Tokio
Olympia 2020

Tokio will Kosten eindämmen

Im Streit um die Kostenexplosion der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio deutet sich eine Annäherung an. IOC-Vizepräsident John Coates, Vorsitzender der IOC-Koordinierungskommission, erklärte zum Abschluss einer dritten Inspektionsrunde in Tokio, dass Yoshiro Mori, Präsident des Organisationskommitees, und Yuriko Koike, Gouverneurin der Präfektur Tokio, einen Plan zur Senkung der Kosten entwickelten. "Ich bin zuversichtlich, dass Gouverneurin Koike und Präsident Mori und die zwei Organisationen, die sie leiten, zusammenarbeiten", sagte Coates auf einer Pressekonferenz. Einen zu hohen Etat zu akzeptieren, würde auch gegenüber anderen Kandidatenstädten für die Ausrichtung von Olympischen Spielen einen "falschen Eindruck vermitteln", so Coates. Befürchtungen, dass die Ausgaben die Grenze von 30 Milliarden Dollar (28,2 Milliarden Euro) überschreiten und damit das Vierfache der ursprünglichen Kalkulation betragen würden, hatten zuletzt für Verstimmung im IOC gesorgt. Mori hatte vorgeschlagen, die Kosten auf knapp 20 Milliarden Dollar zu deckeln. Doch Coates forderte noch mehr Sparsamkeit: "Das IOC ist nicht in der Lage, Kosten um die 20 Milliarden Dollar zu akzeptieren", sagte der Australier. mehr

Erdbeben in Region Fukushima

Olympia-Stätten für 2020 bleiben unbeschädigt

Das schwere Erdbeben in Nordjapan hat keine der für Olympia 2020 in Tokio vorgesehenen Sportstätten beschädigt. Das teilte das japanische Organisationskomitee der nächsten Sommerspiele dem SID am Dienstag mit. Obwohl die Erdstöße am Dienstagmorgen (Ortszeit) mit einer Stärke von 7,3 wie schon beim katastrophalen Beben 2011 besonders die Region Fukushima und die Nachbarprovinz Miyagi erschütterten, wollen die Olympia-Macher weiter an Plänen für Spiele der olympischen Baseball- und Softball-Turniere in der Gefahrenzone festhalten. mehr

Olympische Sommerspiele 2020

Kostenexplosion bei Turnhallenbau

Die Kosten für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 explodieren weiter. Am Dienstag gaben die Organisatoren bekannt, dass der Neubau des Olympic Gymnastic Centre mehr als doppelt so teuer wie ursprünglich vorgesehen wird. Umgerechnet 175 Millionen Euro wird die Arena etwa kosten, in der 2020 die Wettbewerbe der Sportarten Kunstturnen, Rhythmische Sportgymnastik und Trampolin stattfinden sollen. Der japanische Bauunternehmer Shimizu setzte sich in der Bewerbung durch, eigentlich war mit Ausgaben von rund 77 Millionen Euro gerechnet worden. Die Kosten steigen, weil mehr Geld in Erdbebensicherheit investiert werden soll. Experten warnen, dass die Spiele 30 Milliarden Dollar (28 Milliarden Euro) teuer werden könnten. Das wäre viermal so viel wie geplant und dreimal so viel wie in London 2012. Zuletzt hatten japanische Medien berichtet, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Möglichkeit prüfe, die Ruder- und Kanurennsport-Wettbewerbe in die südkoreanische Stadt Chungju zu verlegen, um die Kosten einzudämmen. mehr

Olympia 2020

Baseball-Vorrunden-Spiele steigen in Region Fukushima

In der Region Fukushima sollen während der Olympischen Spiele 2020 einige Vorrunden-Spiele im Baseball und Softball stattfinden. Das hat das Organisationskomitee in Tokio entschieden. Verschiedene Städte in der Region kämen dafür infrage. Eine endgültige Entscheidung, wo welche Partien ausgetragen werden, solle Anfang Dezember fallen, sagte eine OK-Sprecherin. Als Hauptaustragungsort für Baseball und Softball ist das Yokohama Stadion vorgesehen. Das japanische Fukushima war 2011 von einem schweren Erdbeben erschüttert und einem Tsunami getroffen worden, in dessen Folge es zu einer Kernschmelze im dortigen Atomkraftwerk kam. mehr

