Sotschi
Langlauf

Legkow ruft wegen Suspendierung Sportgerichtshof CAS an

Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow geht gegen die weitere Suspendierung wegen angeblicher Doping-Verstrickungen juristisch vor. Wie sein deutscher Anwalt Christof Wieschemann am Mittwoch bekanntgab, wurde bereits am Montag beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne Berufung eingelegt und ein beschleunigtes Verfahren beantragt. Ein gleichlautender Antrag für den ebenfalls suspendierten Jewgeni Below werde folgen, kündigte Wieschemann an. Sechs russische Langläufer um Olympiasieger Legkow sind wegen möglicher Dopingverstöße bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi vom Weltverband FIS suspendiert. Die russischen Athleten waren am 22. Dezember vorläufig gesperrt worden, sie hatten dagegen schriftlich Einspruch eingelegt. Die Anhörung fand am 13. Januar statt. Die FIS hatte die vorläufige Sperre ausgesprochen, nachdem das IOC nach Erkenntnissen aus dem McLaren-Report ein Disziplinarverfahren gegen insgesamt 28 russische Teilnehmer der Olympischen Winterspiele in Sotschi eingeleitet hatte. mehr

Bob-Olympiasieger

Russland sperrt Trunenkow wegen Dopings

Der russische Bobverband hat einen Viererbob-Olympiasieger von Sotschi 2014, Dmitri Trunenkow, wegen Dopings gesperrt. Die Sperre gelte rückwirkend vom 19. April 2016 an für vier Jahre, teilte die russische Anti-Doping-Agentur Rusada am Dienstag in Moskau mit. Der inzwischen sowieso zurückgetretene Trunenkow war bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi vor drei Jahren Anschieber im Team von Goldpilot Alexander Subkow, der mittlerweile den russischen Bobverband leitet. Die Vorwürfe hätten aber mit Sotschi nichts zu tun, sagte Subkow der Agentur Interfax. "Es geht um 2016." Bei Trunenkow seien verbotene Substanzen im Organismus festgestellt worden, teilte die Rusada ohne weitere Einzelheiten mit. Die Sperre hat allerdings wenig Auswirkungen, weil der Sportler seine Karriere bereits für beendet erklärt hat. Außerdem wurden am Dienstag auf Betreiben der Rusada zwei Leichtathleten, zwei Ringer, eine Gewichtheberin und eine Ruderin gesperrt. mehr

Ski-WM der Behindertensportler

Paralympicssiegerin Rothfuss holt WM-Gold

Paralympics-Siegerin Andrea Rothfuss hat bei der alpinen Ski-WM der Behindertensportler in Tarvisio überraschend die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. Die 27-Jährige verwies am Montag nach zwei Läufen in 2:22,42 Minuten mit 0,7 Sekunden Vorsprung die schon mit drei Titel dekorierte Top-Favoritin Marie Bochet aus Frankreich auf Rang zwei. "Diese Medaille ist mir noch mehr wert als Slalom-Gold in Sotschi", sagte Rothfuss, der von Geburt an der linke Unterarm fehlt. Rothfuss hatte zuvor in der stehende Klasse bereits zweimal Silber und einmal Bronze geholt. Die fünfmalige Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber kam im teils sehr flachen Streckenprofil nicht richtig in Fahrt. Die Monoskifahrerin sicherte sich hinter ihrer österreicheischen Dauerrivalin Claudia Lösch Silber. Nach zweimal Gold und einmal Silber ist es auch für die querschnittgelähmte 24-Jährige die vierte Medaille im vierten Rennen. Kein gutes Pflaster ist Tarvisio für Georg Kreiter. Der Doppelweltmeister von 2015 verpasste auch im Riesenslalom die Titelverteidigung und schied wie bereits in der Superkombination nach dem ersten Durchgang aus. mehr

Russische Langläufer

Legkow und Below bleiben gesperrt - IOC soll Beweise vorlegen

Die wegen Dopingverdachts suspendierten russischen Ski-Langläufer Alexander Legkow und Jewgeni Below bleiben auch nach ihrer Anhörung durch das Doping-Panel des Weltverbands FIS gesperrt. Dies teilte ihr Anwalt Christof Wieschemann mit. Die Entscheidung sei unverständlich, weil sie akzeptiere, "dass es Fehler im McLaren- Bericht und insbesondere in der Duchess list und den anderen Dokumenten gibt", hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung. Man habe deshalb das Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgefordert, entweder Beweise für eine Verletzung von Anti-Doping-Vorschriften durch die beiden Athleten während der Olympischen Spiele innerhalb einer Frist von zehn Tagen vorzulegen, oder die Ermittlungen abzuschließen. "Die Einleitung der Disziplinarverfahren basiert auf dem McLaren- Report, für dessen Inhalte nicht das IOC verantwortlich ist", betonte IOC-Sprecher Christian Klaue am Abend. mehr

Biathlon

Denise Herrmann kehrt zu den Skilangläufern zurück

Biathletin Herrmann kehrt zumindest vorübergehend zu den Langläufern zurück. Die 27-jährige Oberwiesenthalerin steht im Aufgebot für den Langlauf-Weltcup im italienischen Toblach an diesem Wochenende. Das teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag mit. "Denise will versuchen, sich über Toblach für die nordische Ski-WM anzubieten", sagte Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter Langlauf, am Donnerstag. Herrmann, die 2014 bei den Olympischen Spielen in Sotschi mit der Langlauf-Staffel Bronze gewonnen hatte, war im vergangenen Frühjahr zu den Skijägern gewechselt. Gleich bei ihrem internationalen Biathlon-Debüt zum Auftakt des IBU-Cups hatte sie einen Sieg und einen weiteren Podestplatz geholt. Bei ihrem viel früher als erwarteten Weltcup-Debüt im Dezember in Pokljuka hatte sie als Sprint-18. überrascht. Zuletzt lief es nicht mehr so gut, und sie war wieder im zweitklassigen IBU-Cup im Einsatz. Da sich Herrmann für die Biathlon-WM im Februar in Hochfilzen kaum qualifizieren wird, hoffft sie nun, die Norm für die Langlauf-WM Ende Februar in Lahti zu schaffen. Dafür müsste die frühere Sprint-Spezialistin einmal unter die besten Acht oder zweimal unter die Top-15 laufen. Da Toblach ein reiner Sprint-Weltcup ist und zahlreiche Top-Leute fehlen, stehen die Chancen gut. mehr

Moskau/Paris

Nächster Russe vor Verlust von Olympia-Gold

Nächster Olympiasieger unter Verdacht: Nach Langläufer Alexander Legkow droht auch Skeleton-Pilot Alexander Tretjakow der Verlust seiner Goldmedaille bei den Spielen in Sotschi. Wie der russische Verband der Nachrichtenagentur Tass bestätigte, gehört der 31-Jährige zu den unter Dopingverdacht stehenden und derzeit vorläufig suspendierten russischen Athleten. Nach den Erkenntnissen des zweiten McLaren-Reports hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Ermittlungen gegen 28 russische Sportler eingeleitet. Dabei geht es um manipulierte Dopingproben in Sotschi. mehr