WADA
Mitteilung der WADA

Mehr Doping-Kontrollen 2015 – etwas mehr positive Tests

Die Anzahl der weltweiten Dopingkontrollen ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 von 283.305 auf 303.369 gestiegen. Zugleich erhöhte sich die Zahl der positiven Tests von 3153 auf 3809. In Relation zur Gesamtzahl der Kontrollen in den beiden Jahren ist dies eine marginale Steigerung von 1,11 auf 1,26 Prozent, teilte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) am Donnerstag mit. Die Dunkelziffer der Sünder dürfte wesentlich höher liegen. Darauf lässt auch die hohe Zahl der bei Doping-Nachtests der Olympischen Spiele 2008 und 2012 nachträglich überführten Athleten schließen. mehr

Welt-Anti-Doping-Agentur

Wada veröffentlicht zweiten Teil des McLaren-Reports am 9. Dezember

Der zweite Teil des McLaren-Reports über staatlich gedecktes Doping in Russland soll am 9. Dezember veröffentlicht werden. Das gab der Stiftungsrat der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada am Sonntag bei einer Sitzung in Glasgow bekannt. Die Wada hatte nach Hinweisen auf systematisches Doping bei den Winterspielen 2014 im russischen Sotschi den kanadischen Rechtsanwalt Richard McLaren als Sonderermittler eingesetzt. Von dem Bericht werden nun weitere Beweise erwartet. McLaren hatte seine ersten stichhaltigen Erkenntnisse am 18. Juli, etwa drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, veröffentlicht. Die Wada empfahl dem Internationalen Olympischen Komitee IOC daraufhin, die russische Mannschaft komplett von den Spielen auszuschließen. Das IOC entschied sich dann aber für eine Einzelfallprüfung der Sportler und wurde dafür massiv kritisiert. mehr

Anti-Doping-Agentur

Umstrittener Wada-Präsident Reedie wiedergewählt

Der umstrittene Sportfunkionär Craig Reedie ist als Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) für drei Jahre wiedergewählt worden. Der 75-jährige Schotte erhielt bei der Sitzung des Stiftungsrates der Wada am Sonntag in Glasgow die meisten Stimmen. Reedie steht der wichtigsten Organisation im weltweiten Anti-Doping-Kampf seit 2013 vor und seitdem immer wieder in der Kritik. Vor allem dass Reedie nebenbei auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist, ist vielen Anti-Doping-Kämpfern ein Dorn im Auge. In der Vorwoche hatte Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah, der Präsident der Vereinigung Nationaler Olympischer Komitees (ANOC), auf den Interessenkonflikt hingewiesen und einen unabhängigen Kandidaten gefordert. Bei einer Versammlung des ANOC in Doha hatte Reedie zuletzt Abbitte geleistet, nachdem seine Organisation das Doping-Labor an gleicher Stelle am Vortrag der Sitzung geschlossen hatte. Der Zeitpunkt der Verkündung hatte für große Verstimmung gesorgt. mehr

Wada-Chef

IOC setzt erneut auf Reedie

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) setzt bei der bevorstehenden Präsidenten-Wahl der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) wohl erneut auf den Amtsinhaber Craig Reedie. Wie auch die Nachrichtenagentur AFP nun unter Berufung auf eingeweihte Kreise berichtet, unterstütze das IOC den Schotten trotz der Spannungen in der jüngeren Vergangenheit und anhaltender Kritik aufgrund eines möglichen Interessenkonflikts Reedies. Diese Information deckt sich mit einem weiteren Medienbericht der vergangenen Tage. Reedie steht seit 2013 der Wada vor, der Wiederwahl des 75-Jährigen am kommenden Sonntag in Glasgow stünde nun nichts mehr im Wege. Noch vor den Olympischen Spielen im vergangenen Sommer in Rio de Janeiro hatte es heftige Unstimmigkeiten zwischen IOC und Wada gegeben, die sich am Umgang mit dem russischen Doping-Skandal entzündet hatten. Die Wada wollte den Komplettausschluss Russlands, dieser wurde aber nicht umgesetzt. mehr

Kontrolllabor

WADA suspendiert Anti-Doping-Labor in Doha für vier Monate

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat dem Kontrolllabor in Doha die Akkreditierung entzogen. Die Suspendierung gelte rückwirkend vom 7. November und zunächst für vier Monate. Das teilte die WADA am Montag in Montreal mit. Das Labor in der Hauptstadt des Golf-Emirats Katar darf nun keine Tests mehr durchführen. Die Proben müssen in der betreffenden Zeit von einem anderen Kontrolllabor mit gültiger WADA-Akkreditierung analysiert werden. Details zu den Gründen der Suspendierung teilte die Weltagentur nicht mit. Labors können gesperrt werden, wenn sie die internationalen Anforderungen und Standards nicht erfüllen. Die Suspendierung könne um weitere sechs Monate verlängert werden, heißt es in der Mitteilung. Das Doha-Labor kann nun innerhalb von 21 Tagen Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne erheben. mehr

Zweiter Teil

"McLaren-Bericht" wird im Dezember veröffentlicht

Der zweite Teil des brisanten Doping-Berichts von Richard H. McLaren soll im Dezember veröffentlicht werden. Das teilte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada mit. "Mehr Details werden in den kommenden Wochen folgen", hieß es in einer Stellungnahme. Ursprünglich wurde von einer Veröffentlichung schon Mitte November ausgegangen. Der Inhalt des zweiten Teils des "McLaren-Berichts" ist noch unbekannt. Der erste Teil hatte flächendeckendes Staatsdoping in Russland aufgedeckt. Die Arbeit des kanadischen Professors hatte letztlich zum Ausschluss unter anderem der russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro geführt. Auch wurden in dem Report Doping-Manipulationen unter der Beteiligung des russischen Geheimdienstes während der Winterspiele 2014 aufgedeckt. Im Labor von Sotschi wurden Proben demnach durch ein Loch in der Wand in ein Hinterzimmer gereicht, um sie anschließend zu manipulieren. Mehrere Dutzend russische Athleten sollen gedopt an den Start gegangen sein - darunter 15 Medaillengewinner. mehr