Sven Hannawald
Deutsche Sporthilfe

Drechsler, Matthäus, Hannawald und Keller in Hall of Fame aufgenommen

Heike Drechsler, Sven Hannawald, Franz Keller und Lothar Matthäus sind am Freitag in die Ruhmeshalle des deutschen Sports aufgenommen worden. Anlässlich der Matinee 50 Jahre Deutsche Sporthilfe wurde das Quartett für seine Verdienste um den Sport in Berlin geehrt. Der Hall of Fame gehören nun insgesamt 108 Mitglieder an. "Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Das berechtigt, ihn den besten deutschen Spieler aller Zeiten zu nennen", sagte der frühere Fußball-Bundestrainer Franz Beckenbauer als Laudator seines alten Kapitäns und Rekordnationalspielers Matthäus. Zusammen gewannen sie 1990 in Italien den WM-Titel. Heike Drechsler sicherte sich 1992 und 2000 die olympische Goldmedaille im Weitsprung. "Bei den Bildern bekomme ich immer noch eine Gänsehaut", sagte Drechsler, als die Bilder der Spiele in Barcelona und Sydney gezeigt wurden. Skispringer Hannawald holte mit dem Team bei den Winterspielen 2002 olympisches Gold. Dem nordischen Kombinierer Franz Keller gelang dieser Erfolg bereits 1968 in Grenoble. mehr

Mehrheit verpasst

Schur verpasst Aufnahme in die Hall of Fame

Das DDR-Radsportidol Gustav-Adolf "Täve" Schur hat die Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports erneut verpasst. Der 86-Jährige erhielt nicht die erforderliche einfache Mehrheit der Jurymitglieder. Das gab die Stiftung Deutsche Sporthilfe, Trägerin der Hall of Fame, am Freitag bekannt. An der Nominierung, die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf Vorschlag seiner Landessportbünde anregte, hatten sich wegen Schurs mangelnder Distanzierung zum DDR-Regime zuletzt heftige Diskussionen entzündet. mehr