Thema
Ungarn
Letztes Spiel als Ungarns Interimscoach

Preetz besteht auf Dardais Rückkehr

Bundesligist Hertha BSC besteht darauf, dass Rekordspieler Pal Dardai als Interimstrainer der ungarischen Nationalmannschaft aufhört und wieder als Jugendtrainer bei den Berlinern arbeitet. "Es wird keine Verlängerung von Pals Amtszeit in Ungarn geben", sagte Hertha-Manager Michael Preetz dem Fachmagazin kicker. Dardai hatte das Amt des Nationaltrainers Mitte September vom erfolglosen Attila Pinter übernommen und in der EM-Qualifikation ein Unentschieden in Rumänien (1:1) und zwei 1:0-Siege auf den Färöer und gegen Finnland erreicht. Seine vierte Begegnung als Verantwortlicher ist das Länderspiel am Dienstag gegen Russland. "Danach gibt es eine Analyse", hatte Dardai am Wochenende erklärt. "Es war von Anfang an so besprochen, dass Pal nach dem Spiel der Ungarn am Dienstag seine Tätigkeit dort beendet und sich wieder zu 100 Prozent auf seine Arbeit bei Hertha BSC und seine Trainerausbildung konzentriert", sagte Preetz. Dardai (38), der von 1997 bis 2011 das Trikot des Hauptstadt-Klubs trug, trainiert bei der Hertha die U15 und absolviert im Moment parallel in seiner Heimat Ungarn den Fußballlehrer-Lehrgang. mehr

EM-Vorbereitung

Handball-Frauen bangen um Top-Torschützin Müller

Die deutschen Handballerinnen bangen vor der Europameisterschaft in Ungarn und Kroatien (7. bis 21. Dezember) um den Einsatz von WM-Torschützenkönigin Susann Müller. Bundestrainer Heine Jensen erweiterte seinen Kader für die unmittelbare Turnier-Vorbereitung auf 19 Spielerinnen, um auf einen möglichen Ausfall der Rückraumspielerin reagieren zu können. Müller kuriert zurzeit einen Fingerbruch an der linken Hand aus und darf vorerst kein Handball spielen. In den letzten Testspielen vor dem Turnier wird die 26-Jährige voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen. "Wir hoffen auf einen positiven Heilungsverlauf", sagte Jensen. mehr

Europameisterschaft in Ungarn

Handball-Bundestrainer Jensen meldet 28er Kader für die EM

Bundestrainer Heine Jensen hat dem Europäischen Handball-Verband (EHF) seinen erweiterten Kader für die Europameisterschaft im Dezember in Ungarn und Kroatien gemeldet. Das maximal 16 Spielerinnen umfassende EM-Team und auch mögliche Nachnominierungen bei den Titelkämpfen sind ausschließlich aus diesem Kreis möglich. "Bereits diese ersten Entscheidungen sind uns in diesem Jahr nicht leicht gefallen. Die endgültige Nominierung wird uns richtig fordern", sagte Jensen am Mittwoch. Erfahrenste Spielerin im Aufgebot ist die 32-jährige Kreisläuferin Anja Althaus mit bisher 230 Einsätzen in der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Die unmittelbare Vorbereitung auf den Jahreshöhepunkt beginnt am 25. November in Kamen-Kaiserau. Testspielgegner ist dann vier Tage später in Krefeld Rumänien (16.00 Uhr). Einen Tag darauf trifft das DHB-Team in Hamm (15.00 Uhr) erneut auf den EM-Dritten von 2010. mehr

Teilausschlüsse

Uefa bestraft Rumänien und Ungarn

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat die Verbände Rumäniens und Ungarns wegen der Vorkommnisse im EM-Qualifikationsspiel am 11. Oktober (1:1) mit Zuschauer-Teilausschlüssen und Geldstrafen belegt. Für das Spiel Rumäniens gegen Nordirland am 14. November sperrt die Uefa Block 122 des Nationalstadions in Bukarest, zudem muss die FRF 32.000 Euro Strafe zahlen. Ungarn muss am selben Tag in der Partie gegen Finnland mindestens 2500 Sitze sperren und 30.000 Euro zahlen. Anhänger der Ungarn hatten sich während des Spiels rassistisch verhalten und versucht, den rumänischen Fanblock zu stürmen. Zudem hatten beide Parteien Pyrotechnik abgefeuert. mehr

Internet auf Ungarisch

Der Plan der ungarischen Regierung von Viktor Orbán, den Internet-Konsum zu besteuern, droht zum monumentalen Rohrkrepierer zu geraten. Betroffen von der neuen Abgabe fühlen sich vor allem junge, urbane Ungarn. Aber der Unmut über die Internet-Steuer geht weit über dieses Milieu hinaus. Auch in Ungarn gehört die Internetnutzung längst zum Alltag breiter Bevölkerungsschichten. Dass die Regierung vom Ausmaß der Proteste offenbar überrascht wurde, zeigt, wie sehr sich Orbán trotz seiner volkstümelnden Parolen von der Lebenswirklichkeit vieler Ungarn entfernt hat. mehr