Thema
Ungarn
Teilausschlüsse

Uefa bestraft Rumänien und Ungarn

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat die Verbände Rumäniens und Ungarns wegen der Vorkommnisse im EM-Qualifikationsspiel am 11. Oktober (1:1) mit Zuschauer-Teilausschlüssen und Geldstrafen belegt. Für das Spiel Rumäniens gegen Nordirland am 14. November sperrt die Uefa Block 122 des Nationalstadions in Bukarest, zudem muss die FRF 32.000 Euro Strafe zahlen. Ungarn muss am selben Tag in der Partie gegen Finnland mindestens 2500 Sitze sperren und 30.000 Euro zahlen. Anhänger der Ungarn hatten sich während des Spiels rassistisch verhalten und versucht, den rumänischen Fanblock zu stürmen. Zudem hatten beide Parteien Pyrotechnik abgefeuert. mehr

Internet auf Ungarisch

Der Plan der ungarischen Regierung von Viktor Orbán, den Internet-Konsum zu besteuern, droht zum monumentalen Rohrkrepierer zu geraten. Betroffen von der neuen Abgabe fühlen sich vor allem junge, urbane Ungarn. Aber der Unmut über die Internet-Steuer geht weit über dieses Milieu hinaus. Auch in Ungarn gehört die Internetnutzung längst zum Alltag breiter Bevölkerungsschichten. Dass die Regierung vom Ausmaß der Proteste offenbar überrascht wurde, zeigt, wie sehr sich Orbán trotz seiner volkstümelnden Parolen von der Lebenswirklichkeit vieler Ungarn entfernt hat. mehr

Ungarn

Zehntausende protestieren gegen geplante Internet-Steuer

Mehr als zehntausend Menschen haben am Sonntagabend in Budapest gegen die geplante Einführung einer Internet-Steuer demonstriert. Die Redner verlangten die Rücknahme des entsprechenden Gesetzesentwurfs. Der Regierung des rechts-konservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban gaben sie dafür 48 Stunden Zeit. Die umstrittene Steuer soll am Dienstag im Parlament erörtert werden. Sie soll den Plänen zufolge 150 Forint (0,49 Euro) pro Gigabite Datenverkehr betragen. Die geplante Abgabe ist in Europa einzigartig. Zu der Kundgebung am Sonntag hatte die Facebook-Gruppe "Hunderttausende gegen die Internet-Steuer" aufgerufen. Sie war vor fünf Tagen gegründet worden, nachdem die Steuerpläne der Orban-Regierung bekanntgeworden waren. Seitdem ist die Gruppe von mehr als 200.000 Menschen "geliked" worden. mehr

Wahllokale bis 19 Uhr geöffnet

Gemeinde- und Regionalwahlen in Ungarn begonnen

In Ungarn haben am Sonntag landesweite Gemeinde- und Regionalwahlen begonnen. Rund 8,2 Millionen wahlberechtigte Bürger sind ab 06.00 Uhr dazu aufgerufen, über neue Bürgermeister, Gemeinde- und Bezirksvertretungen abzustimmen. Die rechts-konservative Regierungspartei Fidesz gilt als klarer Favorit. Nach Ansicht von Wahlforschern könnte sie allerdings mehrere Bezirke in der Hauptstadt Budapest und einige größere Städte an die linke Opposition verlieren. So gut wie sicher scheint hingegen die Wiederwahl des Fidesz-Politikers Istvan Tarlos zum Budapester Oberbürgermeister. Die Opposition hatte es versäumt, rechtzeitig einen geeigneten Gegenkandidaten aufzustellen. In Budapest wird erstmals seit der demokratischen Wende vor 25 Jahren keine Stadtverordnetenversammlung gewählt. Die Mitglieder des Gremiums werden in Abhängigkeit vom Wahlausgang in den einzelnen Stadtbezirken bestimmt. Die Wahllokale schließen um 19.00 Uhr. Mit Ergebnissen wird am späten Abend gerechnet. mehr

Eurojackpot

Großes internationales Interesse

Was haben Tschechien und Ungarn gemeinsam? Beide wollen Eurojackpot ins Land holen. Denn die europäische Lotterie hat seit ihrer Ziehung am 23. März 2012 großes internationales Echo ausgelöst. Viele Lotteriegesellschaften möchten Eurojackpot auch bei sich anbieten. Die Hürden dafür sind allerdings hoch: Die technischen Abläufe müssen reibungslos funktionieren. Dies wird bis zum tatsächlichen Start bis ins kleinste Detail immer wieder geprüft. Jede Lotteriegesellschaft muss rechtzeitig alle Genehmigungen vorlegen, die im jeweiligen Land notwendig sind. Erst dann können die einheimischen Spielteilnehmer an der europäischen Lotterie teilnehmen. mehr

Ex-Welthandballer

Duschebajew neuer Nationaltrainer in Ungarn

Der zweimalige Welthandballer Talant Duschebajew ist neuer Nationaltrainer in Ungarn. Der Spanier unterschrieb am Mittwoch einen Vertrag bis zum 31. Januar 2017. Der 46 Jahre alte gebürtige Kirgise bleibt in Doppelfunktion auch Trainer des polnischen Top-Klubs KS Vive Targi Kielce, wo er noch einen Vertrag bis 2016 besitzt. Duschebajew ist Nachfolger vom Laszlo Mocsai, der mit der Nationalmannschaft die Qualifikation für die WM im kommenden Januar in Katar verpasst hatte. Duschebajew, der für die GUS, Russland und Spanien insgesamt 298 Länderspiele absolvierte und 1992 Olympiasieger war, hatte vier Jahre in Nettelstedt und Minden in der Bundesliga gespielt. Als Trainer gewann er mit Ciudad Real unter anderem dreimal die Champions League. Der einstige Spielmacher soll mit Ungarn die Qualifikation für die EM 2016 in Polen schaffen und dort einen Platz für ein Olympia-Qualifikationsturnier erkämpfen. mehr