Thüringen

Der Anti-Merkel-Protest

Schreien, pfeifen, stören - auch das gehört zum Wahlkampf. Und manchmal provoziert es die Akteure, wie seinerzeit Frank-Walter Steinmeier auf dem Berliner Alexanderplatz, so leidenschaftlich und klar zu werden wie selten. Die massive Störkulisse, die Angela Merkel nun in Sachsen und Thüringen erleben musste, ist inzwischen jedoch nicht mehr bloße Grölerei einiger Hitzköpfe. Die mitgeführten Plakate zeigen, was dahinter steckt: Eine sich hinter der AfD versammelnde Merkel-muss-weg-Bewegung, die in Sachsen und Thüringen bereits jeden fünften Wähler anspricht. mehr

3. Liga

Einstiger Problem-Profi Pannewitz erhält Vertrag in Jena

Drittligist Carl Zeiss Jena hat den einstigen Problem-Profi Kevin Pannewitz an sich gebunden. Der 25-Jährige, der schon beim Bundesligisten VfL Wolfsburg unter Vertrag stand, unterschrieb beim Aufsteiger aus Thüringen einen Zwei-Jahres-Vertrag und erhält damit nach schwierigen Jahren seine wohl letzte Chance im Profi-Fußball. "Ich freue mich, dass ich diese Chance hier bekomme. Ich will, wie auch schon in den Wochen und Monaten zuvor, in denen ich mich zurückgekämpft habe, alles dafür tun, um der Mannschaft zu helfen und letztlich das Vertrauen, das der Trainer und die Verantwortlichen in Jena in mich setzen, auch zu rechtfertigen", sagte Pannewitz, der sich über Probetrainings empfahl. mehr

Bonn

Asbeck und Co. übernehmen Solarworld-Werke

Ein Teil der Belegschaft der insolventen Solarworld kann aufatmen. Die Gläubiger stimmten in einer außerordentlichen Versammlung einem Verkauf von zwei Fabriken in Sachsen und Thüringen an eine Investorengruppe um Solarworld-Gründer Frank Asbeck zu, wie dessen Sprecher sagte. Die Gläubiger hätten den Verkauf mit breiter Mehrheit besiegelt, teilte das Amtsgericht Bonn mit. Knapp 500 der zuletzt 1800 Jobs sollen damit gerettet werden. Betrieben wird das Geschäft künftig von der neu gegründeten Solarworld Industries GmbH. Dahinter steckt neben Asbeck eine Tochter der Qatar Foundation, die bisher mit 29 Prozent Großaktionär und einer der größten Gläubiger von Solarworld war. Das Unternehmen hatte nach sechs Verlustjahren im Mai Insolvenz angemeldet. mehr