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Berlin
1,3 Millionen Hinweise aus dem Ausland für Fiskus

Berlin. Ausländische Finanzbehörden in der EU haben deutschen Finanzämtern seit Ende September bereits in knapp 1,3 Millionen Fällen Auskünfte über Kontostände und Kapitalerträge deutscher Steuerzahler im Ausland mitgeteilt. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. Grundlage ist der automatische Informationsaustausch über Finanzkonten zwischen Deutschland und 49 anderen Staaten, der Ende September in Kraft getreten ist.

Die Staaten wollen damit Steuerhinterziehung durch Auslandskonten bekämpfen. Vor dem Inkrafttreten erhielten deutsche Finanzämter im Jahr 2016 auf Antrag nur in 113.000 Fällen Informationen. Zudem macht das deutliche Absinken der Selbstanzeigen von Steuerzahlern deutlich, dass sie dem Inkrafttreten des Informationsaustausches zuvor kommen wollten: Gab es 2014 noch knapp 40.000 Selbstanzeigen, waren es 2016 nur noch gut 4000.

(mar)
 
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