Teheran
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Irans Parlament erhöht Budget für Raketenprogramm

Das iranische Parlament hat einstimmig einen Gesetzentwurf verabschiedet, mit dem unter anderem der Etat für das Raketenprogramm des Landes und die Revolutionsgarden (IRGC) erhöht wird. Insgesamt geht es um einen Betrag von umgerechnet mehr als 500 Millionen Euro, der zur Hälfte für das Raketenprogramm sowie die IRGC ausgegeben werdem soll. Die andere Hälfte ist für das Außen- und das Verteidigungsministerium sowie den Geheimdienst vorgesehen. In Medienberichten hieß es, das am Sonntag beschlossene Gesetz sei eine Antwort auf die jüngsten Sanktionen der USA. Die genaue Bedeutung der Änderungen ist unklar. mehr

Israel-Spiel

Iranischen Nationalspielern droht Sperre

Weil sie mit ihrer Vereinsmannschaft gegen ein israelisches Team angetreten sind, droht zwei iranischen Fußballern eine Sperre oder gar ein Ausschluss aus der Nationalmannschaft. Im Rahmen der Qualifikation zur Europa League spielten Massoud Schojaei und Ehsan Hajsafi mit ihrem Team Panionios Athen am Donnerstagabend gegen Maccabi Tel Aviv (0:1) und schieden aus dem Wettbewerb aus. Im Iran dürfen Sportler wegen der politischen Feindschaft mit Israel nicht gegen israelische Athleten oder Mannschaften antreten. "Schojaei und Hajsafi werden mit großer Wahrscheinlichkeit von der Nationalmannschaft ausgeschlossen", sagte Mohamed Dschawad Ababaf, Generaldirektor im Sportministerium, am Freitag dem Nachrichtenportal Mizan. Den Tabubruch der beiden Spieler könne der Iran nicht hinnehmen und werde den Vorschriften nach auch reagieren, so Ababaf. Bei einer Strafe wären die beiden Spieler auch für die WM nächstes Jahr in Russland gesperrt. Schojaei und Hajsafi sind nicht nur abwechselnd Spielführer der iranischen Nationalmannschaft, sondern spielen auch eine wichtige strategische Rolle im Team. Wegen der auch den Verantwortlichen bei Panionios bekannten Vorschriften im Iran durften beide Spieler im Hinspiel in Tel Aviv (1:0) aussetzen, nicht aber im wichtigen Rückspiel am Donnerstag in Athen. Nach Einschätzung von Beobachtern würde eine Sperre der beiden iranischen Schlüsselspieler zu einem Politikum werden und zu heftigen Protesten im Iran führen. mehr