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Aktie eingebrochen
Börse enttäuscht von zaghafter Netflix-Prognose

Aktie eingebrochen: Börse enttäuscht von Netflix-Prognose
Seit Januar 2016 ist Netflix fast in allen Ländern verfügbar. FOTO: dpa, ve tba fpt
Los Gatos. Die Analysten hatten mehr erwartet: Netflix rechnet für das laufende Quartal mit zwei Millionen neuen Nutzern außerhalb den USA. Die zaghafte Prognose hat zu einem gewaltigen Aktieneinbruch geführt. 

Die Aktie brach nach Vorlage der Zahlen binnen Minuten um mehr als zwölf Prozent ein.
Netflix rechnet für das zweite Vierteljahr mit einem Plus von zwei Millionen Nutzern außerhalb der USA und 500 000 im Heimatmarkt. Das lag unter den Erwartungen der Analysten.

Netflix war Anfang Januar auf einen Schlag in 130 neuen Ländern gestartet und ist jetzt fast überall auf der Welt verfügbar, bis auf China und einige wenige Länder wie Nordkorea. Im ersten Quartal stieg die Zahl der Nutzer in den USA um 2,23 Millionen und im Rest der Welt kamen gut 4,5 Millionen hinzu. Netflix kommt nun auf 81,5 Millionen Mitglieder weltweit.

30 Prozent mehr Umsatz

Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um rund 30 Prozent auf 1,81 Milliarden Dollar und der Gewinn von 24 auf 28 Millionen Dollar, wie Netflix nach US-Börsenschluss am Montag mitteilte. Der internationale Ausbau brachte außerhalb der USA einen operativen Verlust von 104 Millionen Dollar ein, während es im Heimatmarkt auf dieses Basis einen Gewinn von 413 Millionen Dollar gab.

Netflix ist im Geschäft mit Videostreaming aktiv, bei dem Kunden für eine monatliche Abo-Gebühr Filme und Videos direkt aus dem Netz ansehen können. Genauso wie der schärfste international aktive Konkurrent Amazon investiert Netflix massiv in Eigenproduktionen, um sich von Konkurrenten abzuheben.

(tak/dpa)
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