Tokio
Fußball

Japanischer Zweitligist will Totti

Der italienische Fußball-Star Francesco Totti könnte seine Karriere im fernen Japan fortsetzen. Wie ein Vertreter des japanischen Zweitligisten Tokio Verdy der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, hat der Klub dem 40-Jährigen ein Angebot unterbreitet und sucht nun zugleich nach Möglichkeiten, den Transfer zu finanzieren. Totti hatte kürzlich nach 25 Jahren für AS Rom seine Laufbahn als Fußballer für beendet erklärt. Angeblich ist Totti allerdings einem Gastspiel in Japan, wo künftig Lukas Podolski für Erstligist Vissel Kobe spielen wird, nicht völlig abgeneigt. Verdys Vizepräsident Hideaki Hanyu wird von italienischen Medien mit der Aussage zitiert, der umworbene Weltmeister von 2006 habe ein Gehalt von drei Millionen Euro verlangt. "Es wird schwierig, aber wir suchen nach Möglichkeiten, zu einer Vereinbarung zu kommen", sagte Hanyu. Interesse an einer Verpflichtung von Totti hat auch der unterklassige US-Profiklub Miami FC bekundet. Dort arbeitet der mit Totti befreundete ehemalige italienische Nationalspieler Alessandro Nesta als Trainer. mehr

Schwimm-Ikone

Phelps kritisiert Ausweitung des Olympia-Programms

Rekord-Olympiasieger Michael Phelps hat die Ausweitung des Schwimm-Programms bei den Sommerspielen ab 2020 kritisiert. Zusätzliche Wettbewerbe würden "dem Sport etwas wegnehmen", sagte der Amerikaner am Donnerstag bei einem Sponsoren-Termin, nachdem das IOC zuletzt die Aufnahme der 800 m (Männer), 1500 m (Frauen) und der 4x100-m-Mixed-Staffel ins Programm für die Spiele in Tokio beschlossen hatte. "Was werden wir sonst noch hinzufügen? 75 m Freistil? Wie viele andere Wettbewerbe?", fragte der 23-malige Olympiasieger: "Das erinnert mich an 2009, als wir diese Hightech-Anzüge hatten. Das ist kein Schwimmen mehr. Wir hatten dieses Programm für so lange Zeit, und jetzt suchen wir uns einfach aus, was wir haben wollen? Ich hoffe, das Schwimmen geht wieder in die richtige Richtung." Der 31-Jährige, der nach den Spielen von Rio wohl endgültig zurückgetreten war, sprach sich vor allem gegen eine Aufnahme der 50-m-Sprints in den Stilarten Rücken, Schmetterling und Brust ins Olympia-Programm aus, diese werden zum Beispiel bei Weltmeisterschaften geschwommen. "Das liegt aber nicht in meiner Macht, ich kann da nichts machen. Ich werde das einfach beobachten", sagte Phelps. mehr

Olympia 2020

Koike warnt erneut vor Kostenexplosion

Tokios Gouverneurin Yuriko Koike hat im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2020 erneut vor ausufernden Kosten gewarnt. Koike sprach davon, dass die Spiele in der japanischen Metropole in rund dreieinhalb Jahren am Ende bis zu 24,6 Milliarden Euro kosten könnten. Das wäre viermal so viel wie ursprünglich kalkuliert. "Wir haben noch immer keine abschließende Zahl, wie teuer es wird", sagte Koike der Nachrichtenagentur afp. "Aber wenn wir innerhalb des Organisationskommitees keine gute Steuerung haben, könnte es so teuer werden", sagte die Gouverneurin. Koike sprach sich für eine Überprüfung der teuren Wettkampfzentren im Rudern, Schwimmen und Volleyball aus. Einen Standortwechsel soll es aber nicht mehr geben. Allein das Ruderrevier sollte 1,04 Milliarden Euro kosten, "aber wir haben das mittlerweile mehr als halbiert." mehr