Olympia in Tokio

Empfehlungen über Auslagerungen im November

Angesichts einer drohenden Kostenexplosion im Vorfeld der Olympischen Spiele 2020 in Tokio will ein Expertengremium bis Ende November eine Empfehlung über die Auslagerung bestimmter Wettkämpfe aussprechen. Das sagte IOC-Topfunktionär Christophe Dubi am Donnerstag nach einem ersten Treffen mit Organisatoren sowie Vertretern von Stadt und japanischer Regierung. Die Option, einzelne Wettkämpfe außerhalb Tokios austragen zu lassen, bestehe weiterhin, betonte er. Man sei derzeit dabei, allen Fragen nachzugehen. Aus Kostengründen hatte eine von Tokios neuer Gouverneurin Yuriko Koike eingesetzte Untersuchungskommission zuletzt eine Verlegung der olympischen Ruder- und Kanuwettbewerbe auf eine schon bestehende und weit von der Hauptstadt entfernte Anlage vorgeschlagen. Für weitere Sportarten sind ähnliche Lösungen im Gespräch, um teure Neubauten in Tokio zu vermeiden. Schätzungen zufolge könnten die Ausgaben für die Spiele andernfalls um ein Vielfaches ansteigen. mehr

Schwimm-Weltcup

Atkinson schwimmt Weltrekord über 50 Meter Brust

Alia Atkinson aus Jamaika ist beim Kurzbahn-Weltcup in Tokio Weltrekord über die nichtolympischen 50 Meter Brust geschwommen. Die WM-Zweite blieb am Mittwoch in 28,64 Sekunden 16/100 Sekunden unter der bisherigen Marke von Jessica Hardy (USA) vom 15. November 2009. Der Olympia-Sechste Philip Heintz (Heidelberg) verlor seinen dritten Rang in der Gesamtwertung trotz eines zweiten Platzes in 1:53,04 Minuten über 200 Meter Lagen an den siegreichen Japaner Daiya Seto (1:52,48). Für einen weiteren Podestplatz im vierköpfigen deutschen Team sorgte Poul Zellmann. Der Essener belegte beim Sieg des Ukrainers Michailo Romantschuk (14:26,39) in 14:46,60 Minuten über 1500 Meter Rang drei. Das Weltcupfinale findet am Wochenende in Hongkong statt. mehr

Kurzbahn-Weltcup

Weltmeister Koch landet siebten Sieg in Serie

Schwimm-Weltmeister Marco Koch hat auch am ersten Tag des Kurzbahn-Weltcups in Tokio die Siegesserie über seine Spezialstrecke 200 Meter Brust fortgesetzt. Der Darmstädter war am Dienstag in erneut starken 2:01,43 Minuten zum siebten Mal nacheinander über diese Distanz erfolgreich. Dabei verpasste er seinen deutschen Rekord und den Weltrekord des Ungarn Daniel Gyurta um jeweils weniger als eine Sekunde. Mit Platz drei über 400 Meter Lagen verteidigte der Heidelberger Philip Heintz hauchdünn seinen dritten Rang in der Gesamtwertung vor dem Japaner Daiya Seto. mehr

Sommerspiele 2020

Vertrag für neues Olympia-Stadion in Tokio unter Dach und Fach

Nach einem verkorksten Planungsbeginn steht dem Bau eines neuen Nationalstadions in Tokio für die Olympischen Spiele 2020 nichts mehr im Wege. Wie die Regierung am Mittwoch bekanntgab, wurde ein Vertrag über 149 Milliarden Yen (1,3 Mrd Euro) mit einem Gemeinschaftsunternehmen um den Bauriesen Taisei besiegelt. Die Vorbereitungsarbeiten sollen noch in diesem Monat anlaufen. Der eigentliche Baubeginn für das Stadion, das als zentrale Wettkampfstätte für die Spiele 2020 dienen soll, ist für Dezember geplant. Ende November 2019 soll das neue Stadion fertig sein. Ein erster Bauplan der aus dem Iran stammenden und inzwischen verstorbenen britischen Architektin Zaha Hadid war wegen scharfer öffentlicher Kritik an den explodierenden Kosten über den Haufen geworfen worden. Daraufhin hatte die japanische Regierung im vergangenen Jahr einen neuen Entwurf des japanischen Architekten Kengo Kuma, Taisei und dem Konzern Azusa gewählt. mehr

Tennis

Wozniacki siegt in Tokio

Tennisspielerin Caroline Wozniacki (Dänemark) hat beim Turnier in Tokio ihren ersten Sieg auf der WTA-Tour in diesem Jahr gefeiert. Die Weltranglisten-28. besiegte am Sonntag in der japanischen Hauptstadt im Finale Lokalmatadorin Naomi Osaka 7:5, 6:3. Die ehemalige Weltranglistenerste Wozniacki bestätigte durch den Erfolg ihre ansteigende Form, die sich bereits bei den US Open in New York abgezeichnet hatte, als sie erst im Halbfinale an der späteren Siegerin Angelique Kerber (Kiel) gescheitert war. Aus deutscher Sicht waren in Tokio Sabine Lisicki (Berlin), Antonia Lottner (Düsseldorf) und Andrea Petkovic (Darmstadt) bereits in der ersten Runde ausgeschieden. mehr