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Venezuela
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Regierung rationiert Lebensmittel

egen ständiger Versorgungsengpässe hat die linksgerichtete Regierung in Venezuela Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs rationiert. Künftig dürften bestimmte Produkte nur noch einmal pro Woche gekauft werden, teilte das Ministerium für Ernährung am Mittwoch mit. Um Hamsterkäufe zu unterbinden, müssten die Venezolaner in privaten und staatlichen Geschäften ihre Ausweise vorlegen und Fingerabdrücke hinterlassen. In dem ölreichen Land - es ist der fünftgrößte Exporteur des Rohstoffs - fehlt es immer wieder an Dingen des täglichen Bedarfs. Die Regierung von Präsident Nicolás Maduro macht dafür Schmuggler verantwortlich, die subventionierte Güter aus Venezuela zu deutlich höheren Preisen im Nachbarland Kolumbien verkaufen. Für die Opposition sind die Versorgungsengpässe hingegen Ergebnis einer verfehlten Wirtschaftspolitik. mehr

Persönlich

Helena Linder-Jeß . . . kommandiert ein Kriegsschiff

Das Minenjagdboot "Datteln" zeigt zurzeit in der Ostsee für die Nato Flagge - die von Moskaus Säbelrasseln verunsicherten Bündnispartner, vor allem Estland, Lettland und Litauen, sollen durch die Präsenz der kleinen internationalen Minenabwehr-Flotte beruhigt werden. Kommandant der 54 Meter langen "Datteln" ist Kapitänleutnant Linder-Jeß, was auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich erscheint. Doch der "Kaleu" ist eine Frau: Helena Linder-Jeß (32) ist die erste Kommandantin, die ein Schiff der Deutschen Marine in den Einsatz führt. mehr

Frankfurt/M.

Preiskampf und Streik belasten Lufthansa

Die Lufthansa ist schwach in das Sommerhalbjahr gestartet. Der weltweite Preiskampf, streikende Piloten und der zahlungsunwillige Staat Venezuela haben Europas größten Luftverkehrskonzern im zweiten Quartal einen überraschend starken Gewinnrückgang eingebrockt. Mit 359 Millionen Euro fiel das operative Ergebnis des Konzerns um 17 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor, wie Lufthansa mitteilte. Das Konzernergebnis schmolz um 32 Prozent auf noch 173 Millionen Euro. Der Umsatz war mit 7,7 Milliarden Euro um 1,7 Prozent ebenfalls rückläufig. mehr

Wo der Mythos (k)lebt

Die Piazza Grande ist Modenas Wohnzimmer. Einheimische und Besucher flanieren über den Platz, am zu groß geratenen Dom scheinbar lauernd beäugt von zwei wuchtigen Steinlöwen, die den Seiteneingang bewachen. Auf der Treppe kauern zwei Jungs. Lautstark fuchteln sie mit aufgefächerten Kärtchen herum: "Nicht mal gegen Ronaldo, Schweinsteiger und Klose zusammen tausche ich meinen Julian Draxler", wettert der kleinere, Schwarz-Gelockte und rückt den Schalker Nationalspieler nicht raus - weltweit eines der meistgesuchten Sammelbilder für's Panini-WM-Album 2014. Sie reißen voller Hoffnung auf fehlende Kicker weitere Tüten auf, eben erstanden für 60 Cent pro Stück am Kiosk um die Ecke, wo die Panini-Story begann. mehr