Marburger Bund: 12.500 Ärzte an 39 Kliniken im Streik
zuletzt aktualisiert: 17.05.2006 - 15:32Berlin (rpo). 12.500 Ärzte an 39 Kliniken haben sich am Mittwoch am Streik der Unikliniken beteiligt. Das erklärte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund am Mittwoch in Berlin. Erneut wurde Kritik am Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, Hartmut Möllring, lau.
"12.500 streikende Ärzte sind 12.500 Gründe für Hartmut Möllring, mit einem guten Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren", sagte Verbandschef Frank Ulrich Montgomery an die Adresse des Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder.
Der Tarifkonflikt an den Unikliniken könne nur deshalb nicht gelöst werden, weil Möllring bereits ausgehandelte Eckpunkte eines Kompromisses zurückgezogen habe. Beim jüngsten Spitzengespräch am 11. Mai in Dresden habe Möllring diese durch wesentlich schlechtere Angebote ersetzt, beklagte Montgomery.
Bestreikt wurden am Mittwoch nach Angaben des Marburger Bundes die Unikliniken in Köln, Essen, Aachen, Düsseldorf, Bonn, Münster, Mainz, Hannover, Göttingen, München, Würzburg, Erlangen, Regensburg, Leipzig, Dresden, Rostock, Greifswald, Halle, Magdeburg, Jena, Heidelberg, Tübingen, Ulm und Freiburg.
Daneben traf der Ausstand die Landeskrankenhäuser Emmendingen, Winnenden, Wiesloch, Zwiefalten, Bad Schussenried, Ravensburg, Göttingen, Wunstorf, Bad Rehburg, Lüneburg, Wehnen, Hildesheim, Tiefenbrunn sowie das Deutsche Herzzentrum in München.
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