An den erneuten Hilfsaktionen des italienischen Programms "Mare Nostrum" hatten sich Handelsschiffe beteiligt, berichtete die Marine. Italien kämpft mit einem Rekordansturm von Migranten. In diesem Jahr sind nach offiziellen Angaben bereits etwa 70 000 Menschen angekommen. mehr