Zweitwohnungssteuer
Kommentar

Rücksichtslos gierig

Gut gedacht ist nicht immer auch gleich gut gemacht. Die Erfahrung macht jetzt die Stadt Nettetal mit der Einführung der Zweitwohnungssteuer. Ausgerechnet Nettetaler Familien, die in die Bildung ihrer Kinder investieren, sollen jetzt auch noch zusätzlich Geld an die klamme Stadt überweisen - denn nicht die Kinder, sondern die Eltern dürften diejenigen sein, die die Steuer zahlen werden. Die Folge wird sein, dass die Bürger künftig noch weniger Vertrauen in die "familienfreundliche Stadt" haben und Kinder reihenweise abgemeldet werden, um der Steuer zu entgehen. Es ist ein übler Trick, sich nach dem Meldegesetz zu richten und so Verwaltungsgerichtsurteile auszubremsen, die aufseiten der Eltern und Studenten stehen. Das ist rücksichtslose Gier. mehr

Neukirchen-Vluyn

Zweitwohnungssteuer wird ab 2017 erhoben

Die am 1. Januar in Kraft getretene Steuersatzung der Stadt Neukirchen-Vluyn sieht für 2017 die Einführung einer sogenannten Zweitwohnungssteuer vor. Das hat der Rat in seiner Sitzung im vergangenen Dezember beschlossen. Hierbei wird der besondere Aufwand durch das Halten einer Zweitwohnung für den persönlichen Lebensbedarf besteuert. Die Steuer zieht diejenigen heran, die ihren Zweitwohnsitz in Neukirchen-Vluyn haben. Ab dem 1. Januar 2017 wird hierfür ein Steuersatz von zwölf Prozent der Nettokaltmiete oder, zum Beispiel im Fall von Eigentum, der ortsüblichen Miete laut Mietspiegel erhoben. Konkret bedeutet dies beispielsweise bei einer jährlichen Kaltmiete von 4000 Euro einen Steuerbetrag von 480 Euro im Jahr. Derzeit haben mehr als 1100 Personen einen Zweitwohnsitz in Neukirchen-Vluyn angemeldet. Die Stadt geht jedoch davon aus, dass aufgrund von nicht erfolgten Abmeldungen nur ein Bruchteil dieser Zweitwohnsitze noch aktuell ist. Jeder, der einen Zweitwohnsitz in der Stadt angemeldet hat, wird im kommenden Jahr einen Steuerbescheid erhalten. Dies gilt übrigens auch für Mobilheime oder Wohnmobile. mehr