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Ungarn
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Ex-Kapitän Sandor mit 85 Jahren gestorben

Der ungarische Fußball trauert um Karoly "Csikar" Sandor, den ehemaligen Kapitän der Auswahl der Magyaren, der im Alter von 85 Jahren gestorben ist. Zwischen 1949 und 1964 bestritt er 75 Länderspiele für Ungarn, ab 1957 auch als Kapitän. Er nahm 1958 und 1962 an den WM-Endrunden in Schweden beziehungsweise Chile teil. Bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz, als die Ungarn das Endspiel in Bern mit 2:3 gegen Deutschland überraschend verloren, stand er zwar im Kader, wurde aber nicht eingesetzt. Außerdem saß er 1953 beim legendären 6:3-Sieg Ungarns gegen England im Wembley-Stadion auf der Bank. mehr

32:22 gegen die Schweiz

Handballerinnen starten erfolgreich in EM-Vorbereitung

Die deutschen Handballerinnen haben die heiße Phase der EM-Vorbereitung mit einem deutlichen Sieg eingeläutet. Die Auswahl von Bundestrainer Heine Jensen gewann ein Länderspiel in Bietigheim-Bissingen gegen die Schweiz souverän mit 32:22 (16:13). Beste Werferin im ersten Vorbereitungsspiel des WM-Siebten für die Europameisterschaft in Ungarn und Kroatien (7. bis 21. Dezember) war Svenja Huber vom Thüringer HC mit sieben Toren. Vor der Partie vor 2011 Zuschauern in der EgeTrans-Arena war Nadja Nadgornaja (Thüringer HC) für 50 absolvierte Länderspiele geehrt worden. Jensen hatte zuvor Edelmetall bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro als langfristiges Ziel ausgegeben. "Mein großer Traum ist es, Deutschland wieder in die Weltspitze zu führen", sagte der Däne den Stuttgarter Nachrichten. In Brasilien wolle man "nicht nur dabei sein, sondern um die Medaillen mitspielen. Das gilt natürlich auch für die Heim-WM 2017, die hoffentlich ein Riesenspektakel wird." Doch zunächst trifft die deutsche Mannschaft bei der EM Ende des Jahres in der Vorrunde auf die Niederlande (8. Dezember), Co-Gastgeber Kroatien (10. Dezember) und Schweden (12. Dezember). mehr

Konkurrenz für deutsche Bewerbung:

Budapest zeigt Interesse an Olympia 2024

Die ungarische Hauptstadt Budapest könnte bei der Vergabe der Olympischen Sommerspiele Konkurrent einer deutschen Bewerbung sein. "Eine Bewerbung für 2024 liegt nicht in weiter Ferne", sagte Zsigmond Nagy, zuständig für internationale Beziehungen beim ungarischen NOK, dem Branchendienst insidethegames. Zwar wollte Nagy nicht offiziell bestätigen, dass sich Budapest bewirbt, zählte aber die Vorteile der ungarischen Metropole als möglicher Ausrichter auf. So seien seit Mai 2010 bereits zahlreiche neue Sportstätten errichtet worden. Zudem erfreue sich die olympische Bewegung in Ungarn großen Zuspruchs durch die Bevölkerung. Nagy kündigte zudem an, dass Budapest in den nächsten Jahren ein zeitgemäßes Stadion und weitere moderne Austragungsstätten erhalten soll, die die alten, zum Teil heruntergekommenen Bauten im Herzen der Stadt ersetzen sollen. Aus Deutschland hatten sowohl Hamburg als auch Berlin am Montag bereits erste Details zu ihren Plänen einer Bewerbung für 2024 oder 2028 veröffentlicht. Am 11. September und am 28. Oktober diskutiert das DOSB-Präsidium die Situation. Entscheidet sich der deutsche Sport für eine Olympiabewerbung, könnte die Auswahl eines deutschen Bewerbers bereits am 6. Dezember in Dresden bei der Mitgliederversammlung des DOSB fallen. mehr

Gütersloh

Wertverluste bei RTL belastet Bertelsmann

Der Medien-Konzern Bertelsmann hat im ersten Halbjahr den Umsatz weiter gesteigert, aber im Vergleich zum Vorjahr weniger verdient. Das Konzernergebnis liegt nach den ersten sechs Monaten bei 254 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um knapp sieben Prozent auf 7,8 Milliarden Euro, wie Bertelsmann mitteilte. Im ersten Halbjahr 2013 hatte der Medienkonzern noch einen Gewinn von 419 Millionen Euro bei einem Umsatz von 7,4 Milliarden Euro verbucht. Als Grund für das schlechtere Ergebnis wurden Sondereffekte von rund 183 Millionen Euro genannt, die sich im vergangenen Jahr positiv ausgewirkt hätten. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe sprach dennoch von einem zufriedenstellenden ersten Halbjahr 2014. mehr

Tischtennis

Deutschland bei Team-EM gegen Gastgeber Portugal

Deutschlands Tischtennis-Herren treffen bei der Team-EM im September in Lissabon auf Gastgeber Portugal, Österreich und Ungarn. Die Auswahl von Bundestrainer Jörg Roßkopf, die als Titelverteidiger und Top-Favorit an den Start geht, erwischte bei der Auslosung am Sonntag ein schweres Los. Die Portugiesen gelten bei dem Turnier vom 24. bis 28. September als härtester Rivale für das Team um Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov. Die deutschen Damen müssen sich in der Vorrunde gegen Österreich, Frankreich und gegen die Türkei durchsetzen. Auch das Team von Bundestrainerin Jie Schöpp will den EM-Titel aus dem Vorjahr verteidigen. mehr

Budapest

Imre Kertész verteidigt Annahme eines Ordens

Der ungarische Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertész hat die umstrittene Annahme des höchsten Staatsordens seines Landes verteidigt. Der schwer kranke Kertész ließ ausrichten, dass er den Orden des Heiligen Istvan angenommen habe, weil es notwendig sei, in Ungarn einen "Konsens" herzustellen. Staatspräsident Janos Ader zeichnete den 84-Jährigen gestern mit dem Orden aus. Teile des links-liberalen Lagers in Ungarn hatten zuvor missbilligt, dass Imre Kertész die Auszeichnung annimmt. Vertreter der rechtsnationalen Regierung hätten den Schriftsteller immer wieder mit antisemitischen Anspielungen angegriffen. mehr