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Essen
15 Millionen für Bergbau-Museum

Essen. Zum Kohle-Abschied fördert die RAG-Stiftung auch den Kinofilm "Junges Licht".

Zwei Jahre vor dem Ende des Steinkohlebergbaus in Deutschland hat die RAG-Stiftung unter dem Titel "Glückauf Zukunft" 30 Millionen Euro für Kultur- und Wirtschaftsprojekte rund um die Branche bereitgestellt. Der Löwenanteil von 15 Millionen fließt in die Modernisierung des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum, wie Stiftungschef Werner Müller ankündigte. "Wir wollen den deutschen Steinkohlebergbau nicht sang- und klanglos beenden, sondern mit einem herzlichen Glückauf würdig verabschieden."

Bundesweit sind nur noch die Zechen Prosper-Haniel in Bottrop und Ibbenbüren bei Osnabrück aktiv, Ende 2018 schließen auch sie. Damit endet ein großes wie teures Kapitel deutscher Wirtschaftsgeschichte. Seit Jahrzehnten muss deutsche Kohle subventioniert werden, da sie wegen der Fördertiefe nicht mehr wettbewerbsfähig ist.

Die RAG-Stiftung fördert zudem den Film "Junges Licht", der nach dem ergreifenden Roman von Ralf Rothmann entstanden ist. Regisseur Adolf Winkelmann erzählt am Beispiel eines Bergmann-Sohns vom NRW der 60er Jahre. Gedreht wurde mit Charly Hübner und Peter Lohmeyer an Originalschauplätzen im Revier. Am 12. Mai kommt der Film ins Kino. Zudem fördert die Stiftung die TV-Doku "Abschied von der Kohle", ein wissenschaftliches Forum, einen Schülerwettbewerb und andere Kulturprojekte. Die RAG-Stiftung und der Zechenkonzern RAG erhalten neue Verwaltungssitze auf dem Gelände von Welterbe Zollverein in Essen. Begleitet werden die "Glückauf Zukunft"-Projekte von einem Beirat, dessen Chef der frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen ist.

(anh/dpa)
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