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Technik-Defekte

Porsche muss Hoffnung auf Le-Mans-Sieg aufgeben

Porsche muss seine Hoffnungen auf den 17. Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans aller Voraussicht nach aufgeben. Bei der Rückkehr der Stuttgarter zum Langstreckenklassiker nach 16 Jahren Abstinenz schied der frühere Formel-1-Pilot Mark Webber (Australien) im Porsche 919 Hybrid gut eine Stunde vor Rennende wegen eines technischen Defekts aus. Auch der zweite Porsche mit dem Ludwigsburger Marc Lieb am Steuer musste kurz danach zur Reparatur an die Box fahren und lag weit zurück. Damit war der Weg für Konkurrent Audi zum fünften Sieg in Frankreich nacheinander und dem 13. Triumph insgesamt frei. Nach einem bis dahin turbulenten Rennen lag das Trio mit Lokalmatador Benoit Tréluyer (Frankreich), Andre Lotterer (Duisburg) und Marcel Fässler (Schweiz) im Audi R18 e-tron quattro in Führung. Den zweiten Platz belegten Lucas di Grassi (Brasilien), Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark) und Marc Gené (Spanien) in einem weiteren Auto der Ingolstädter. Dritter war das Toyota-Trio Sébastien Buemi (Schweiz), Anthony Davidson (Großbritannien) und Nicolas Lapierre (Frankreich) im Toyota TS 040 Hybrid. mehr

Nach acht von 24 Stunden

Le Mans: Toyota führt das turbulente Rennen an

Nach einem turbulenten Beginn hat der Japaner Kazuki Nakajima im Toyota TS040 Hybrid bei der 82. Auflage des Langstrecken-Klassikers 24 Stunden von Le Mans nach etwa einem Drittel der Distanz die Nase vorn. Zuvor hatten heftige Regenfällen für turbulente Szenen und zahlreiche Ausfälle gesorgt. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien hatte am Nachmittag das Rennen gestartet. Der Ferrari-Pilot schwenkte als Ehrengast pünktlich um 15.00 Uhr die französische Fahne und schickte die Fahrer in die erste Runde auf dem 13,629 km langen Kurs. Von der Pole Position war Nakajimas Teamkollege Alexander Wurz aus Österreich auf die Strecke gegangen, Dritter im Bunde ist Stephane Sarrazin (Frankreich). Nach 16 Jahren Abwesenheit gibt Rekordsieger Porsche sein Comeback bei der Königin der Langstreckenrennen. Im Bruderduell wollen die Stuttgarter Seriensieger Audi vom Thron stoßen. Für Porsche fährt auch der frühere Formel-1-Star Mark Webber (Australien), der zusammen mit dem Homburger Timo Bernhard und Brendon Hartley aus Neuseeland den 919 Hybrid pilotiert und zwischenzeitlich Rang vier belegte. mehr

Tokio/Köln

Toyota ruft weitere 650 000 Autos zurück

Der weltgrößte Autobauer Toyota weitet einen im vergangenen Jahr gestarteten Rückruf wegen defekter Airbags aus. Der japanische Konzern meldete dem Verkehrsministerium in Tokio, dass zusätzlich rund 648 000 Autos in die Werkstätten geholt würden. In Deutschland sollen 75 000 Autos inspiziert werden. Betroffen seien 20 Modelle, darunter der Corolla. In einem Fall sei ein Brand im Wageninneren in Folge des Defekts gemeldet worden, hieß es. mehr

Ein Flüster-Cruiser von Lexus

Das fällt auf Die Stille, nachdem die Tür geschlossen ist. Erst beim Durchtreten des Gaspedals schaltet sich - wie in Watte gepackt - ein Vierzylinder zum Elektromotor hinzu. Wer bei Lexus, der Edelmarke von Toyota, immer noch an biedere Daimler-Imitate denkt, dürfte in puncto Design überrascht werden: muskulöse Front, kantiges Heck, sportlich-elegante Ledersitze und ein Armaturenbrett, das von einem 12,3 Zoll großen Multifunktionsbildschirm dominiert wird. Im Unterschied zum Beispiel zu Audi setzt Lexus nicht auf die Dreh-Drück-Technik, um das Infotainment zu bedienen, sondern auf eine Art Joystick (Remote Touch), der dem Fahrer ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl abverlangt. Praktisch: Nachdem sich der Fahrer angeschnallt hat, nehmen Lenkrad und Sitz die voreingestellte Position ein. Beim Aussteigen fährt der Sitz so weit zurück, dass man das Auto bequem verlassen kann. Für Internetnutzer ist ein WLAN-Router (320 Euro) erhältlich. Das spart die Netzsuche. So fährt er sich Beim Beschleunigen macht der E-Motor "iiiiiuh" und der Fahrer "uuuuuih" - leider ist das Gefühl nicht von Dauer. Denn gerade in den höheren Gängen wirkt der Antrieb etwas hüftsteif. Daran ändert auch der Sport-Modus wenig. 9,2 Sekunden vergehen, bis der 1,7-Tonner die 100 km/h erreicht hat. Bemerkenswert: Bei 190 km/h ist Schluss. Warum, weiß nur Lexus. Um entspannt Kilometer zu fressen, mag das Tempolimit vielleicht okay sein. Aber wer es schnell liebt, wird enttäuscht sein. Im reinen Elektrobetrieb sind außerdem nur wenige Kilometer möglich - und das auch nur mit behutsamen Gasfuß. Wer Sprit sparen will, sollte ebenfalls nicht zu viel erwarten. Mit einem Testverbrauch von 6,2 Litern (laut Hersteller 4,7) auf 100 Kilometern fährt der Vollhybrid so manchem Diesel-Konkurrenten hinterher. Das kostet er Der Basispreis liegt bei 45 300 Euro. Gegenüber dem GS 450h (ab 54 750 Euro) ein deutlicher Preisvorteil. Dafür hat der 450 aber mehr Wums: einen V6-Motor mit 345 PS. Die deutsche Konkurrenz ist aber insgesamt günstiger. mehr