Teheran
WM-Qualifikation

Fifa straft mehrere Verbände wegen Fehlverhaltens von Fans ab

Die Fifa hat neun Fußball-Verbände wegen Fehlverhaltens ihrer Fans in WM-Qualifikationsspielen zu Geldbußen verurteilt. Der Weltverband reagierte damit auf diskriminierendes und unsportliches Verhalten der Zuschauer. So müsse Albanien wegen zwei Vorfällen 50.000 Schweizer Franken (46.000 Euro) zahlen, teilte die Fifa am Mittwoch in Zürich mit. Auch Kroatien wurde mit 50.000 Franken belegt. Fifa-Neumitglied Kosovo erhielt eine Strafe von 30.000 (28.000 Euro). Brasilien muss 25.000 (23.000), Paraguay und Estland jeweils 20.000 (18.000) sowie die Ukraine, Chile und Argentinien je 15.000 Franken (14.000) zahlen. Zudem muss der iranische Verband wegen "religiöser Manifestationen" während des WM-Qualifikationsspiels am 11. Oktober gegen Südkorea 45.000 Franken (42.000) überweisen. Die Fifa erlaubt keine politischen und religiösen Statements und Symbole bei ihren Spielen. Die Partie in Teheran war am Todestag des dritten schiitischen Imams Hussein angepfiffen worden. Dieser Tag gilt im Iran als nationaler Trauertag, an dem überall im Land Trauerzeremonien stattfinden. Der iranische Verband hatte vergeblich beantragt, das Spiel zu verlegen. mehr