Thema
Tunesien
Vorgehen gegen Extremisten

Tunesien schließt radikale Moscheen

Nach einem tödlichen Angriff auf tunesische Soldaten verschärft die Regierung ihr Vorgehen gegen die extremistischen Netzwerke im Land. Am Sonntag ordnete sie die Schließung von Moscheen mit radikalislamischer Ausrichtung an. Betroffen seien alle Gebetshäuser, die nicht unter Kontrolle des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten seien und in denen die Tötung der 15 tunesischen Soldaten gefeiert worden sei, hieß es in einer Erklärung. Auch alle nicht lizenzierten Fernseh- und Radiosender, die zum Dschihad aufriefen und bestimmte Personen als Ungläubige darstellten, müssten geschlossen werden. Am Samstag gab es in mehreren Regionen des Landes auch eine groß angelegte Razzia gegen mutmaßliche Extremisten. 60 Menschen wurden dabei festgenommen. mehr

Remis gegen Tunesien

Handballer bestehen Härtetest - mit Schönheitsfehlern

Die deutschen Handballer haben den Härtetest bestanden und mit dem Remis im Hexenkessel von Hammamet Hoffnung auf eine erfolgreiche WM-Qualifikation gemacht. Einen Tag nach dem 24:25 in Tunis gegen Gastgeber Tunesien verpasste die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger beim 23:23 (13:11) zwar eine erfolgreiche Revanche, aber die junge und ersatzgeschwächte Truppe stellte unter Beweis, dass sie auch auswärts bestehen kann. mehr

Italien

Polizei sprengt internationalen Kinderschmuggler-Ring

Die italienische Polizei hat einen internationalen Kinderschmuggler-Ring gesprengt, der vor allem bei Sorgerechts-Konflikten seine Dienste anbot. Wie die Behörden am Donnerstag in Rom mitteilten, setzte sich die Gruppe aus früheren Elitesoldaten zusammen. Sie bot einen "Entführungsservice" für in Sorgerechts-Streitigkeiten unterlegene Eltern unterschiedlicher Nationalitäten an. Mit russischen Waffen, Schnellbooten und einer Basis auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien ausgestattet, sollten Kinder dabei über mehrere Länder hinweg von einem Elternteil zum anderen verschleppt werden. Kostenpunkt: mehrere zehntausend Euro. mehr

Selbstmordattentäter

Bombenexplosion vor Hotel in Tunesien

Vor einem Hotel in der tunesischen Küstenstadt Sousse ist ein Attentäter am Mittwoch bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. Nach Angaben des Innenministeriums in Tunis erfolgte die Detonation am Strand bei dem Hotel. Verletzte habe es nicht gegeben. Allerdings sei es zu einer Panik unter den Menschen gekommen.Am selben Tag nahm die Polizei nach Ministeriumsangaben einen Mann in Monastir fest, der einen Sprengsatz in einem Rucksack bei sich geführt haben soll. Er soll auf dem Weg in das Mausoleum von Habib Bourguiba gewesen sein, dem ersten und langjährigen Präsidenten des seit 1956 von Frankreich unabhängigen Tunesien. Bei einem Anschlag im Jahr 2002 waren vor einer Synagoge auf der tunesischen Insel Djerba 22 Menschen, darunter 14 deutsche Touristen, getötet worden. mehr

WM-Qualifikation

Tunesien bleibt in Play-offs – Kapverden-Veto abgelehnt

Der Weltfußballverband Fifa hat den Einspruch der Kapverden gegen die 0:3-Wertung des entscheidenden Qualifikationsspiels für die WM-Playoffs gegen Tunesien am Grünen Tisch abgelehnt. Durch die nachträgliche Wertung der Partie, die die Kapverden am 7. September 2:0 gewonnen hatten, behält Tunesien mit den beiden Bundesliga-Fußballprofis Karim Haggui und Sami Allagui den Playoff-Platz für die WM-Endrunde im kommenden Jahr in Brasilien. Die Berufungskommission der Fifa bestätigte die Entscheidung am Dienstag. Grund für die Aberkennung des Sieges der Kapverden war der Einsatz eines nicht spielberechtigten Akteurs in dem Match in Rades. Fernando Varela hatte eine Vier-Spiele-Sperre nach einer Roten Karte im März noch nicht abgesessen. Gegen die nachträgliche Wertung hatte das Atlantik-Archipel Berufung eingelegt. Die Spitzenreiter der zehn afrikanischen Qualifikationsgruppen ermitteln in Playoff-Partien die fünf WM-Teilnehmer des Kontinents. Der vermeintliche Gruppensieg der Kapverden war eine große Überraschung gewesen. Das Team vom armen Inselstaat hatte bereits beim Afrika Cup im Februar für Furore gesorgt und in Südafrika den Einzug ins Viertelfinale geschafft. mehr