Sotschi
Biathlon

Denise Herrmann kehrt zu den Skilangläufern zurück

Biathletin Herrmann kehrt zumindest vorübergehend zu den Langläufern zurück. Die 27-jährige Oberwiesenthalerin steht im Aufgebot für den Langlauf-Weltcup im italienischen Toblach an diesem Wochenende. Das teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag mit. "Denise will versuchen, sich über Toblach für die nordische Ski-WM anzubieten", sagte Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter Langlauf, am Donnerstag. Herrmann, die 2014 bei den Olympischen Spielen in Sotschi mit der Langlauf-Staffel Bronze gewonnen hatte, war im vergangenen Frühjahr zu den Skijägern gewechselt. Gleich bei ihrem internationalen Biathlon-Debüt zum Auftakt des IBU-Cups hatte sie einen Sieg und einen weiteren Podestplatz geholt. Bei ihrem viel früher als erwarteten Weltcup-Debüt im Dezember in Pokljuka hatte sie als Sprint-18. überrascht. Zuletzt lief es nicht mehr so gut, und sie war wieder im zweitklassigen IBU-Cup im Einsatz. Da sich Herrmann für die Biathlon-WM im Februar in Hochfilzen kaum qualifizieren wird, hoffft sie nun, die Norm für die Langlauf-WM Ende Februar in Lahti zu schaffen. Dafür müsste die frühere Sprint-Spezialistin einmal unter die besten Acht oder zweimal unter die Top-15 laufen. Da Toblach ein reiner Sprint-Weltcup ist und zahlreiche Top-Leute fehlen, stehen die Chancen gut. mehr

Moskau/Paris

Nächster Russe vor Verlust von Olympia-Gold

Nächster Olympiasieger unter Verdacht: Nach Langläufer Alexander Legkow droht auch Skeleton-Pilot Alexander Tretjakow der Verlust seiner Goldmedaille bei den Spielen in Sotschi. Wie der russische Verband der Nachrichtenagentur Tass bestätigte, gehört der 31-Jährige zu den unter Dopingverdacht stehenden und derzeit vorläufig suspendierten russischen Athleten. Nach den Erkenntnissen des zweiten McLaren-Reports hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Ermittlungen gegen 28 russische Sportler eingeleitet. Dabei geht es um manipulierte Dopingproben in Sotschi. mehr

Skeleton-Olympiasieger

Tretjakow unter suspendierten Athleten

Olympiasieger Alexander Tretjakow und die Drittplatzierte Jelena Nikitina gehören zu den unter Dopingverdacht stehenden und derzeit vorläufig suspendierten russischen Skeleton-Piloten. Das bestätigte eine Sprecherin des russischen Verbandes der Nachrichtenagentur TASS. Den beiden Athleten droht die Aberkennung ihrer Medaillen der Spiele von Sotschi 2014. Am vergangenen Freitag hatte der Weltverband IBSF insgesamt vier russische Piloten suspendiert, allerdings keine Namen genannt. Laut russischem Verband gehören zu den suspendierten Athleten neben Tretjakow und Nikitina auch die in Sotschi fünft- und sechsplatzierten Olga Potylizyna und Marija Orlowa. Im Falle einer endgültigen Disqualifikation würde die inzwischen zurückgetretene Anja Selbach (geb. Huber) von Platz acht auf fünf vorrücken. Nach den Erkenntnissen des zweiten McLaren-Reports hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Ermittlungen gegen insgesamt 28 russische Sportler eingeleitet. Dabei geht es um manipulierte Dopingproben bei den Spielen in Sotschi. Neben den vier Skeleton-Piloten wurden aufgrund der Ermittlungen bisher zudem zwei Biathleten und sechs Langläufer aus Russland gesperrt. Darunter auch 50-km-Olympiasieger Alexander Legkow und Silbermedaillengewinner Maxim Wylegschanin. mehr

Nach McLaren-Report

Weltverband suspendiert vier russische Skeletonpiloten

Nach den Doping-Enthüllungen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 hat der Weltverband IBSF vier russische Skeletonpiloten vorläufig suspendiert. Das teilte die IBSF am Freitag mit, nannte allerdings keine Namen der betroffen Sportler. In der vergangenen Woche hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) erklärt, nach dem McLaren-Report Ermittlungen gegen insgesamt 28 Sportler eingeleitet zu haben. Dabei geht es um manipulierte Dopingproben bei den Spielen in Sotschi. Dort hatte bei den Männern Alexander Tretjakow die Goldmedaille, bei den Frauen Jelena Nikitina die Bronzemedaille im Skeleton gewonnen. "Es ist seit der Veröffentlichung des McLaren-Reports eine harte Zeit für alle im Sport. Die IBSF wird alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Glaubwürdigkeit des Sports wiederherzustellen", sagte IBSF-Präsident Ivo Ferriani. mehr

Langlauf-Olympiasieger

Legkow klagt gegen Dopingsperre(Foto - Archiv vom 27

Sotschi-Olympiasieger Alexander Legkow und sein Langlauf-Kollege Jewgeni Below haben beim Ski-Weltverband FIS die Aufhebung ihre vorläufigen Dopingsperren beantragt. "Der Antrag ist gestellt", sagte Christof Wieschemann, der Anwalt der beiden Sportler, am Mittwoch. Die beiden vom deutschen Trainer Markus Cramer betreuten Russen waren von der FIS vorläufig gesperrt worden, nachdem das Internationale Olympische Komitee nach Erkenntnissen aus dem McLaren-Report ein Disziplinarverfahren gegen insgesamt 28 russische Teilnehmer der Olympischen Spiele in Sotschi eingeleitet hatte. Die beiden Langläufer wollen an der am Silvestertag beginnenden Tour de Ski teilnehmen. Legkow und Below beteuerten in einer Eidesstattlichen Erklärung ihre Unschuld. "Es gibt von beiden Sportlern weder eine positive Probe, noch einen anderen Hinweis darauf, dass sie verbotene Substanzen genommen haben könnten oder dass die Proben ohne eine Öffnung hätten positiv getestet werden können. Einen solchen Zusammenhang stellt auch der McLaren-Report nicht her", erläuterte Wieschemann in einer zweiseitigen Stellungnahme vom Dienstag. mehr