Zagreb
Tischtennis-Experiment

Roßkopf einer von vier Teamkapitänen

Bundestrainer und Ex-Weltmeister Jörg Roßkopf begleitet seine Stars Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll nach der Tischtennis-WM in Düsseldorf (29. Mai bis 5. Juni) bei der neuartigen Asian Pacific Table Tennis League (T2APAC). Der 47-Jährige bestätigte am Freitag am Rande der Croatian Open auf SID-Anfrage sein mit dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) abgestimmtes Engagement als einer von vier Teamkapitänen bei der experimentellen Turnierserie. "Das ist eine interessante Sache, für die Spieler und den Tischtennis-Sport insgesamt. Meine beiden Topspieler sind auch dabei, so dass ich mir durch die Aufgabe als Kapitän ein gutes Gesamtbild machen kann, was passiert und auch wie 'Dima' und Timo in Form sind", sagte Roßkopf. In der T2APAC spielen jeweils zwölf Herren und Damen bis Jahresende bei sechs fünftägigen Events nach einem neuartigen Zählsystem um ein Gesamtpreisgeld von 1,5 Millionen Dollar. Von den auf stets 24 Minuten begrenzten Matches kommen alle gewonnenen Sätze in eine Wertung für das Einzel und auch in ein Ranking für die zusätzlich vier gemischten Mannschaften. Nach Boll hatte vor gut einem Monat auch Ovtcharov seine Zusage zur Teilnahme an dem Test gegeben. Neben Roßkopf fungieren weitere Ikonen als Kapitäne: Nach Angaben der T2APAC-Organisatoren coachen auch die früheren Einzelweltmeister Jiang Jialiang (China) und Jörgen Persson (Schweden) sowie Ex-Europameister Michael Maze (Dänemark). mehr

Kroatiens Top-Fußballfunktionär

Mamic wegen Korruption vor Gericht

Der wichtigste kroatische Fußballfunktionär Zdravko Mamic muss sich seit Donnerstag wegen mutmaßlicher Korruption vor Gericht verantworten. In dem Verfahren gegen den 57 Jahre alten langjährigen Vorsitzenden des Vereins Dinamo Zagreb in der ostkroatischen Stadt Osijek geht es um dubiose Zahlungen bei Spielerverkäufen. Mitangeklagt sind sein Bruder Zoran, früherer Dinamo-Trainer und ehemaliger Bundesliga-Profi, ein weiterer Dinamo-Vorsitzender und ein Steuerbeamter. Sie sollen unter Führung des Hauptangeklagten den Verein und den Staat bei Spielerverkäufen um rund 130 Millionen Kuna (17 Millionen Euro) geprellt haben. "Die Anklage ist das Widerwärtigste und Abscheulichste, das ich je im Leben gehört habe", sagte Zdravko Mamic nach Verlesung der Anklage und bekannte sich als nicht schuldig: "Ich habe gar nicht zugehört, weil ich diese Lügen nicht hören will." Erst auf wiederholtes Drängen des Richters Darko Kruslin räumte der Hauptangeklagte ein: "Sie müssen mich nicht quälen - sagen wir, dass ich sie verstanden habe." Wegen der engen Verbindungen von Mamic zu führenden Geschäftsleuten, Politikern und Justizangestellten war der Prozess von der Hauptstadt Zagreb ins weit abgelegene Osijek verlegt worden. mehr

U17-EM

DFB-Junioren treffen auf Irland, Serbien und Bosnien

Die deutschen U17-Fußballer müssen bei der EM in diesem Jahr gegen Irland, Serbien und Bosnien-Herzegowina antreten. Das ergab die Auslosung der vier Vierergruppen für das Turnier am Montag in Zagreb. Die EM-Endrunde findet vom 3. bis 19. Mai in Kroatien statt, insgesamt nehmen 16 Teams daran teil. Um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren, muss die Auswahl von Trainer Christian Wück in ihrer Gruppe mindestens Zweiter werden. Bei der EM geht es auch um die Qualifikation für die U17-WM, die vom 6. bis 28. Oktober dieses Jahres in Indien stattfindet. Die finale Qualifikationsrunde für die EM hatte die DFB-Auswahl mit drei Siegen souverän gemeistert. "Wir reisen selbstbewusst zur U17-EM nach Kroatien und wollen uns mit den Besten messen", hatte Trainer Wück bereits direkt nach der erfolgreichen Qualifikation angekündigt. mehr