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NRW
Zahl der Arbeitslosen steigt auf 752.000

2,29 Millionen: Arbeitslosenzahl steigt im Januar weniger als üblich
FOTO: dpa, obe_cu lof
Nürnberg/Düsseldorf. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar nicht so stark gestiegen wie sonst in der Winterpause üblich. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren 2,92 Millionen Arbeitslose registriert, wie die Behörde mitteilte. In NRW liegt die Quote bei 8,0 Prozent.

Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen erwartungsgemäß deutlich angestiegen. Insgesamt zählte die Bundesagentur für Arbeit im bevölkerungsreichsten Bundesland 752.056 Arbeitssuchende. Das sind 35.053 Personen beziehungsweise 4,9 Prozent mehr als im Vormonat, wie die Chefin der NRW-Regionaldirektion, Christiane Schönefeld, am Dienstag berichtete.

"Ein Anstieg der Arbeitslosenquote zum Jahresanfang ist in NRW üblich", betonte Schönefeld. Doch sei der Zuwachs mit rund 35.000 Arbeitslosen in diesem Jahr geringer ausgefallen als in den vergangenen Jahren. Der positive Trend wird im Vorjahresvergleich deutlich: Lag die Arbeitslosenquote im Januar 2015 noch bei 8,3 Prozent, so liegt sie derzeit bei 8,0 Prozent.

"Die Arbeitslosigkeit erreicht üblicherweise in den Wintermonaten Januar und Februar ihre Höchststände", betonte die Arbeitsagentur. Doch liege der Zuwachs in diesem Jahr deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von rund 43.000 zusätzlichen Arbeitslosen.

Gleichzeitig liege die Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen mit 33.105 um mehr als 23 Prozent über dem Vorjahr. "Das ist ein Signal, das uns eine weiterhin gute Entwicklung des Arbeitsmarktes in NRW erwarten lässt," sagte Schönefeld. Eine Herausforderung sei allerdings die hohe Zahl der Zuwanderer.

Nach wie vor sind die regionalen Unterschiede auf dem nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt sehr groß. Am höchsten war die Arbeitslosenquote auch im Januar mit 11,1 Prozent im Ruhrgebiet. Im Rheinland lag sie bei 7,8 Prozent, im Bergischen Land bei 7,6 Prozent, in Ostwestfalen-Lippe bei 6,6 Prozent und in Südwestfalen bei 5,8 Prozent. Im Münsterland betrug sie nur 4,8 Prozent.

Bundesweit solide Entwicklung

Bundesweit waren 239.000 Menschen mehr arbeitssuchend als im Dezember, aber 111.000 weniger als vor einem Jahr. Nach dem Weihnachtsgeschäft im Dezember und wegen des Winterwetters ist eine Zunahme im Januar üblich. Der Anstieg fiel laut BA aber geringer aus als in den vergangenen Jahren. "Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt hat sich zum Jahresbeginn fortgesetzt", sagt BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Die Arbeitslosenquote stieg von 6,1 Prozent auf 6,7 Prozent. Der für die Jahreszeit ungewöhnlich geringe Anstieg der registrierten Arbeitslosigkeit spiegelt sich in den saisonbereinigten Zahlen wider. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Erwerbslosigkeit laut BA im Monatsvergleich um 20.000 zurück.

Banken-Volkswirte hatten einen Rückgang um nur 7000 erwartet. Erwerbstätigkeit und sozialabgabenpflichtige Beschäftigung legten saisonbereinigt nach Angaben der Bundesagentur weiter zu.

(lukra/REU)
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