In der deutschen Wirtschaft überwiegt der Optimismus - trotz der nicht enden wollenden Schuldenkrise.
Einige Beispiele.
Quelle: Reuters
Banken: Unsicherheit an den Finanzmärkten, strengere Regulierung, schwächere Konjunktur: Die Banken stehen vor einem schwierigen Jahr, befürchten Umsatzeinbußen und wollen deshalb Stellen streichen.
Wegen der Staatsschuldenkrise dürften die Finanzmärkte auch 2012 stark schwanken. Trotzdem müssen die Banken ihre Eigenkapitalbasis stärken. Die Konjunkturflaute lässt zudem die Kreditnachfrage sinken, während die Zahl der Firmenpleiten und damit die der Kreditausfälle steigen dürfte.
Energiewirtschaft: Die Energiewende zwingt die Unternehmen zu höheren Investitionen - etwa für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze. Gleichzeitig müssen konventionelle Kraftwerke modernisiert und erweitert werden.
br />Obwohl der Stromverbrauch auch wegen der schwächeren Konjunktur kaum steigen dürfte, rechnen die Energieversorger unterm Strich mit leichten Umsatzzuwächsen. Die Zahl der Beschäftigten soll stabil bleiben.
Baubranche: Nach mehreren schwachen Jahren sieht sich die Branche in einem leichten Aufwärtstrend.
Grund: Sowohl beim privaten Wohnungsbau als auch bei Bauleistungen für die Wirtschaft sieht sie Aufwärtspotenzial angesichts der positiven Auftragsentwicklung.
Dagegen dürfte sich der öffentliche Bau schwächer entwickeln, weil die wegen der Finanzkrise 2008/09 aufgelegten Konjunkturprogramme ausgelaufen sind.
Handwerk: Handwerk hat wieder goldenen Boden: Fast 90 Prozent der Betriebe gehen von einem guten oder zufriedenstellenden Jahr aus.
Im besten Fall erwartet die Branche ein Umsatzplus von zwei Prozent - weil Firmenkunden wie private Haushalte wieder mehr Geld für Handwerksleistungen ausgeben und die Auslandsnachfrage hoch bleiben dürften.