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Düsseldorf
ADAC: Mietwagen bucht man besser schon vor dem Urlaub

Düsseldorf. In der Muttersprache sind Verträge und ihr Kleingedrucktes verständlicher. Beim Tanken im Ausland lohnt ein Preisvergleich vorab.

Mit dem Auto Mallorca erkunden oder mit dem Camper quer durch die USA fahren - um auf Reisen unabhängig zu sein, mieten viele Urlauber gerne einen eigenen Wagen. Um dabei nicht in die Kostenfalle zu tappen oder am Ende Probleme mit der Genehmigung zur Führung des Fahrzeuges zu bekommen, gilt es, einiges zu beachten.

"Wenn man sich einen Mietwagen im Urlaub leihen möchte, sollte das gut geplant sein", sagt Katrin Müllenbach-Schlimme vom Automobilclub ADAC. Nur wer die Preise der Anbieter und ihre Konditionen vergleiche, könne sichergehen, ein gutes, für sich passendes Angebot ohne Nachteile zu finden. "Man sollte genau aufs Kleingedruckte achten", rät sie. Was beinhaltet der Tarif? Ist eine Versicherung enthalten, und bis zu welchem Wert gilt diese? Ist die Kilometerzahl, die ich fahren darf, unbegrenzt oder muss ich ab einer gewissen Strecke draufzahlen, und darf ein zweiter Fahrer ans Steuer? Wie alt muss man sein, um einen Wagen überhaupt mieten zu dürfen? Das variiert nämlich ebenfalls von Land zu Land (zumeist zwischen 19 und 25 Jahren).

All diese Fragen sollte man vor Vertragsabschluss geklärt haben, entweder durch genaues Lesen oder das Gespräch mit dem Anbieter. "Es empfiehlt sich deshalb auch, den Wagen in Deutschland zu buchen, wo man die Verträge in seiner Muttersprache bekommt", so Müllenbach-Schlimme. Buche man dagegen spontan im Urlaub und beherrsche etwa das Englische nicht perfekt, lauerten Fallstricke.

Auch der Bund der Versicherten (BdV) empfiehlt mit Blick auf die Kfz-Versicherung im Ausland, sich vorab zu informieren. "Alle Mietwagen sind unfallversichert - aber nur bis zu einer bestimmten Summe. Die sollte man vor Vertragsabschluss kennen und Angebote vergleichen - und das geht am besten von zu Hause aus", sagt Bianca Boss vom BdV. Die meisten Mietwagen haben Versicherungen, die Schäden nach Unfällen bis zu 100.000 Euro abdecken. "Das ist auf den ersten Blick viel, wenn ich etwa eine Beule ins Auto fahre. Wenn ich aber einen Menschen anfahre und eine lebenslange Rente zahlen muss, kann das den Ruin bedeuten", so Boss. Sie empfiehlt deshalb, eine zusätzliche Autoversicherung für den Urlaub, die so genannte Mallorca-Police, abzuschließen. Sie deckt Schäden bis zu zehn Millionen Euro ab und ist oft sogar in der eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung enthalten.

Sowohl Mietautofahrer als auch Urlauber, die mit dem eigenen Wagen unterwegs sind, sollten zudem vor der Reise auf die Benzinpreise im Urlaubsland (und auf dem Weg dorthin) blicken: Wo ist es besonders teuer? Lohnt sich ein Tankstopp vor oder hinter der Grenze und liegen die Preise der Tankstelle im Landesdurchschnitt, oder hat man sich eine besonders teure Zapfsäule ausgesucht? Infos dazu findet man in verschiedenen Apps oder beim ADAC unter www.adac.de.

Zu guter Letzt sollte man immer Fahrzeugpapiere und Führerschein (außerhalb Europas muss ein internationaler Führerschein vorgezeigt werden) parat haben. Dann heißt es nur noch: Gute Fahrt!

(lai)
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